Inrô (Siegel-/Medizinbehältnis)

Inrô

Schreindiener mit Schirm, auf der anderen Seite tôrii im Regen.

Japanische Kimonos besaßen keine Taschen, und alles was, Männer üblicherweise mit sich führten, wie Geldbeutel (kinchaku), Behälter für Siegel, Siegelpaste und kleine Medizindosen (inro) sowie Tabaksbeutel (tabako-ire) wurden an einer Seidenschnur, am Gürtel (obi) baumelnd, getragen. Um das Durch- und Herabrutschen dieser Behältnisse zu verhindern, war an der Schnur das Netsuke (ne=Wurzel, tsuke=festmachen) angebracht, das, unter dem obi durchgeführt, die Funktion einer Halterung und eines Gegengewichts hatte. Alle diese Accessoires der Kleidung (unter dem Sammelbegriff sagemono - Dinge, die vom Gürtel hängen - bekannt) hatten neben ihrem praktischen Nutzen immer auch den besonderen Stellenwert von Schmuck.

Rechtewahrnehmung: Kunstpalast; Kunstpalast Düsseldorf, Foto: LVR-ZMB - A. Hiller/ARTOTHEK

Urheberrechtsschutz

1
/
1

Standort
Kunstpalast, Düsseldorf
Inventarnummer
mkp.P 2005-1024
Maße
(H x B): 4,6 × 10 cm
Material/Technik
Gold-hiramakie und vereinzelte okibirame auf Schwarzlackgrund; innen Schwarzlack
Ojime: Schwarze Glasperle
Netsuke: Hannya-Maske; schwarzer Kunststoff; H. 4,6 cm; spätes 19. Jh.

Klassifikation
Angewandte Kunst / Kunstgewerbe (Sachgruppe)

Ereignis
Herstellung
(wann)
19. Jahrhundert

Geliefert über
Letzte Aktualisierung
02.12.2025, 09:54 MEZ

Datenpartner

Dieses Objekt wird bereitgestellt von:
Kunstpalast. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.

Objekttyp

  • Inrô (Siegel-/Medizinbehältnis)

Entstanden

  • 19. Jahrhundert

Ähnliche Objekte (12)