Kampfdrohnen - Killing Drones : ein Plädoyer gegen die fliegenden Automaten

Zusammenfassung: Drohnen mittlerer Flughöhe und langer Einsatzdauer entwickeln sich zu einem Bestandteil der regulären Luftstreitkräfte. Unklar ist allerdings noch das Ausmaß, in dem bemannte Flugzeuge durch solche »MALE-UAV« ersetzt werden (MALE = Medium Altitude, Long Endurance, UAV = Unmanned Aerial Vehicle). Deutschland steht derzeit vor der Entscheidung, mit welchen Mitteln die Luftwaffe mittelfristig (bis 2020) und langfristig (nach 2020) ausgestattet sein soll. Bei dieser Frage sind jenseits militärischer Erwägungen auch kooperations- und industriepolitische Aspekte zu berücksichtigen. Denn in Europa kann oder will kein einzelner Staat die finanziellen Mittel aufbringen, um ein nationales MALE-UAV-Modell zu entwickeln. Zwar hat die europäische Industrie bereits Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf den Weg gebracht; doch die Regierungen sind noch nicht mit an Bord. Unklar ist ebenso, ob Drohnen künftig bewaffnet sein sollen. Seit geraumer Zeit wird diskutiert, inwiefern gezielte Tötungen verantwortbar und zulässig sind. Dagegen fehlt es bislang an einer grundsätzlichen Debatte darüber, welche ethischen Konsequenzen der Trend zur automatisierten Kriegsführung hat. Eine solche Auseinandersetzung ist aber dringend geboten, denn die Eigendynamik der technologischen Entwicklung birgt die Gefahr, dass der Mensch als moralischer Akteur abdankt, wenn über den Einsatz von Gewalt zu entscheiden ist

Location
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Extent
Online-Ressource (8 S.)
Language
Deutsch

Bibliographic citation
SWP-aktuell ; 75/2012

Keyword
Europäische Union
Drohne
Militärischer Einsatz
Kriegführung
Flugkörper
Künstliche Intelligenz
Gezielte Tötung
Mitgliedsstaaten
Entwicklung
Waffe
Gerät
Erprobung
Modernisierung
Unbemanntes Flugzeug
Militärischer Einsatz
Waffensystem
Konzeption
Leistungsfähigkeit
Grundwerte
Deutschland
Deutschland

Event
Veröffentlichung
(where)
Berlin
(who)
Stiftung Wissenschaft und Politik
(when)
2012
Creator
Contributor
Linnenkamp, Hilmar
Stiftung Wissenschaft und Politik

URN
urn:nbn:de:101:1-2024020816003379034217
Rights
Der Zugriff auf das Objekt ist unbeschränkt möglich.
Last update
15.08.2025, 7:31 AM CEST

Data provider

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Time of origin

  • 2012

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