Archivbestand

Kurkölnische Verwaltung (Bestand)

Eingrenzung und Inhalt: Schriftgut der Stadtverwaltung

Vorwort: Bestands- und Bearbeitungsgeschichte: Der Bestand B.02.01 (Kurkölnische Verwaltung) besteht aus 2195 Verzeichnungseinheiten (Stand: Januar 2015). Laufzeit des Bestands: 15. Jahrhundert bis Ende des 18. Jahrhunderts (dazu Abschriften von Unterlagen mit früherer Datierung, Nachlaufzeit bis 1903). Das digitale Findbuch wurde 2014 im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft e. V. geförderten Projekts "Retrokonversion analoger Findmittel" erstellt. Als Vorlage dienten die Verzeichnung von Dr. Richard Bettgenhaeuser (erschienen 1897 in: Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, Band 64, 1897, und als Sonderdruck) und die maschinenschriftlichen Erfassungen von Dr. Carl Wilkes und Franz Kreiner (Ende der 1930er Jahre). Die städtischen Akten unter kurkölnischer Verwaltung (bis 1798) wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit den Urkunden - heute: Bestand A.01 (Haupturkundenarchiv) - in einem eigenen Raum im Rathaus untergebracht. Erste bekannte Registrierungsarbeiten von "wichtigen Akten", die in zwei Schränken Platz fanden, erfolgten in den Jahren 1745 und 1776. Dazu wurden zusammengehörige Unterlagen unter einem "willkürlich gewählten Stichwort" verzeichnet und entsprechend der nach dem Alphabet geordneten Stichwörter zusammengelegt. Weitere Ordnungsarbeiten wurden erst im Jahr 1879 durch dem Gymnasiallehrer Dr. Richard Decker durchgeführt, nachdem das Archiv zwischenzeitlich wieder in Unordnung geraten war. In Anlehnung an das Stichwortregister der ersten Ordnungsversuche aus dem 18. Jahrhundert legte Decker ein Inventar der vorhandenen Akten an. Die Grundlage bildeten wiederum alphabetisch geordnete Stichwörter. In der Folgezeit stellte sich dieses Archivregister als unpraktikabel heraus und die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 29. Oktober 1895 die Neuordnung des Archivs. Die Arbeit übernahm Dr. Richard Bettgenhaeuser aus Düsseldorf von März bis Ende Oktober 1896. Zuerst trennte er die Urkunden von den Akten und bildete die Abteilungen "A [Kopiare und] Urkunden" und "B Akten". Die Akten wurden dann datiert und chronologisch sowie "unter möglichster Beibehaltung der alten Zusammenhänge nach Materien geordnet". In der neu angelegten Systematik benutzte Bettgenhaeuser römische Ziffern und Buchstaben für die Systematikgruppen und -untergruppen. Diese bildeten fortan zusammen mit der fortlaufenden Nummer innerhalb der Untergruppe die Signatur der jeweiligen Archivalie. Im März 1912 wurde dem Kunsthistoriker Dr. Wilhelm Ewald die Museumsleitung und gleichzeitig die Leitung des Archivs übertragen. Seit Fertigstellung des Museumsbaus auf dem Markt im August 1912 lagerten die städtischen Archivalien dort in einem Kellerraum. Weitere Bearbeitung erfuhren die städtischen Archivalien aus der Zeit vor 1798 erst wieder ab 1937. In diesem Jahr begann Dr. Carl Wilkes von der Archivberatungsstelle für die Rheinprovinz zusammen mit Franz Kreiner, der seit April 1937 mit der Verwaltung des Archivs betraut war, mit der Sichtung und Neuverzeichnung. Die Akten der kurkölnischen Verwaltung wurden in der Folgezeit neu verzeichnet. Dabei bemühten sich Wilkes und Kreiner um eine ausführlichere Verzeichnung, behielten die Systematik von Bettgenhaeuser jedoch weitgehend bei. Lediglich die Unterlagen zu "Kirchen-, Schul- und Religionswesen" wurden aus der alten Systematikgruppe "III l Kirchen-, Schul- und Religionssachen" herausgenommen und zusammen mit den Archivalien der alten Systematikgruppe "VII Akten, betreffend geistliche Anstalten und Fundationen" zur neuen Systematikgruppe "VII Kirchen-, Schul- und Armenwesen" zusammengefasst. Die Neuverzeichnung kam zu keinem vollständigen Abschluss. So fehlen im maschinenschriftlichen Findbuch beispielsweise die Systematikgruppe "II Verfassung" und Teile der Systematikgruppe "IV Finanzen". Außerdem sind die Einheiten der Systematikgruppe "IV a Finanzen - Allgemeines" zwar neu nummeriert, aber ebenfalls noch nicht neu verzeichnet worden. Im Zuge der Gliederung der Bestände nach dem Amtsantritt von Archivleiter Jürgen Huck im Jahr 1978 erhielt der Bestand die Bestandsbezeichnung "A 1 (Kurkölnische Zeit)". Seit der Überarbeitung der Bestände-Tektonik im Jahr 2006 lautet die Bezeichnung "B.02.01 (Kurkölnische Verwaltung)". Die durch die Neubearbeitung erforderliche Umsignierung der Archivalien konnte im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden. Ein kleiner Teil des Bestandes ist weiterhin unverzeichnet.

Reference number of holding
B.02.01
Extent
Großteil verzeichnet. 2196 Archiveinheiten.

Context
Stadtarchiv Neuss (Archivtektonik) >> Stadt Neuss >> Akten

Date of creation of holding
1414-1789

Other object pages
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Last update
05.11.2025, 1:59 PM CET

Data provider

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Object type

  • Bestand

Time of origin

  • 1414-1789

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