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Neuruppin, Rudolf-Breitscheid-Straße 16

Denkmalart:
Baudenkmal
Land:
Brandenburg
Kreis:
Ostprignitz-Ruppin
Ort:
Neuruppin
Ortsteil:
Neuruppin
Straße und Hausnummer:
Rudolf-Breitscheid-Straße 16
Bezeichnung:
Wohnhaus - Logenhaus
Beschreibung:
Denkmaltopographie Ostprignitz-Ruppin, Bd. 13.1, 1996, S. 141 f.
Wohnhaus (Logenhaus). Erbaut 1789 für Major von Bremer; gehörte Anfang des 19. Jh. Hauptmann Friedrich Wilhelm Ludwig v. d. Knesebeck. Das Haus 1815 von der 1812 gegründeten Freimaurerloge »Ferdinand zum Roten Adler« erworben. Nach Auflösung der Loge ab 1935 Sturmlokal der SA. Ab 1945 als Bürogebäude genutzt; seit 1958 Kinderheim des Deutschen Roten Kreuzes.
Stattlicher Massivbau an der Südseite des Bernhard-Brasch-Platzes. Die Putzfassade von einer tempelartigen toskanischen Kolossalpilasterordnung eingenommen. Rundbögen mit Girlanden bzw. antikisierenden Helmen über dem Haupteingang und den Erdgeschoßfenstern. Ein schwerer Triglyphenfries als oberer Fassadenabschluß. Durch ihre schlichte Gestaltung deutlich abgesetzt die äußere linke Gebäudeachse mit Nebeneingang, die erst Anfang des 20. Jh. angefügt wurde (zuvor Hoftor). Vor dem Haupteingang Terrasse mit seitlichen Sandsteineinfassungen (Palmettenornamente). Herausragendes Ausstattungsstück im Hausinneren die prächtige mehrläufige Treppe aus der Erbauungszeit. Ein Spiegel mit orientalischen Ornamenten vom Inventar des Logenhauses erhalten. Erste Umbauten am Haus 1815 nach dem Erwerb durch die Loge, ausgeführt von Baumeister Söhnel (Neuruppin).
Auf dem rückwärtigen Grundstück ein – heute nicht mehr vorhandener – Logensaal errichtet. Ende des 19. Jh., 1926 und nach 1945 weitere Umgestaltungen (u.a. Bau des rechten Seitenflügels und des Gartenhauses).
Das Logenhaus gehört zu den baukünstlerisch herausragenden Bürgerhäusern Neuruppins, das den hohen Gestaltungsanspruch beim Wiederaufbau nach dem Brand von 1787 veranschaulicht. Mit seiner monumentalen Kolossalpilasterfassade entfaltet es stadtbildprägende Wirkung. Die wechselvolle Geschichte des Hauses gewinnt durch ihre enge Verbindung mit der Freimaurerloge besondere Bedeutung.

Literatur: J. A. Becker, Geschichte der Loge Ferdinand Zum Rothen Adler ..., Neuruppin 1862; Br. Morchel, Geschichte der Loge Ferdinand zum roten Adler im Or. Neuruppin 1812-1912, Neuruppin 1911; Inventar 1914, S. 324; I. Rockel, Freimaurer zu sein, das bedeutet, Humanität zu üben, in: Märk. Zeitung v. 14.3.1991; Rockel 1992, S. 36.
Beteiligte:
Bremer, ? von [Bauherr]
Ereignis:
Datierung
(wann):
1789
Ereignis:
Umbau
(wann):
1815
Ereignis:
Umbau
(wann):
1886/1900
Ereignis:
Umgestaltung
(wann):
1926
Ereignis:
Umgestaltung
(wann):
nach 1945
Rechteinformation:
BLDAM
Letzte Aktualisierung: 11.04.2018, 17:39 Uhr

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