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Schale (Gefäßkeramik)

Objektbeschreibung:
Die Schale zeigt einen Vogel in heraldischer Pose, dessen Körperteile floral stilisiert erscheinen und der im Schnabel eine Schmuckkette trägt. Die Felder des Grundes sind ornamental gefüllt, in zwei sich gegenüberstehenden Mustern, den Rand ziert eine Punktreihe. Das Vogelbild ist als Wiedergabe des Sternbildes Schwan (Cygnus) gedeutet worden. Die Schale gehört zur Gruppe der Lüsterkeramik. Dafür wird das Gefäß zunächst mit weißer, zinnhaltiger Glasur versehen und gebrannt; anschließend wird es mit einer kupfer- und silberhaltigen Mischung bemalt, die nach einem zweiten reduzierenden Brand (mit wenig Sauerstoff) die verschiedenen Lüstertöne erzeugt und das Gefäß in metallischem Schimmer erscheinen lässt. Diese Technik wurde im Irak im 9. Jahrhundert entwickelt; ein Hauptherstellungsort war das im Süden gelegene Basra. Die Schale kam bei den Grabungen des Museums für Islamische Kunst 1911-1914 in Samarra zu Tage. Die nördlich von Bagdad am Tigris gelegene Stadt war im 9. Jahrhundert für einige Jahrzehnte Residenz der ʿabbasidischen Kalifen. Daher fanden sich dort außergewöhnliche Luxusgüter, darunter die aufwendig herzustellenden und reich verzierten Keramiken.
Material/Technik:
Irdenware, opake weiße Glasur mit Lüsterbemalung
Maße:
Höhe: 8,5 cm
Durchmesser: 26,7 cm
Ereignis:
Herstellung
(wo):
Herkunft (Allgemein): Irak; Fundort: Samarra
(wann):
9. Jahrhundert
Klassifikation:
Gefäßkeramik
Standort:
Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer:
Sam 1102.1
Rechteinformation:
Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin
Letzte Aktualisierung: 28.06.2019, 13:41 Uhr

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Schale (Gefäßkeramik)