Bestand
Amtsgericht Freiburg (Vorprovenienzen): Zivilprozess, freiwillige Gerichtsbarkeit (Bestand)
Inhalt und Bewertung
Nach den Ortsbetreffen spiegelt der Bestand zwar
den späteren Sprengel des Amtsgerichts Freiburg wieder, ist jedoch
nach der Aktenherkunft vollkommen heterogen. Vermutlich gelangten
die meisten Akten von den lokalen Herrschaften im Breisgau zwischen
1805 und 1809 an das badische (Bezirks-) Amt, von dort an das
Amtsgericht Freiburg. Eine größere Gruppe bilden darunter nur die
Amtsprotokolle und Eheverträge über Sölden, die aus der Freiburger
Amtsverwaltung der Freiherren von Baden stammen. Alle übrigen
Provenienzen sind nur in Splittern vertreten, seien es geistliche
Verwaltungen (St. Peter, Oberried, Fürstentum Heitersheim), größere
weltliche (Markgrafschaft Baden mit verschiedenen Ämtern,
Vorderösterreichische Regierung und Kammer), niederadlige
(Bollschweil, Kageneck, Schackmin, Sickingen) oder städtische
(Freiburg, Freiburger Talvogtei [Kirch-]Zarten); die Provenienz
ließ sich oft nur verwaltungsgeschichtlich, nicht aus den Akten
selbst bestimmen. Nach der Aktengattung handelt es sich dagegen um
Zivilprozesse und um Verträge der Freiwilligen
Gerichtsbarkeit.
Bestandsgeschichte: Mit den
Zugängen 1913 Nr. 10 und 1927 Nr. 42 lieferte das Amtsgericht
Freiburg Akten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit an das
Generallandesarchiv ein. Beim Beständeausgleich von 1991 wurden die
Akten aus der Zeit nach 1806 aus Karlsruhe an das Staatsarchiv
Freiburg abgegeben, das Generallandesarchiv erhielt gleichzeitig
aus Freiburg Akten des Amtsgerichts Freiburg aus der Zeit vor 1806,
die 1957 an das Staatsarchiv Freiburg gelangt waren. Durch die
Zusammenfassung der Karlsruher Restakten und des Freiburger Zugangs
entstand der jetzige Grundbestand GLA 266.
Inhalt: Nach den
Ortsbetreffen spiegelt der Bestand zwar den späteren Sprengel des
Amtsgerichts Freiburg wieder, ist jedoch nach der Aktenherkunft
vollkommen heterogen. Vermutlich gelangten die meisten Akten von
den lokalen Herrschaften im Breisgau zwischen 1805 und 1809 an das
badische (Bezirks-) Amt, von dort an das Amtsgericht Freiburg. Eine
größere Gruppe bilden darunter nur die Amtsprotokolle und
Eheverträge über Sölden, die aus der Freiburger Amtsverwaltung der
Freiherren von Baden stammen. Alle übrigen Provenienzen sind nur in
Splittern vertreten, seien es geistliche Verwaltungen (St. Peter,
Oberried, Fürstentum Heitersheim), größere weltliche
(Markgrafschaft Baden mit verschiedenen Ämtern,
Vorderösterreichische Regierung und Kammer), niederadlige
(Bollschweil, Kageneck, Schackmin, Sickingen) oder städtische
(Freiburg, Freiburger Talvogtei [Kirch-]Zarten); die Provenienz
ließ sich oft nur verwaltungsgeschichtlich, nicht aus den Akten
selbst bestimmen. Nach der Aktengattung handelt es sich dagegen
durchweg um von den Parteien unterschriebene Konzepte zu
Rechtshandlungen der Freiwilligen Gerichtsbarkeit, vor allem also
um Verträge, z.T. mit beiliegendem Schriftwerk der Parteien.
Karlsruhe, im Oktober 2008 Konrad Krimm
- Reference number of holding
-
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 266
- Extent
-
183 Faszikel
- Context
-
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Vorprovenienzen südbadischer Behörden vor 1806 >> Amtsgerichte
- Date of creation of holding
-
1732-1811
- Other object pages
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Last update
- 03.04.2025, 11:03 AM CEST
Data provider
Landesarchiv Baden-Württemberg. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Bestand
Time of origin
- 1732-1811