Archivbestand

Landrat Göller (Bestand)

Karl-Heinz Göller war von 1987 bis 1999 Landrat des Kreises Coesfeld. Er war der letzte ehrenamtliche Landrat. Göller wurde 1927 in Gelsenkirchen geboren, wo er auch aufwuchs. Er besuchte das altsprachliche Gymnasium und wurde 1943/44 als Schüler als Luftwaffenhelfer bei verschiedenen Flak-Einheiten eingesetzt. Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde er Soldat, geriet in amerikanische und englische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er zum Volksschullehrer und Realschullehrer mit den Fächern Deutsch, Geschichte und katholische Religion ausgebildet. Zunächst war er in seiner Heimatstadt tätig. 1960 wechselte er nach Coesfeld zum Aufbau der Realschule für Jungen, deren erster Leiter er wurde. 1991 wurde er pensioniert. Karl-Heinz Göllers politisches Engagement begann nach dem Krieg. Mit 19 Jahren trat er in Gelsenkirchen in die CDU ein, war Gründungsmitglied der Jungen Union sowie deren Kreisvorsitzender in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre. In Coesfeld wurde er 1969 in seinem Wahlkreis direkt in den Kreistag gewählt. Dort war er zunächst Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses. Nach der Neugliederung der Kreise, die 1975 abgeschlossen war, errang er sein Kreistagsmandat wiederum direkt. Er war Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, die die absolute Mehrheit hatte. In den ersten Jahren war er maßgeblich an der Neuordnung des Berufsschulwesens sowie des Sparkassenwesens beteiligt. Karl-Heinz Göller war von 1994 bis 1999 Abgeordneter in der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des nordrhein-westfälischen Landkreistages. Der Bestand wurde von der Landratssekretärin Frau Aupert-Watzlawik nach dem Ausscheiden des Landrats 1999 an das Archiv abgegeben. Literatur: Kreis Coesfeld, Der Landrat (Hg.): Landräte und Oberkreisdirektoren 1804-2008 der Kreise Coesfeld und Lüdinghausen. Kreis Coesfeld 2007, S. 68f.

Vorwort: Karl-Heinz Göller war von 1987 bis 1999 Landrat des Kreises Coesfeld. Er war der letzte ehrenamtliche Landrat.
Göller wurde 1927 in Gelsenkirchen geboren, wo er auch aufwuchs. Er besuchte das altsprachliche Gymnasium und wurde 1943/44 als Schüler als Luftwaffenhelfer bei verschiedenen Flak-Einheiten eingesetzt. Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde er Soldat, geriet in amerikanische und englische Kriegsgefangenschaft.
Nach dem Krieg wurde er zum Volksschullehrer und Realschullehrer mit den Fächern Deutsch, Geschichte und katholische Religion ausgebildet. Zunächst war er in seiner Heimatstadt tätig. 1960 wechselte er nach Coesfeld zum Aufbau der Realschule für Jungen, deren erster Leiter er wurde. 1991 wurde er pensioniert.
Karl-Heinz Göllers politisches Engagement begann nach dem Krieg. Mit 19 Jahren trat er in Gelsenkirchen in die CDU ein, war Gründungsmitglied der Jungen Union sowie deren Kreisvorsitzender in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre. In Coesfeld wurde er 1969 in seinem Wahlkreis direkt in den Kreistag gewählt. Dort war er zunächst Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses. Nach der Neugliederung der Kreise, die 1975 abgeschlossen war, errang er sein Kreistagsmandat wiederum direkt. Er war Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, die die absolute Mehrheit hatte. In den ersten Jahren war er maßgeblich an der Neuordnung des Berufsschulwesens sowie des Sparkassenwesens beteiligt. Karl-Heinz Göller war von 1994 bis 1999 Abgeordneter in der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des nordrhein-westfälischen Landkreistages.
Der Bestand wurde von der Landratssekretärin Frau Aupert-Watzlawik nach dem Ausscheiden des Landrats 1999 an das Archiv abgegeben.

Literatur: Kreis Coesfeld, Der Landrat (Hg.): Landräte und Oberkreisdirektoren 1804-2008 der Kreise Coesfeld und Lüdinghausen. Kreis Coesfeld 2007, S. 68f.

Bestandssignatur
KA Coe, B 34

Kontext
Kreisarchiv Coesfeld (Archivtektonik) >> Amtliches Archivgut >> Kreis Coesfeld

Bestandslaufzeit
1987 - 1999

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Letzte Aktualisierung
05.11.2025, 13:59 MEZ

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Objekttyp

  • Bestand

Entstanden

  • 1987 - 1999

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