Figur

Hirschkopf mit Geweih

Die Schnauze des kleinen Hirschkopfes ist durch drei Ritzungen vom Kopf abgesetzt und die Nasenlöcher markieren zwei tiefe Ausschnitte. In einem der kreisrund ausgehöhlten Augen befindet sich noch eine Kugel aus weißem Material, vermutlich Muschelkalk. Die Augen sind nach oben mit einer zweifachen Rahmung betont. Das Geweih ist eingefügt; die Stecklöcher sind kranzförmig von kleinen Ritzungen eingefasst, dem Erscheinungsbild der Rose des echten Hirschgeweihes nachempfunden. Die linke Geweihstange ist noch im Original erhalten, die rechte ist ergänzt. Die abnehmbaren, eingesteckten Geweihstangen sind vermutlich dem sparsamen Umgang mit dem kostbaren Material geschuldet und haben nichts mit dem jährlichen Stangenabwurf der Tiere zu tun, denn auch die Ohren waren angesetzt: An der linken Seite befindet sich noch der Steckstab des abgebrochenen Ohres in der Vertiefung. Das Kinn ist abgetrennt, die Kopfrückseite ist flach und wenig bearbeitet, was dafür spricht, dass der Kopf an dieser Stelle am Holzmöbel angebracht war. Der Hirsch als Motiv könnte hier vermutlich als Metapher für eine fruchtbare Landschaft dienen, Anzeichen für seine Bedeutung als Jagdtier existieren bei dieser Darstellung nicht.

nur Datensatz | Fotograf*in: Thomas Goldschmidt

CC0 1.0 Universell

Standort
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
Sammlung
Alter Orient
Inventarnummer
72/56
Maße
Höhe: 5.5 cm, Breite: 5.7 cm, Tiefe: 3.6 cm, Gewicht: 12.1 g
Material/Technik
Elfenbein; Blattgold; Farbmittel; Muschel; geschnitten; bemalt; inkrustiert; geschnitzt

Ereignis
Herstellung
(wo)
Phönikien
(wann)
Phönikien
Ereignis
Fund
(wo)
Arslan Tasch

Rechteinformation
Badisches Landesmuseum
Letzte Aktualisierung
12.07.2024, 10:56 MESZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Figur

Entstanden

  • Phönikien

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