Dolch mit Scheide
Schwach gekrümmter, zweischneidiger Dolch
Der schwach gekrümmte Dolch, ein sogenannter »hançer«, besitzt eine zweischneidige Damastklinge mit Mittelgrat. Der braungrüne Horngriff ist an der Handlage eingezogen und achtseitig abgekantet.
Die hölzerne Scheide ist mit schwarzem, gekörntem Leder überzogen. An dem Mundblech ist eine Tragöse befestigt. Das Ortband ist aus Silberblech und zeigt auf der vergoldeten Vorderseite gravierte und ziselierte Blumenranken mit Niellofüllung. Auch auf der glatten Rückseite sind gravierte und niellierte Blumenranken zu erkennen.
Der Dolch ist im Inventar des Rastatter Schlosses zur »Türckischen Kammer« von 1772 belegt, wurde im Revolutionsjahr 1849 zusammen mit weiteren Waffen aus dem Schloss Rastatt entwendet und im Jahr 1853 in der Schweiz zurückgekauft.
Literatur: Badisches Landesmuseum: Die Karlsruher Türkenbeute. Die »Türckische Kammer« des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden. Die »Türckischen Curiositaeten« der Markgrafen von Baden-Durlach, bearb. von Ernst Petrasch, Reinhard Sänger, Eva Zimmermann und Hans Georg Majer, München 1991, S. 199 f., Kat. 145.
- Location
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Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
- Collection
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Türkenbeute
- Inventory number
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D 273
- Measurements
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Länge: 29.2 cm (Gesamt)
Länge: 17.1 cm (Klinge)
Länge: 17.9 cm (Scheide)
- Material/Technique
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Horn; Leder; Silberblech; Vergoldetes Silberblech; Damaststahl; geschmiedet; damasziert; teilweise vergoldet; graviert; ziseliert; nielliert
- Event
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Herstellung
- (where)
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Osmanisches Reich
- (when)
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Ende 17. Jh.
- Rights
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Badisches Landesmuseum
- Last update
- 01.07.2025, 4:56 AM CEST
Data provider
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Object type
- Dolch mit Scheide
Time of origin
- Ende 17. Jh.