Archivale

Zeitungsverbote, Bd. 18

Enthält:
- "Volksparole" (Düsseldorf); Zeitung: NSDAP 29. Sept. 1931 - 24. Okt. 1931. Verbotsgründe: Wegen der in Nr. 182 vom 23. September, Nr. 183 vom 24. September und Nr. 185 vom 26. September veröffentlichten Artikel "Wieder ein roter Mord!" "Blut klagt an!", "Die schwarze Schmach!", "Herhören Briand!", "Den Dolch im Gewande ..", "A Berlin! A Berlin!" und "Die Nationalsozialisten fordern: Schluß mit der Deutschenverfolgung! .. Zuchthausanträge gegen deutsche Arbeiter ..", in dem von "prassenden Kurfürstendammkapitalisten und fettstrotzenden jüdischen Amüsierpöbel von Berlin W" gesprochen wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Nationalpost" (Berlin); Zeitung: nationalsozialistisch 10. Okt. 1931 - 20. Okt. 1931. Verbotsgründe: Da die Zeitung Ersatz für den verbotenen "Angriff" darstellte, wurde sie beschlagnahmt und verboten. Ohne Exemplar.
- "Proletarische Freidenkerstimme" (Berlin); Zeitschrift: KPD 12. Okt. 1931 - 15. Jan. 1932. Verbotsgründe: Wegen der in Nr. 8 von Oktober 1931 enthaltenen Artikel "Bilder vom Katholikentag" und "Erlebnis mit Nonnen im Gefängnis, Lilie der Keuschheit" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Havel-Zeitung" (Kirchmöser); Zeitschrift: 13. Oktober 1931 - 9. Nov. 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 81 vom 6. Oktober enthaltenen Artikels "Handel mit Menschenfleisch in Deutschland. Wir enthüllen .. wie man in Deutschland die Arbeitslosigkeit durch Handel mit Menschenfleisch beseitigen will. Wir zeigen .. daß durch Geheimabkommen im Young-Plan deutsche Jungen und Mädel zwangsweise exportiert werden sollen, und daß man ihre Arbeitsleistung auf Konto der Reparationen Deutschlands verrechnen will" wurde die Zeitschrift verboten.
Je 1 Exemplar der Nr. 81 und der Nr. 82.
- "Der Volkswart" (Kirchmöser); Zeitschrift: Beilage der Havel-Zeitung 13. Okt. 1931 - 12. Jan. 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 10 vom Oktober 1931 veröffentlichten Artikels "Scheuerkonzern - Ein ungeheuerlicher Brotpreisskandal! Wer ist der Scheuerkonzern? .." wurde die Zeitschrift verboten.
Je 1 Exemplar der Nr. 10 und der Nr. 11.
- "Reichswächter" (Osnabrück); Zeitschrift: 13. Okt. 1931 - 14. Dez. 1931. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 13 und 5 Ziffer 1 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen der in Nr. 38 vom 9. Oktober veröffentlichten Artikel "Ausnahmezustand über Deutschland. Heinrich, mir graut vor dir." "Nun hört langsam der Bindfaden auf .." "Ihrer Weisheit letzter Schluß" und "Curtius a. D." verboten. Ohne Exemplar.
- "Nationalsozialistische Schlesische Tageszeitung" (Breslau); Zeitung: NSDAP 14. Okt. 1931 - 3. Nov. 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 180 vom 14. Oktober veröffentlichten Artikels "Wir wollen nichts mehr von euch hören", in dem es heißt: "Die Reichstagsfraktion der NSDAP hat darauf verzichtet, von den vermeintlichen Lebensäußerungen galvanisierter Regierungsleichen Notiz zu nehmen und ist deshalb der Erklärung, die der Reichskanzler abgab, ferngeblieben" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Niedersächsische Tageszeitung" (Hannover); Zeitung: NSDAP 15. Okt. 1931 - 7. Dez. 1931
31. Okt. 1931. Verbotsgründe: Wegen des Leitartikels von Nr. 171 vom 14. Oktober "Von Harzburg nach Berlin", in dem es heißt: "Wir der Reichstag nicht aufgelöst, so gibt es keine irdische Gewalt, und verkoppele man noch so eng die Ministerien der Exekutive miteinander, die Entwicklung in legalen Bahnen zu halten." wurde die Zeitung verboten aufgrund der §§ 13 und 5 Ziffer 4 des Republikschutzgesetzes. Ohne Exemplar.
- "Braunschweiger Tageszeitung" (Hannover); Zeitung: NSDAP 17. Okt. 1931. Verbotsgründe: Die Zeitung stellte ein Ersatzblatt für die verbotene "Niedersächsische Tageszeitung" dar und wurde ebenfalls verboten. Ohne Exemplar.
- "Recht und Moral" (Magdeburg); Zeitschrift: Organ der Deutschen Einheitspartei für wahre Volkswirtschaft 17. Okt. 1931 - 15. Apr. 1932. Verbotsgründe: Wegen der in Nr. 9 veröffentlichten Aufsätze "Die Begründung zum Reichsgericht" in dem von "Irreführung und Täuschung des Volkes" gesprochen wird, "Eine Begründung unseres Mitarbeiters Max Kunze in Dresden" und "An die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Dresden", in dem es heißt: "Da die Reichsbank als ein Richterasyl anzusprechen ist, muß man vermuten, daß die Richter von der Reichsbank direkt bestochen worden sind" wurde die Zeitschrift verboten.
1 Exemplar der Nr. 9.
- "Hört ! Hört !" (Northeim/Hannover); Zeitschrift: NSDAP 17. Okt. 1931 - 19. Feb. 1931
Dez. 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 9 vom 3. Oktober veröffentlichten Artikels "Die Sozialdemokratie ist eine Judenpartei", in dem die Juden und ihre Religion angegriffen und beschimpft werden, wurde die Zeitschrift verboten.
3 Exemplare der Nr. 9.
- "Nordhäuser Echo" (Nordhausen); Zeitschrift: KPD Nordhausen und Magdeburg 20. Okt. 1931 - 19. Dez. 1931. Verbotsgründe: Wegen in Nr. 5 gemachter Ausführungen "Wir wollen die Schlagwetteratmosphäre verbreiten. Lärmt ! Vorbereitet ! Übt Euch! Was wir wollen ! Wir wollen den Endkampf der Befreiung des Proletariats vom Joche des Kapitalismus. Durch die Lehre Lenins .. Wir wollen .. Europa umändern in ein Land glühender Rebellen." wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.

Archivaliensignatur
I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 52
Alt-/Vorsignatur
Nr. 21 Bd. 18

Kontext
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II – Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 – Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.02 Zensur und Überwachung der Medien (1926 - 1934)
Bestand
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern

Laufzeit
1931

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Letzte Aktualisierung
20.08.2025, 13:41 MESZ

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Objekttyp

  • Archivale

Entstanden

  • 1931

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