Urkunde
Am 18. Februar 1739 nimmt der Notar .... im Auftrag des Johannes Falckenberg und des Alper, vereidigte Vormünder der minderjährigen Kinder des Johannes Schmitz, und mit Zustimmung des Vikars Schmitz und des Henrich Lenders als angeborene, in der Gegenwart der Zeugen Hubert Streithover und Johannes Pütt ein genaues Inventar der im Schmitzhaus zu Willich befindlichen Mobilien auf. Dabei werden festgestellt auf dem oberen Söller (=Speicher): 24 Malter 7 Faß Roggen, 3 Malter 1 Faß alte Erbsen, 2 Malter 5 Faß neue Erbsen, 5 Malter 6 Faß Buchweizen, 1 Malter 6 Faß verbranntes Malz, 3 Malter 4 Faß Flachssamen, .... 18 Malter. Samen, 1 Malter 8 Faß Sommergerste, ein Käserad, ein Salbölfaß mit einem eisernen Band. Auf dem mittleren Söller: 143 (hölzerne) Mühlenzähne, ein eiserner Pottofen, zwei ledige große Suppentonnen, eine alte Kiste, eine Saatkarre, zwei alte Grassensen, ein altes Faß mit ein wenig Spörgel-samen, ein Tönnchen mit einigem Mehl, ein eisernes Ofenrost, ein altes Hühnerhaus, ein unbekleideter Fliegenkasten (Vorratsschrank für Fleisch), ein Wachtelkästchen, eine hölzerne Estenrolle mit Seil, eine ledige Tonne, ein Tischschargen (Tischgestell ohne Platte), zwei Sesselschargen, ein Eichenbord. Auf dem Pfortzen (über der Hofeinfahrt): Fünf Sester (Hohlmaße), 4 Mattsäcke (zum Transport des "Gemähten", also des Heus; vgl. auch "Mattsackshof", Kraphauser Honschaft Willich), vier Sensen, ein paar alte Karrenschienen, eine Mang (flacher Korb) mit altem Eisen, noch eine alte Mang, eine wollene Decke, zwölf Rixel Senf, eine Stange mit gebeuteltem Weizenmehl, ein Sack von (=Fassungsvermögen) zwei Faß Buchweizenmehl, ein Sack mit fünf Faß ungebeuteltem, gemengtem Mehl; zwei Ofenpfeifen, .... Fuß lang; zwei eiserne Cortinen Roden (Gardinenstangen), ein kleines Kratz Kämpgen (Striegelbürste für Pferde?), eine große steinerne Kanne, zwei Paar neue Kuhseile, drei Plug-Leinen, eine Wachsleine, eine Mühlenmang (s.o.) mit großen Bohnen, ein Stängchen volltürkischer Bohnen, ein Tönnchen mit einem Sümmer (= 1/4 Malter) Salz, fünf Rahmen mit alten Gläsern, ein Sack mit gebeuteltem Weizenmehl;. - An Fleisch: 27 Seiten Speck, 211 Vor- und Hinterschinken, 11 halbe Schweinsköpfe, 6 große und 10 kleine Rauchstücke, 12 Schinkenbeißelen (Schweinefüßchen), 3 geräucherte Zungen, 11 geräucherte Stücke Rindfleisch, 17 Bratwürste. Auf dem Kämmerchen über der großen Stube nach der Straße zu: Ein dannener Renner (Bettstatt aus Tannenholz) mit 2 Betten, drei Kissen, und zwei Laken aus Werg; eine eichene Bettstatt mit gebräunten (?) Leinengardinen; zwei Betten, eines aus Drill, eines aus Flachstuch, mit einem Doppelsteiner Ziehgen (buntgewürfelter Bettbezug) zwei Kissen mit Doppelsteiner Bezügen; ein Pülffen (Oberbett) aus Wergtuch; zwei Laken aus gemengtem Tuch; ein tannener Mantelknopf, ein alter hoher Stuhl, ein Kruzifix mit Fuß. Aus der mittleren Kammer: Ein dannener Renner (s.o.) mit zwei Betten; ein gestreifter Bezug; zwei Kissen aus Drill, mit zwei Bezügen von Doppelstein; ein altes Pülffen (s.o.) aus Drill; ein Weglaken, zwei grobe und eine feine Sichel, ein Mehlsieb, zwei alte Wannen, ein alter Warenkorb, ein alter Marktkorb, ein Mantelknopf mit fünf Knöpfen. Auf dem neuen Kämmerchen nach der Straße zu: Eine Bettlade mit grünen Gardinen; ein Bett von neuem, breiten, gestreiften Drill; eine Gardine und eine Leinendecke; zwei Kissen aus Barsche, ein Pülffen aus gestreiftem Drill, zwei flachsene Kissenbezüge, zwei flachsene Laken, ein Zinnernes Nachtgeschirr, eine Fußbank, ein hoher hölzerner Stuhl, ein Kleiderschaff (Schrank) mit einem Schoß (Schublade), worinnen sich befinden: eine lederne und zwei Stoffhosen; ein altes, gelbes Stoffkamisol (Überziehrock); ein alter Laken-(Leinen)-rock, ein "scharsen" (charge = vornehm?) Kamisol, ein schwarzwollenes Kamisol, ein brauner Lakenrock, zwei alte Kamisole, ein Paar gestrickte wollene Strümpfe, eine schwarze Lakenheucke (?), ein schwarzseidenes "Camelenlieffgen" (Leibchen aus Kamelhaar), eine schwarze Schürze aus Kalamin (Wollstoff aus Kamel- oder Ziegenhaar), ein schwarzes Reyleibchen (Rei = Streifen), ein Rindstock ohne Knopf, eine wollene Decke, ein Hut, ein paar lederne Stiefeletten, zwei oberländische Brotdüffen, (Töpfe), ein steinerner Düffen, ein irdener Düffen, ein Sengeldüffen (Brattopf?) ein Bratspieß mit zwei Füßen, zwei eiserne Continenroden (s.o.), ein geflochtenes Weidenkörbchen, ein großer und ein kleiner Mantelstock, vier papierene Schildereien (Bilder). Auf der neuen Kammer nach der Straße zu: Ein Faß von 2 1/2 Ohm, ein Faß von 1 1/2 Ohm, ein kleiner Spiegel mit schwarzem Rändchen und zwei kupfernen Tragnägeln, sechs kleine Schildereien; ein angestrichenes ovales Teetischchen; ein großer ovaler Eichentisch mit einem dazugehörigen Rahmen; vier weidene Tischringe, ein hängendes Teetablettchen, drei zinnene und ein kupfernes Trinkpöttchen, ein Muttergottesbildchen aus Holz, ein kupfernes Milchpöttchen eine blecherne Teebüchse, ein Kruzifix mit einem Fuß; drei große und zwei kleine gläserne Bottelgen (Bouteille = Flasche) ein Gesundheitsglas mit Deckel, ein Streicheisen mit zwei Bülsen (Bügeleisen mit zwei Dellen, wohl durch Fall); ein Baumölfläschchen aus Glas, eine Nagelzange, zwei Wein- und zwei Branntweingläser, vier Bücher, ein rundes und ein plattes (flaches) gefloch¬tenes Körbchen; ein Raum Stineggen (verm. Holzkohlebecken) mit einem Deckel; vier hohe Holzstühle, ein Mantelstock mit neun Knöpfen; ein Kleiderschaff (s.o!) das dem Herrn Vikar Schmitz gehört, worinnen sich befinden: eine Kippwaage mit Kupferbeschlag, eine Gewürzlade, ein Weidenkörbchen, 16 breitgestreifte, gewürfelte Kissenbezüge, zwei große neue und ein kleiner gestreifter, gewürfelter Überzug, drei bebilderte und zwei gewürfelte, verschlissene Überzüge; ein alter weißer Überzug; zwei alte, weiße und ein bunter Kissen¬bezug; fünf alte, bunte Leinengardinen; drei kleine, bebilderte Tischtücher, sieben feine, große bebilderte Servietten und sieben weitere, auf denen Tannenbäume abgebildet sind; 21 alte, feine und bebilderte Servietten, elf feine, weiße Kissenbezüge aus Flachs; drei gemeine, grobe und bebilderte Handtücher; drei gemeine leinene Handtücher; elb bebilderte, feine Handtücher; 16 Männerhemden; neun feine, bebilderte Tischtücher; sechs grobe, bebilderte Tischtücher; ein leinenes Tischtuch; eine Violine mit Streichbogen, acht Paar Flachslaken; neun gemeine, grobe Laken; ein großes Gebetbuch, rundum stark mit Silber beschlagen; ein Trauerfloor; 19 Pfund Werggarn; 4 Pfund gehechelter Flachs; ungefähr 7 Pfund kleines Werggarn; fünf paar Vormärchger (Manschetten); 6 weißleinene Männerschlafmützen; zwei weiße Unterkamisöle aus Barche; 13 Nesselhalstücher;13 schlechte leinene Halstücher; 5 Gardinen für kleine Fenster mit Rödtgen (kleine Gardinenstangen). Auf der Kammer nach dem Hof zu: 36 Zinnteller, 1 Suppenschüssel samt Löffel, 13 mittelgrpße Schüsseln, ein kleines Zinn-Kümbgen (Schüssel), 2 Kannen, 2 Halbkannen, ein zinnener Pint (Flüssigkeitsmaß) 3 halbe pinten, ein Mäßchen, ein Mostartz-(Mostrich, Senf) pott mit Löffelchen, zwei mittelgroße Zinnkumpen (tiefe Schüssel), eine kupferne Spritze, ein kupferner Reifen, eine Kasserolle, ein Coffur (Kohlebecken zum ölsieden und Pfannekuchenbacken) mit kupfernem Teller, ein Zinnenes Salzfaß, zwei Zinnleuchter, 23 Zinnlöffel, ein blecheisernes Käsebänkchen, ein Helffgen (Halblitermaß) aus Blech, eine kupferrote Waage mit einem halbpfündigen Einsetzel (Gewichtsstein), drei eiserne Leuchter mit zwei Lichtscheren, ein halber Kupferleuchter, zwei Schreibleyen (Schiefergriffel), eine Blechpumpe, eine kupferne Bettpfanne (Fußwärmer) zwei zinnerne Weinkannen, davon eine mit Zinndeckel, ein kleiner Blechbecher, eine Kleiderbürste, drei gepflochtene Körbchen, ein weiß porzellanenes Kümmchen (Schüssel, s.o.) ein kleiner Spiegelrahmen, ein kleiner eiserner Bratspieß, ein hoher Stuhl, eine eichene Bettsatt mit Fußbank und grünen Webgardinen; ein Unter- und Oberbett, mit Pülffen (s.o.) und zwei Kissen, und mit einem gewürfeltem Bezug überzogen; ein Flachslaken, ein kupferner Schießkrahn (Zapfhahn); ein grobes, bebildertes Handtuch; 2 leinene Fenstergardinen mit eisernen Stangen; 6 Tafelmesser mit schwarzen sechteren (Griffen); 6 eiserne Gabeln, ein Hargetaw (Webstuhl); eine Kuhkette, ein altes Handbeil, eine große Wachskerze;. - Eine große Eichenkiste worinnen sich befinden: Ein ovales Körbchen, ein neuer, bebilderter Bezug, eine neue Bettdecke mit kleinem Würfelmuster; ein bebilderter Bettbezug, 16 brabantischagroß; 2 bebilderte Kissenbezüge, 2 Kissenbezüge mit Würfelmuster; ein neuer Bettbezug aus Drill mit ebensolchen Kissenbezügen; ein Schürtzel aus Baumbast (Küferschürze zum Keltern, Vorläufer der Lederschürze); ein grobes, bebildertes Stück Tuch, 12 brabantische Ellen groß; ein feines, bebildertes Tuch, 15 brabantische Ellen groß; ein schmales Stück Flachsleinen, 7 Ellen brabantisch groß; 7 schmale Stücke Flachstuch, jeweils 7, 11 1/11, 22, 18, 14, 22, 12 1/2 brabantische Ellen groß; 2 breite Stücke gemengten Tuchs von jeweils 10 Ellen; 22 Kindergingger (Kindermätzchen), 30 Treckmützen, 11 kleine Kinderhemden, 3 Untermützen aus Barche, zwei Schnupftücher aus Nesseln, ein feines aus Leinen mit (Zier-Kanten); 7 alte leinene Schnupftücher; 2 alte doppelte Kindertücher und eine Kinderwinde], sechs Kinder Nabelbinden; ein Paar Manschetten. - An Silber: ein silberbeschlagener Gürtel, aus Seide gewebt, mit silberner Krempe, außen mit einer silbernen Schier (scherenförmige Schließe) und silbernen Ketten; ein mittelgroßes Kreuz an einem Rosenkranz, zwei silberne Halskreuze; zwei Agnus Dei, mit einer Verbindungskette; ein altes Ohreisen; ein lederner Gürtel, mit Silber beschlagen; ein kleines, feines Silberkettchen; ein großer Trauring; drei plastisch gearbeitete und zwei flache Hemdknöpfe; sechs flache Mauen (Manschetten) -Knöpfe; ein Paar silberne Schuhschnallen mit silbernen Hacken, sechs silberne Löffel; ein kleines, dickes Geldstück, das auf einer Seite zwei Köpfe zeigt und dem Franz Söhmitz gehört, noch ein Geldstück, das auf einer Seite einen großen Kopf zeigt und der Catharina Elisabeth Schmitz gehört; noch ein großes Geldstück mit den Worten "Monasterium Westphalicum", das dem Peter Schmitz gehört. In der kleinen Eichenkistewirde gefunden: Fünf schmale Stücke feines Leinentuch, jeweils 17 1/2, 16 1/2, 16 1/2, 22 1/2 und 12 brabantische Ellen groß; ein breites Stück gemengten Tuchs von 8 3/4 Ellen, ein schmales Stück Bastardstuch, 1 Elle; ein Läbgen (Streifen) von 3/4 Ellen feinem, schmalen Tuch; ein Stück von 11 3/4 Ellen grobem Wergtuch; ein Stück ungeschlachten, groben Wergtuchs von 15 Ellen; ein mittelgroßes, bebildertes Stück von 18 3/4 Ellen; ein Stück groben, bebilderten Tuchs von 17 1/4 Ellen; zwei Schläge ungebleichten Wergtuchs; ein schmales Stück ungebleichten Flachstuches von 41 Ellen. In einer großen Eichenkiste: Neun Hemden der verstorbenen Frau Schmitz; 5 gebrauchte Servietten; 2 leinene Bindekittel für die Magd; 2 schwarze, grobe Tischtücher; 2 schwarze, grobe bebilderte Handtücher; ein Stück grieses Wergmühlentuch von 20 3/4 Ellen. Im Pferdestall für die Reisenden: Eine Pferdekrippe mit Raufe und einer alten Fuhrkiste. Im anderen Pferdestall oder Futterhaus: Zwei alte Bettstätten mit 2 Unter- und Oberbetten; 3 Kissen, 2 Pülffen und Oberbetten mit gestreiften Bezügen; eine alte Futterkiste, 2 Bettlaken, eine Blechleuchte, 2 Pferde, 3 Dreschhammer, ein Reitkissen mitwollenen Treibzäumen und Haltern; 2 lange und eine alte Karre, jede mit zugehörigem Gezeug; ein eisenbeschlagenes Meßfaß, ein eisenbeschlagener Futtereimer. Auf dem Heuschuppen: Eine Bohle von 17 Eichenplanken, jede ungefähr 10 Fuß lang, und 1 1/2 breit; 3 Wagen mit Heu; eine Hächselbank samt Scheidemesser; ein Bollen-(Zwiebel)-korb, eine Schoßgabel. m Holzschuppen: Etliche hundert Bohnenstangen, ungefähr 200 Schanzen, 2 Maß Eichenholz, 8 geschnittene Eichenbalken, 8 große Liedberger Steine für eine Putzsichel (Schleifstein?); 3 Eichenschwaden (Heurechen) und 2 Bretter. Im Back- und Brauhaus: zwei Eichenhölzer, eins rund, eins Kantig; elf Fässer, teils 1 1/2, teils ein Ohm groß; ein großer und ein kleiner Tannenträger (Untergestell aus Balken), 3 Flotzen (Keile zum Abstützen der Tonne), ein großes altes Küffen (Bottich), ein beschlagenes Küffen, eine neue Braupfanne mit Bütte, Schiff und Rinne; eine Backmulde mit Deckel, 2 Riegelhölzer von ungefähr 7 Fuß; ein großer Haustock; eine kleine Leiter mit 11 Sprossen; 2 Stock-Braugabeln, eine Ast-Braugabel, ein Ofenschütter. Im Kuhfutterhaus (Kuhstall): Sieben Kühe mit ihren Ketten; 3 Rinder, ungefähr drei Jahre alt, mit ihren Ketten; ein großes Futterküffen; ein großer eiserner Breikessel; ein Futtereimer mit eisernen Bändern, ein Stoßeisen, eine Mistgabel, eine Waschmang (Wäschekorb). Auf dem Hof: 4 Gänse, 2 geschnittene Karrenäste, ein altes Karrenrad (mit seinem Beschlag), ein 1 1/2 Ohm fassendes Faß, 2 Schrauten (Truthennen) mit Hahn, 2 eisenbeschlagene Eimer, ein eisengeschlagener Wasserzugeimer, ein Riegelholz, ungefähr 8 Fuß lang und 1 1/2 Fuß breit; 2 alte, kleine Küffgen; 25 Hühner. Im alten Pferdestall: Eine Krippe mit Raufe, ein Teerfaß. In der Scheuer: Eine alte Wanne, 2 Dreschflegel, eine Harke, 2 Eichenbretter. Im Schweinestall: Zwei tragende Krämen (Sauen). Im Spülhäuschen (Waschküche): Ein Eimer mit kupferroten Bändern, ein großer Milcheimer mit hölzernen Bändern, ein kleiner Eimer mit zwei eisernen Bändern, ein Kupfersieb, ein großer und ein kleiner kupfernder Morian (Schüssel mit Henkeln), ein kleiner Kupferkessel, ein mittelgroßer roter Kupferkessel, ein Mlcheimer mit drei Eisenbändern, ein kupferner Düffen (s.o.) ein Kupfertiegel, eine zinnene Schmilzgöße (Schmelzgußform), 2 hölzerne Buttermehlen (Mulde zum kneten der Butter), 3 steinerne Nachtgeschirre, eine große eiserne Bratpfanne, eine eiserne kalte Hand (Greifform zum Wegziehen der Töpfe vom Herd), ein hölzernes Käsebecken, ein kleines, hölzernes, ovales Spülküffgen, ein kleiner hölzerner Trichter, 2 Milchfäßchen, ein kleines Milchstängchen, ein Butter-Drehfaß mit Untergestell, ein kleines Hackbrett. Im Saal hinter der Küche: Ein großer ausgezogener Tisch, eine große Käseprsch (Presse), eine bretterne Saalwaage mit drei eisernen Ge-wichtsteinen, eine Mang (s.o.) ein Muskorb, ein kupferner Wandleuchter, ein langer Tisch. Unten in der großen Stube nach der Straße zu: Ein eichener ovaler Tisch mit einem Gewerb(?) Fuß; ein großer, langer Tisch, ein lange Bank und einige Bänke, die rundum in der Stube aufgestellt sind; 5 Spinnräder mit ihrem Zubehör, 7 hohe, hölzerne Stühle, eine Kinderwiege, die im Haus bleibt, und ein Kissen mit gewürfeltem Bezug; zwei Mantelstöcke und ein großer Milchkasten, die alle im Haus bleiben; ein kleines, aufklappbares achteckiges Tischchen. In der Küche: Ein kupfernes Kohlkesselchen, ein großer Tisch mit Schargen (s.o.) und 3 Bänken, ein eichener Speisekasten mit 2 Türen, ein großer und ein kleiner Eisentopf mit Kupferdeckel, 3 flache, eiserne Töpfe, eine kupferne Stehlampe, 4 Eisenlampen, eine Ölgüß (Abfüllkanne) aus Blech, ein Tellerbrett mit etlichen Holztellern; drei oberländische flache Düffen, eine große gegossene Kaminplatte am Herd, ein Coufour aus Eisen und eins aus Kupfer (Kohlebecken s.o.) ein großer kupferner Schinkenkessel; 2 Eisen, mit Knöpfen am Herd be¬festigt; ein großer runder gelber Kupferkessel; 2 Kupferkesselchen, 2 kupferne Eicker (Gewichte?), noch ein runder Kupferkessel; eine Bierteute (Kanne) mit kupfernen Bändern, 2 eiserne Höhle (Vorrichtung zum Aufhängen der Töpfe über der Feuerstelle, in der Höhe verstellbar), 3 eiserne Roste, 3 kupferne Schöpflöffel mit einsernen Stielen, 2 kupferne Schaumlöffel, ein großes eisernes Rühreisen, noch 2 Rühreisen, ein kupferüberzogener Tiegel, ein eiserner Brandtrichter, 2 Dreifüße, 2 eiserne Fleischgabeln, ein Sackmesser, ein doppeltes Kappesschaaf (Vorrichtung zum Schaben des Kohls), eine hölzerne Salztrommel, ein Heringsgalgen, eine große Schabell (Schemel) eine Sittelkiste, ein schwarzes Tischtuch. In der Spingen: Zwei Kuchenpfannen, 2 Kücheneisen, ein Handbeil, 2 eiserne Feuerschüppen, 2 Feuerzangen, eine Blaspfeife (Blasebalg); ein kurzer, eiserner Karrennagel, ein großer eiserner Topf. Im vorderen Keller: Zwei leere Tonnen, 3 kleine Weinfässer, ein halbes Ohm groß; 2 große Eichenbretter, jedes 12 Fuß lang und 1 1/2 Fuß breit; 3 Riegelbretter, 6 Fuß lang und 1 1/2 breit; zu beiden Seiten des Kellers geschnittene Lagerbäume (Abstellbretter); ein großer Tisch, ein lederner Eimer, ein hoher Holzstock, ein Schargen (Holzrahmen). Im hinteren Keller: Ein Ohrküffgen (Bottich mit Griffen) mit einigem kleinen Fleisch; 3 irdene Düppen (s.o.) mit etwas Butter; 6 Fässer teils mit Bier, Öl und Wein gefüllt, teils leer; ein großes steinernes Düppen voll Schweineschmalz, Gesamtgewicht 84 Pfund; an einer Kellerseite vier Milchschäffer mit ihrem Gestell (Regale zur Aufbewahrung von Milchkannen), die im Haus bleiben; ein dreistempeliger Stuhl (mit 3 Beinen); an einer Seite Kellerlager (Regale), die im Haus bleiben; ein hoher Stuhl. In der Magdkammer: Eine alte Bettlade, ein Bett, 2 Kissen, ein Pülffen und ein Werglaken. Im Bongardt (Baumgarten): Einige abgerissene Stöcke (Stämme und Äste) für Brauholz, taxiert auf 4 Reichstaler; der Schmied hat einiges altes Eisen für 1 Reichstaler 40 Stüber gekauft, die der Alper als Vormund empfangen hat. Herr Spechs hat die beste Karre mit Klinken und Brocken (Quer- bzw. hochstehende Seitenbretter) für 14 Reichstaler 30 Stüber für sich behalten. Auf der Windmühle: Zwei alte Betten, jedes mit einem Ober- und Unterbett, 2 Kissen und einem Pülffen; eine Tonne, Inhalt: 1 Ohm, ungefähr mit einem halben Malter gemengtem Gut (Getreide) gefüllt; eine hohe Tonne aus Tannenholz mit 6 Faß Malz ge¬füllt; eine Dreckschüppe, eine Harke, ein Handbeil, ein Beitel (Stechmesser), ein Nagelbohrer, ein eiserner Hammer, ein Handkörbchen, ein Stichhammer, 18 Hühner und ein Hahn. Ungefähr ein Malter Pferdegut (Pferdemist), ein Mistfaß mit eisernen Beschlägen; 5 Malter und 6 Faß Roggen; eine Tonne mi aus Tannenholz und 2 alte Mühlensteine, von denen einer unter der Mühle liegt. 3 Hölzer, die unter der Mühle, und 3, die daneben im Wasser liegen; eine eiserne Balkenwaage auf der Mühle, das Mühlenpferd mit Karre. Die verzeichneten Gegenstände werden am 20. Februar 1739 im Schmitz-Hause und in Gegenwart der genannten Vormünder und Zeugen in vier gleiche Teile geteilt und mittels Los an Maria Catharina, Franz, Chatarina Elisabeth und Peter Schmitz verteilt. Am 2. Juli d.J. erfolgt die Aufteilung der Länderei; erhalten ist nur die Aufzeichnung des Anteils der Maria Catharina Schmitz. Org. Pap. besch.
- Archivaliensignatur
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4
- Kontext
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Familienarchiv Schmitz
- Bestand
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A III 13 Familienarchiv Schmitz
- Laufzeit
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1739 Februar 18
- Weitere Objektseiten
- Geliefert über
- Letzte Aktualisierung
- 09.01.2026, 10:22 UTC
Datenpartner
Kreisarchiv Viersen. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Urkunden
Entstanden
- 1739 Februar 18