Zeichnung
Trunkene Bacchantin
Liegender Frauenakt und Raubkatze vor einer von Weinlaub und Reben gesäumten Höhle. Die nackte Frau liegt, dem Raubtier ebenso wie den Blicken des Betrachters schutzlos ausgeliefert, ohnmächtig oder trunken schlafend auf dem Rücken. Ihr zurückgesunkener Körper ruht in einem Bogen auf dem Rücken des Tieres, das seinerseits den Kopf wendet und der Schlafenden über die Brust leckt. Alle Bestandteile der Komposition sind Attribute des Weingottes Dionysos und weisen die Frau als Bacchantin aus. Zur dionysischen Sphäre passt auch die unverhohlene Erotik der Darstellung, die Bettine in ihre Korrespondenz mit Fürst Pückler eingebunden hat (vgl. Maisak 2010, S. 177f.). Die hier angegebene Datierung um 1832 orientiert sich an diesem schriftlichen Austausch. Anregungen für die Komposition könnten von Karl Friedrich Schinkel und Johann Heinrich Dannecker ausgegangen sein (Maisak 2010, S. 176f.). Das Motiv erscheint auch als Detail in der für das Goethe-Denkmal entstandenen Zeichnung Bacchus rettet Psyche aus dem dionysischen Taumel (III-13897-009).
Provenienz: Aus dem Besitz von Bettines Tochter Armgart von Flemming geb. von Arnim (1821-1880). | Erworben 1960 aus dem Nachlass von deren Tochter Irene Forbes-Mosse geb. von Flemming (1864-1946), Chexbres (Kanton Waadt, Schweiz).
- Standort
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Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum, Frankfurt am Main
- Sammlung
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Sammlung der Zeichnungen & Aquarelle
- Inventarnummer
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IV-1960-013, Nr. 16, Blatt 09
- Maße
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Lichtes Maß: 284 x 384 mm; Untersatzkarton: 397 x 509 mm
- Material/Technik
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Bleistift, stellenweise gewischt und durchgepaust, auf Transparentpapier, auf hellen Karton aufgezogen. In einem Passepartout aus hellem Karton auf grauen Untersatzkarton montiert, mit Rahmungslinien aus Goldpapier und schwarzem Glanzpapier
- Inschrift/Beschriftung
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Bez. auf dem Passepartout o. li.: "69" (Bleistift); auf dem Untersatzkarton o. re. "9" (Bleistift); auf dem Passepartout u. li.: "vermutlich Goethedenkmal / trunkene Mänade" (Bleistift), u. re.: "Bettine" (Bleistift).
- Bezug (was)
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Tierdarstellung
Figürliche Darstellung
Akt (Kunst)
Mythologie
- Ereignis
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Herstellung
- (wer)
- (wann)
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1832 (?)
- (Beschreibung)
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Gezeichnet
Datierung aufgrund der Korrespondenz mit Fürst Pückler, 26.02.1832, 27.02.1832, vgl. Maisak 2010, S. 177
- Rechteinformation
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Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum
- Letzte Aktualisierung
- 16.06.2025, 10:24 MESZ
Datenpartner
Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum - Kunstsammlung / Museum. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Zeichnung
Beteiligte
Entstanden
- 1832 (?)