Archivbestand
Nachlass Dr. Wilhelm Schall, Finanzminister, DDP-Politiker (* 1882, + 1928) (Bestand)
Überlieferungsgeschichte
Der im folgenden verzeichnete Teilnachlaß von Wilhelm Schall wurde 1967 von Schalls Schwiegersohn, Regierungsvizepräsident Dr. Otto Neuffer, dem Hauptstaatsarchiv ohne Auflagen zur dauernden Verwahrung überlassen; er wurde zunächst von Oberstaatsarchivrat Dr. Uhland geordnet und vorläufig verzeichnet und in den Sammlungsbestand J 50 eingereiht und später beim Aufbau der neuen Bestands-Serie Q als Bestand Q 1/9 verselbständigt. Der Bestand enthält Schriftwechsel von Schall aus der Zeit von 1918-1928 (Nr. 1-36) und eine größere Anzahl von Manuskripten und Drucken von Vorträgen und Publikationen Schalls zu verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Themen (Nr. 37-116). Folgende Broschüren wurden 1967 dem Nachlaß entnommen und in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs eingereiht:
1. Wilhelm Schall, Frankreichs Volks- und Staatswirtschaft seit dem Krieg, Sonderheft zur "Deutschen Wirtschafts-Zeitung", Berlin 1926
2. Niederschrift über die IX. Verbandsversammlung des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes vom 20. März 1928 im Festsaal des Hindenburgbaus zu Stuttgart, Stuttgart [1928]
3. Wilhelm Schall, Das Privatrecht der Arbeitstarifverträge, Jena 1907
4. Wilhelm Schall, Probleme der deutschen Staatsreform, Schriftenreihe des deutschen Volkswirt, 4, Berlin 1928 (2 Exemplare)
Inhalt und Bewertung
Schall, Wilhelm (11.04.1882 - 17.12.1928), DDP-Politiker; 1919/1920 Direktor der Daimler-Motorengesellschaft in Bad Cannstatt/Württemberg, 1920-1921 württembergischer Minister für Arbeit und Ernährung, 1922-1924 württembergischer Finanzminister, 1924-1928 Mitglied des württembergischen Landtags (DDP), ab 1926 Vorstand des württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes.
Dr. Wilhelm Schall (*Reutlingen 11.4.1882, + Heilbronn 17.12.1928), im 1. Weltkrieg bis 1918 als Regierungsrat Vorstand der Fleischversorgungsstelle für Württemberg und Hohenzollern, stellte sich, wie die meisten Beamten der Innenverwaltung, am 9. November 1918 der neuen vorläufigen Regierung zur Verfügung und kam zunächst in das neu errichtete Arbeitsministerium, das von dem Sozialdemokraten Dr. Lindemann geleitet wurde. Als Mitglied der DDP übernahm er dieses Ministerium in der bürgerlichen Regierung Hieber für die Zeit vom 23.6.1920 bis 7.11.1921 als Arbeits- und Ernährungsminister und war danach von Februar 1922 bis 8.4.1924 Finanzminister. Von 1924 bis zu seinem Tod gehörte er dem Württembergischen Landtag an; seit 1925 war er zugleich Leiter des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbands.
1987 wurden die Titelaufnahmen von Dr. Uhland vom Unterzeichneten durchnumeriert und überarbeitet und der Bestand in 3 Archivboxen verpackt.
Der Bestand enthält 116 Büschel = 0,24 lfd. m.
Stuttgart, August 1987 Dr. Schmierer
- Bestandssignatur
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/9
- Umfang
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119 Nummern
- Kontext
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Politische Nachlässe
- Indexbegriff Person
- Bestandslaufzeit
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1909-1928 (1988, 1993)
- Weitere Objektseiten
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- Rechteinformation
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Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
- Letzte Aktualisierung
- 09.02.20262027, 07:59 MEZ
Datenpartner
Landesarchiv Baden-Württemberg. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- 1909-1928 (1988, 1993)