Fragen & Antworten

Grundlagen der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB)

Was ist die DDB?

Die DDB ist das zentrale, vollständig in öffentlicher Verantwortung betriebene nationale Zugangsportal für Kultur und Wissenschaft in Deutschland. Ihr Ziel ist es, die digitalen Angebote der deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen sukzessive miteinander zu verlinken und zugänglich zu machen.

Die DDB ist der nationale Datenaggregator für die Europeana.

Die DDB ist ein Netzwerk der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland. Sie ermöglicht und fördert deren Vernetzung, den Aufbau von Kooperationen und die Entwicklung und gemeinsame Nutzung von Diensten und neuartigen Werkzeugen. Diese ermöglichen insbesondere neue und effektivere Formen der Präsentation, Verwaltung und Verarbeitung von digitalisierten Inhalten.

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Was wird in der DDB angeboten?

Kurz gesagt: das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Deutschlands in digitaler Form.

Darunter fallen digitalisierte Bestände und Erschließungsinformationen aus Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Bibliotheken, Archiven, Museen, Denkmalämtern, Mediatheken sowie Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Die DDB stellt den zentralen Zugang zu den digitalen Abbildern von Büchern, Urkunden und Akten, Gemälden, Statuen, Installationen, Denkmälern bis hin zu Filmen und Musik her.

Die Anzahl der Objekte in der DDB steigt kontinuierlich. Unterhalb des Suchschlitzes auf der Startseite wird die aktuelle Gesamtanzahl der Objekte angezeigt. Außerdem wird ausgewiesen, wie viele Objekte davon ein Digitalisat enthalten.

Eine Landkarte, auf der eine ständig steigende Anzahl an Einrichtungen und Institutionen verzeichnet sind, bietet einen einzigartigen, ständig erweiterten und aktualisierten Überblick über die Kultur- und Wissenschaftslandschaft in Deutschland.

Ziel der DDB ist es, digitale Objekte aus allen Sparten und in allen denkbaren Medienarten (Text, Ton, Bild, Film) anzubieten. Einzelne Bereiche sind derzeit stärker repräsentiert als andere. Ein Schwerpunkt liegt beispielsweise auf Bibliotheksbeständen, weil hier bereits früher als in anderen Sparten mit der Digitalisierung begonnen wurde. Auf lange Sicht soll ein möglichst umfassendes Gesamtangebot geschaffen werden.

Die DDB hält die eigentlichen digitalen Bestände in der Regel selbst nicht vor. Über die DDB gefundene digitale Objekte werden in ihrer vollständigen und hochauflösenden Fassung in den Webportalen der beteiligten/liefernden Einrichtungen gezeigt, auf die von der DDB aus verlinkt wird.

Die DDB weist nicht nur digitale Bestände nach, sondern bietet zum Teil auch reine Erschließungsinformationen an – in erster Linie für Materialien aus Archiven, die (noch) nicht digital vorliegen. Damit schließt sie die Lücke eines zentralen Nachweisinstruments in Deutschland für Erschließungsinformationen und digitalisiertem Archivgut.

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Wer kann die DDB nutzen?

Die Betaversion ist ab dem 28. November 2012 im Internet frei verfügbar. Jeder kann hier seine privaten oder beruflichen Interessensgebiete verfolgen, sein Wissen vertiefen und neue Anregungen erhalten. Touristen und Kulturinteressierte können sich komfortabel über das kulturelle Angebot und die Wissenschaftseinrichtungen einer Stadt oder Region informieren. Besonders interessant ist die DDB auch für Wissenschaftler, Studierende, Lehrer und Schüler. Journalisten und Verlage finden hier Informationen für ihre Publikationen. Und die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen können die DDB als Austauschplattform für Dienste, Werkzeuge und Daten verwenden, damit ihre eigenen Inhalte verbessern und ihre Aktivitäten miteinander vernetzen.

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Wie barrierefrei ist das DDB-Portal?

Das DDB-Portal ist von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) auf Barrierefreiheit hin untersucht worden. Grundlage der Evaluation war der aktuelle Anforderungskatalog der dafür einschlägigen BITV 2.0. Im Ergebnis erhielten alle Bereiche des Portals Bewertungen deutlich über 90 Punkten und einen Durchschnittswert von 93 Punkten. Das Portal ist damit auch für blinde und sehbehinderte Nutzer sehr gut geeignet.

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Suchfunktion

Wie kann man nach Inhalten in der DDB suchen?

Das Portal bietet klassische Suchfunktionen, mit denen über Suchbegriffe im Gesamtbestand recherchiert werden kann. Darüber hinaus steht eine erweiterte Suche zur Verfügung. Zur Verfeinerung der Suchergebnisse bzw. als alternativer Sucheinstieg stehen unterschiedliche Filter bereit, auch Facetten genannt. Bei entsprechender Auswahl in dieser facettierten Suche verändert sich die Ergebnisliste dynamisch. Zukünftig werden Suchergebnisse darüber hinaus mittels einer Karte visualisiert und verfeinert werden können. Außerdem können Nutzer zwischen gefundenen Objekten anhand semantischer Bezüge navigieren und dadurch auch unerwartete Inhalte und Zusammenhänge erschließen. Auf so genannten Personenseiten werden Informationen zu Künstlern, Autoren usw. zusammengestellt, von denen man wiederum auf Objekte in der DDB gelangt, mit denen die jeweilige Person in Beziehung steht. Hier zeigt sich der große Vorteil der DDB, die Sammlungen aus unterschiedlichen Kontexten nach fachlichen und nicht nach technischen Kriterien zusammenführt und dabei Verbindungen und Querbezüge deutlich werden lässt, die auf den Angeboten einzelner Institutionen oder domainspezifischer Angebote (z.B. reine Bibliotheksportale) nicht sichtbar werden. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal der DDB.

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Welche Filter/Facetten stehen zur Eingrenzung der Suchergebnisse zur Verfügung?

Bislang sind folgende Facetten (Suchfilter) vorhanden: Zeit, Ort, Person/Organisation, Stichwort, Sprache, Rechtsstatus, Verwendbarkeit, Medientyp, Sparte, Datengeber. Es besteht die Möglichkeit, zwischen Rollen zu unterscheiden, die eine Person in Bezug auf ein Objekt haben kann (“Beteiligt an“, z.B. ein von Goethe verfasstes Werk, und „Thema in“, z.B. eine Goethe-Biografie). Die Zeitfacette erlaubt die Einschränkung der Suchergebnisse auf einen frei und tagesgenau auswählbaren Zeitraum. Dabei kann angegeben werden, ob die Datierung ganz oder teilweise in den gesuchten Zeitraum fällt. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme, eine weitere Ausdifferenzierung der Facetten, beispielsweise für Orte, ist bereits geplant.

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Weiterentwicklung

Wie sieht der Fahrplan für die Zeit nach der Veröffentlichung der ersten Vollversion aus?

Auch nach Abschluss der Beta-Phase sind kontinuierliche Verbesserungen an den unterschiedlichen Komponenten der DDB vorgesehen – insbesondere am Portal und mit dem Ziel gesteigerter Datenqualität. Dabei wird weiterhin auch das Feedback der Nutzer berücksichtigt.

Als nächste Erweiterungen sind unter anderem Discovery-Funktionen sowie die weitere Verbesserung der Suche und die Vernetzung von Objekten vorgesehen.Weitere - von Experten kuratierte - virtuelle Ausstellungen werden die Diversität der über die DDB zugänglichen Kulturgüter anschaulich machen. Außerdem werden beteiligte Einrichtungen sich über die DDB-Plattform austauschen können. Dazu wird ein so genanntes Service-Portal entwickelt.

Die in einer ersten Version seit November 2013 verfügbare  öffentliche Programmierschnittstelle (engl.: application programming interface, API) bietet bereits jetzt die Möglichkeit der dezentralen Entwicklung von Diensten rund um die DDB – etwa dezidierte Anwendungen für Smartphones und Tabletcomputer. Das API wird ebenfalls beständig weiterentwickelt und weiteren Anforderungen angepasst und soll zukünftig noch stärker Szenarien im Sinne von Linked Open Data (LOD) unterstützen.

Die DDB ist also auch nach der Veröffentlichung der ersten Vollversion nicht „fertig“, weil der Prozess der Digitalisierung des ungemein vielfältigen deutschen Kulturguts noch lange nicht abgeschlossen sein wird, immer wieder neue Werke entstehen, die aufgenommen werden müssen und stets die aktuellen technischen Entwicklungen zu berücksichtigen sein werden.

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Was ist in Richtung Erweiterung der Inhalte geplant?

Schon mit dem Start der DDB rückte die Gewinnung von Kooperationspartnern und Datengebern und damit der Ausbau der für den Nutzer sichtbaren Datenbestände in den Vordergrund, inzwischen hat sich dieser Fokus nochmals verstärkt. Wir sind sehr zuversichtlich, kurzfristig viele weitere Kooperationspartner und Datengeber zu gewinnen und die Zahl der über die DDB auffindbaren Bestände bedeutend steigern zu können. Derzeit haben sich bereits etwa 2.100 Einrichtungen als Kooperationspartner registrieren lassen und es werden stetig mehr. Selbstverständlich sieht die DDB darüber hinaus auch die Notwendigkeit, aktive Content-Akquise zu betreiben und wird dies forcieren.

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Inhalte

Sind alle zugänglich gemachten Inhalte frei verfügbar?

Hier sind der Zugang zu den Inhalten der DDB und die Nutzung dieser Inhalte zu unterscheiden:

  • Das DDB-Portal hat keinerlei Zugangsbeschränkungen – alles ist frei zugänglich. Derzeit eröffnet die DDB den Zugang nur zu Objekten, die auch bei den Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen frei zugänglich sind – sie enthält also beispielsweise keine zugangsbeschränkten, kostenpflichtigen Angebote. Derzeit werden im Kreis der Verantwortlichen Erweiterungen des Zugangs zu Angeboten über die DDB diskutiert.
  • Die Nutzungsregelungen für die Digitalisate werden durch die jeweilige Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen selbst festgelegt.

Die Nutzung der DDB selbst ist in jedem Fall kostenfrei.

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Welche Schranken legt das Urheberrecht der DDB auf?

Die Digitalisierung, beziehungsweise die öffentliche Zugänglichmachung geschützter Werke stellt eine zustimmungspflichtige urheberrechtliche Nutzung dar. Bei der Verwendung der zugänglich gemachten Inhalte werden die bestehenden Urheber- und sonstige Schutzrechte ohne Einschränkungen beachtet. Das bedeutet, dass urheberrechtlich geschützte Werke nur in Abstimmung mit den Rechteinhabern digitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht werden können. Wo eine Abstimmung faktisch ausgeschlossen ist, Stichwort „verwaiste Werke“, bleibt abzuwarten, ob eine neue rechtliche Regelung einen Zugang zu entsprechenden Werken ggf. auch ohne Zustimmung der Rechteinhaber ermöglicht.

Da die über die DDB zugänglich gemachten digitalen Angebote nicht in der DDB selbst, sondern in der bereitstellenden Institution liegen (und dort darauf zugegriffen wird), sind diese dann auch für eventuell notwendige Zugriffskontrollen und die Erhebung von Kosten für die Nutzung nicht gemeinfreier Werke zuständig.

Die DDB hat ein Lizenzmodell eingeführt, das den teilnehmenden Einrichtungen ein Bündel von Lizenzen und Lizenzhinweisen zur Auswahl anbietet. Zukünftig werden alle in der DDB auffindbaren digitalen Inhalte - soweit möglich - einen Hinweis zu den Nutzungsmöglichkeiten enthalten oder mit einer Creative Commons Lizenz ausgezeichnet sein.

Gegenwärtig sind in der DDB vorrangig nicht kommerziell verwertete Inhalte zugänglich. Geplant ist, dass künftig auch Urheber und Verwerter wie etwa Verlage oder Bildagenturen über die DDB kommerziell verwertete Werke zu einem angemessenen Preis zugänglich machen können. Abläufe und Details dieses Verfahrens sind noch zu klären.

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Fragen zur Organisation

Was war der Auslöser für die DDB?

Die Errichtung der DDB wurde von der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober 2009 und vom Bundeskabinett im Dezember 2009 beschlossen. Grundlage dafür bildeten Gemeinsame Eckpunkte von Bund, Ländern und Kommunen sowie ein Verwaltung- und Finanzabkommen zwischen Bund und Ländern. Für den Aufbau der Infrastruktur stellte der Bund bis Ende 2011 eine Vorhandfinanzierung von rund 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Aspekt der Entstehung der DDB war eine Aufforderung der Europäischen Kommission an die Mitgliedstaaten, im Rahmen des Projekts europäische digitale Bibliothek (Europeana) eigene Anstrengungen zur Digitalisierung und Bereitstellung kultureller und wissenschaftlicher Informationen zu unternehmen. Die DDB fungiert daher zugleich als zentraler nationaler Partner der Europeana und ermöglicht so eine umfassende Teilnahme deutscher Kultureinrichtungen an diesem europäischen Projekt. Eine Auswahl von Dokumenten zu Hintergründen, Grundlagen und Rahmenbedingungen für die Realisierung der Deutschen Digitalen Bibliothek finden Sie hier.

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Warum gibt es neben Europeana die DDB?

Die DDB ist gewissermaßen der deutsche Teil der Europeana. Die Europeana bündelt die Kulturgüter aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union und macht sie weltweit zugänglich. Dafür stellen die Mitgliedstaaten der EU ihre kulturellen und wissenschaftlichen Bestände bereit. Die EU-Kommission als Trägerin der Europeana ist überzeugt, dass freier, demokratischer Zugriff auf das kulturelle Erbe für alle gewährleistet sein muss, um die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen für die gesellschaftliche Entwicklung nutzen zu können. Daran arbeitet die Deutsche Digitale Bibliothek mit.

Die DDB versteht sich dabei nicht nur als technisches Instrument, über das Kulturgut und wissenschaftliche Informationen erfahrbar werden: Teilweise gehen die angebotenen Informationen und Dienstleistungen über die Inhalte der Europeana hinaus. So wird die DDB ein Netzwerk für alle beteiligten deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen bilden und der gegenseitigen Unterstützung und dem Austausch von Erfahrungen, Technologien und Diensten dienen. Auch im Bereich der semantischen Vernetzung von Objekten ist die DDB der Europeana teilwesise voraus – etwa bei der Einbindung von Normdaten.

Außerdem: DDB und Europeana agieren in enger Koordinierung. Für technische, organisatorische, rechtliche Belange usw. gibt es bereits Kooperationen zwischen DDB und Europeana, die seit 2013 durch eine Zusammenarbeit zwischen DDB und anderen nationalen Aggregatoren ergänzt werden.

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Von wem und wie wird die DDB finanziert?

Die DDB wird von Bund und Ländern auf der Grundlage des Verwaltungs- und Finanzierungsabkommens vom Dezember 2009 finanziert. Für den Aufbau der Infrastruktur stellte der Bund bis Ende 2011 rund 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für Aufbau und Betrieb der DDB-Infrastruktur haben Bund und Länder bis Ende 2012 gemeinsam weitere 7,8 Millionen Euro aufgewendet. Bis 2015 werden jährlich zusätzlich 2,6 Millionen Euro für den Betrieb der DDB zur Verfügung stehen. Danach werden Bund und Länder auf der Grundlage einer Evaluierung der bisherigen Strukturen und Arbeiten über die weitere Finanzierung des Betriebs entscheiden. Ferner hat der Bund 2013 zusätzlich 1 Million Euro in den Ausbau der Beta- zur Vollversion der DDB und weitere 4 Millionen Euro in Sonderprojekte zur Digitalisierung von Kulturgut in Einrichtungen des Bundes investiert, deren Ergebnisse dann direkt in die DDB Eingang finden werden. Auch die Länder haben sich während der Beta-Phase mit 300.000 Euro am funktionalen Ausbau der DDB beteiligt. Damit belief sich das Investitionsvolumen für Aufbau und Betrieb des DDB-Portals bis Ende 2013 auf rund 24 Millionen Euro.

Die für die DDB insgesamt von Bund und Ländern tatsächlich aufgewendeten Mittel liegen jedoch erheblich höher, da die größtenteils im Rahmen von Fördermaßnahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgte Herstellung, Erfassung und Aufbereitung der bislang in der DDB sichtbaren ca. 20 Millionen Objekte bzw. Digitalisate nur zu einem geringen Bruchteil in das Investitionsvolumen für Aufbau und Betrieb der DDB-Infrastruktur eingerechnet sind.

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Wo ist der Sitz der DDB?

Der Sitz der Geschäftsstelle der Deutschen Digitalen Bibliothek befindet sich bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Die Geschäftsstelle erreichen Sie unter geschaeftsstelle [at] deutsche-digitale-bibliothek.de.

Die Technische Koordination der DDB sowie die Servicestelle, die als Ansprechpartner für interessierte Kultureinrichtungen fungiert, sind an der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt angesiedelt. Die Servicestelle ist unter service [at] deutsche-digitale-bibliothek.de zu erreichen.

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Mitmachen

Welche Vorteile bieten sich den Einrichtungen, die ihre Inhalte über die DDB bereitstellen?

Der zentrale Zugang über die DDB führt Nutzer zuverlässig zu gesuchten digitalen Kulturgütern aus Deutschland. Da die gesuchten Werke und Objekte stets mit dem Ursprungsort verknüpft sind, werden sowohl die Bestände als auch die Einrichtungen selbst besser sichtbar als bisher und damit bekannter, sodass diese on- wie offline mit einer Steigerung der Besucherzahlen rechnen können. Darüber hinaus können die Einrichtungen über das DDB-Netzwerk mit anderen Institutionen Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Zudem bietet die DDB Werkzeuge und Dienste an, die den Institutionen helfen, ihre digitalen Inhalte und deren Präsentation zu optimieren oder digitale Objekte für die Veröffentlichung vorzubereiten. Die korrekte Verwendung dieser Inhalte wird durch eine konsequente Rechteauszeichnung nach den Vorgaben  der Kultur-und Wissenschaftseinrichtungen befördert.

Für einzelne Kulturgutsparten wie die Archive wird sich die DDB in Zukunft auch als das zentrale Nachweisinstrument in Deutschland für Erschließungsinformationen und digitalisiertes Archivgut anbieten.

Auf Wunsch werden die in der DDB gespeicherten Metadaten und Derivate automatisch in das europäische Kulturportal Europeana eingepflegt und so in einem weiteren Kontext sichtbar.

Ab April 2014 bietet die DDB datenliefernden Einrichtungen die Möglichkeit, eigene virtuelle Ausstellungen bei der DDB zu kuratieren und damit die Sichtbarkeit ihrer Inhalte sowie der eigenen Einrichtung zu verbessern.

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Unter welchen Voraussetzungen kann eine Einrichtung Daten an die DDB liefern?

Die kulturelle oder wissenschaftliche Einrichtung registriert sich zunächst als Datenlieferant bei der DDB. Die Daten für die DDB müssen in einem unterstützten Metadatenformat vorliegen. vorliegen. Diesen Vorgang unterstützt die Servicestelle der DDB zusammen mit den Fachstellen und berät gerne bei Fragen rund um Registrierung, Metadatenformaten, Datenlieferung und allen weiteren Schritten.

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Wie gelangen die Daten in die DDB?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Die Einrichtung wählt als Option die einmalige oder wiederkehrende (aktualisierte) Datenlieferung. Für das einmalige Hochladen der Daten ist ein FTP-Server als Speicherort am besten geeignet. Dieser wird vom technischen Betreiber der DDB zur Verfügung gestellt.

Ist wegen häufiger Erweiterungen oder Aktualisierungen im Bestand ein regelmäßiger Datenabgleich sinnvoll, bietet sich ein sogenanntes Harvesting über OAI-PMH an, um die jeweils aktuellen Daten bei der anbietenden Einrichtung abzufragen. Zur Auswahl der beiden Optionen und zur Umsetzung steht Hilfe seitens der DDB bereit.

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Was genau wird an die DDB geliefert und dort angeboten?

Die DDB bietet die digitalen Objekte (Volltexte, hochauflösende Bilder und ähnliches) nicht selbst an. Gespeichert und bereitgestellt werden die Metadaten und Erschließungsinformationen sowie Derivate der digitalen Objekte. Metadaten und Erschließungsinformationen sind die Daten, die die Objekte beschreiben – vor allem Daten zur formalen und inhaltlichen Erschließung. Derivate sind von den Objekten abgeleitete Auszüge oder Kleinformate, wie z.B. Inhaltsverzeichnisse, Vorschaubilder, Audio- und Videoausschnitte.

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Wer kann eine Virtuelle Ausstellung bei der DDB kuratieren?

Jede datenliefernde Einrichtung; weiterhin Kuratoren, die Interesse daran haben, die in der DDB vorhandenen Objekte im vertiefenden Kontext eines Ausstellungsthemas zu präsentieren. Interessenten können sich gerne bei der Servicestelle unter service [at] deutsche-digitale-bibliothek.de melden.

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Wer hilft beteiligten Einrichtungen der DDB bei Fragen und Problemen?

Für alle Fragen rund um  die Registrierung, die Inhalte und die Technik der DDB steht Ihnen die Servicestelle unter service [at] deutsche-digitale-bibliothek.de als kompetente Ansprechpartnerin zur Seite.

Allgemeine Fragen zur DDB und Fragen zur öffentlichen Zugänglichmachung von Werken in der DDB beantwortet Ihnen gerne die Geschäftsstelle unter geschaeftsstelle [at] deutsche-digitale-bibliothek.de.

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In Ihrer Einrichtung liegen (noch) keine Digitalisate vor. Können Sie Ihre Institution trotzdem bei der DDB registrieren?

Ja. Auch wenn Ihre Bestände nicht oder noch nicht digitalisiert sind, sollten Sie sich bei der DDB registrieren und so Ihr Netzwerk zu anderen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen erweitern. Zudem bauen wir im Rahmen unserer Arbeit eine  Kultur- und Wissenschaftslandkarte auf, die möglichst alle Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen Deutschlands verzeichnen soll. Durch Ihre Registrierung helfen Sie mit, auch dieses wichtige Vorhaben zu realisieren. Gleichzeitig erhöhen Sie damit die Sichtbarkeit Ihrer Einrichtung im Netz. Außerdem können Sie der DDB auch lediglich digitale Erschließungsinformationen zukommen lassen.

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Welche (digitalen) Inhalte kann eine Kultur- oder Wissenschaftseinrichtung der DDB liefern?

Für die DDB sind grundsätzlich alle Objekte von Interesse, die aus Sicht der einzelnen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen einen kulturellen Wert besitzen. Die Entscheidung, welche Sammlungen in der DDB dargestellt werden sollen, obliegt daher letztlich der bereitstellenden Einrichtung. Die DDB behält sich lediglich vor, eine Einspielreihenfolge festzulegen und, wenn es möglich und sinnvoll ist, für Ausgewogenheit des dargestellten Contents sorgen. Wesentliches Kriterium für die Aufnahme von Objekten in die DDB ist, dass sie (bzw. Repräsentationen von ihnen) in digitaler Form online zur Verfügung stehen. Soweit in bestimmten Sparten erforderlich und sinnvoll, können auch digitale Erschließungsinformationen zu analogen Objekten aus den Einrichtungen in der DDB präsentiert werden.

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Welche Qualitätskriterien gibt es für (digitale) Inhalte?

Die Qualitätskriterien orientieren sich an den aktuellen Praxisregeln der Deutschen Forschungsgemeinschaft Digitalisierung. (Sie definieren aber kein Ausschlusskriterium.) Darüber hinaus gelten Mindestanforderungen für die Derivate und Metadaten, um eine sachgerechte Darstellung der Objekte in der DDB zu gewährleisten. Das digitale Objekt, auf das sich die Metadaten beziehen, muss mit ihnen durch einen dauerhaft funktionierenden Link (sog. Persistent Identifier) verbunden sein, dessen Stabilität die bereitstellende Einrichtung garantiert.

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Speichert die DDB nur Metadaten oder auch die digitalen Objekte selbst?

Die DDB speichert Erschließungsinformationen, Metadaten und  Derivate: also Vorschaubilder, Thumbnails, Inhaltsverzeichnisse, Audio- und Videoausschnitte. Das Digitalisat selbst verbleibt bei der bereitstellenden Einrichtung. Der Zugriff darauf erfolgt über einen Link, der den Nutzer von der Ergebnisansicht auf der DDB-Oberfläche auf die Objektansicht im Webportal der jeweiligen Institution führt.

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Technische Fragen

Welches Metadatenformat verwendet die DDB?

Das interne Metadatenformat der DDB basiert auf dem Europeana Data Model (EDM). Die DDB hat ein spezielles Anwendungsprofil dieses Datenmodells entwickelt, das die spartenübergreifende Suche, semantische Vernetzung und strukturierte Darstellung der (digitalen) Inhalte und ihrer Metadaten in der DDB optimal unterstützt. Das Europeana Data Model ist ein einfaches und flexibles Modell, das auf den Relationsprinzipien von Linked Data basiert. Die Daten sind in der Syntax des Ressource Description Frameworks (RDF) modelliert. Das Modell besteht aus 15 Klassen und bietet die Besonderheit, ein Objekt des Kulturerbes aus drei verschiedenen Blickwinkeln zu beschreiben: als Objekt , dessen digitale Repräsentationen sowie die zugehörigen Metadaten Es erlaubt die nachhaltige Verknüpfung von Objekten mit ihren Kontexten, beispielsweise mit Personen, Orten, Ereignissen. Auf dieser Grundlage werden zukünftig im Portal der DDB weitere explorative Recherche- und Präsentationsformen über verschiedene Datenbestände hinweg angeboten werden können.

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Welche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenimport?

Zum einen können Sie Daten per File Transfer Protocol (FTP) hochladen. Dieser Weg eignet sich vor allem, um größere Datenmengen einmalig zu übertragen. Zum anderen können Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ihre Daten über eine Harvesting-Schnittstelle bereitstellen (Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting, OAI-PMH), die dann durch die DDB abgefragt wird. Dieser Weg empfiehlt sich, wenn der Datenbestand regelmäßig aktualisiert oder erweitert wird.

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Welche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenexport?

Die DDB verfügt über eine Schnittstelle für den Datentransfer an Europeana.

In einer ersten, im November 2013 veröffentlichten Version ihres API ermöglicht die DDB einen suchenden Zugriff für externe Dienste und Anwendungen auf die Inhalte der DDB.

Für den Export größerer Datenmengen werden geeignete Schnittstellen bereit gestellt werden, über die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ihre eigenen, angereicherten Daten aus der DDB zurückerhalten können. Hierfür sind Importschnittstellen und -verfahren auf Seiten der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen erforderlich. Die DDB berät und unterstützt ihre Partnereinrichtungen gern dabei.

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Wozu ist ein API gut?

Das Application Programming Interface (API) ist eine Programmierschnittstelle, die über eine Reihe von Methoden den Zugriff auf Daten der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ermöglicht. Sie erlaubt die Entwicklung vielfältiger Anwendungen, die die in der DDB vorgehaltenen Inhalte nutzen und sie jeweils nach den eigenen Wünschen darstellen und in unterschiedliche Kontexte einbetten. Das API steht nach Registrierung und Anmeldung im Portal der DDB allen Benutzern offen, sobald sie sich einen Zugangscode (so genannter API-Key) im „Meine DDB“-Bereich des Portals erzeugt haben.

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Wie kann ich das API der DDB nutzen?

Für die Nutzung des API der Deutschen Digitalen Bibliothek ist eine Authentifikation in Form eines Schlüssels (API-Keys) notwendig. Ein Authentifikationsschlüssel ist eine dem Nutzer eindeutig zugeordnete Zeichenfolge, die bei jeder Anfrage an das API zum Zwecke der Authentifikation mit zu übertragen ist. Jeder registrierte Benutzer der Deutschen Digitalen Bibliothek kann sich einen Authentifikationsschlüssel für die Verwendung des APIs erzeugen lassen. Dies erfolgt über das eigene Nutzerkonto im Bereich „Meine DDB“.

Weiterführende Informationen und eine detaillierte Beschreibung des API finden Sie unter https://api.deutsche-digitale-bibliothek.de/

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Welches Metadatenformat müssen die liefernden Einrichtungen bereitstellen?

Zugelassene Lieferformate sind DC, DenkXWeb, indexMeta, ESE, EAD(DDB), METS/MODS, MARCXML und LIDO. Diese Formate sind in den jeweiligen Sparten weit verbreitet. Die Ablieferung sollte im XML-Format erfolgen, da die Daten mittels XSLT-basierter Transformatoren in das interne Format der DDB konvertiert werden. Können die genannten Formate nicht geliefert werden, bieten die Servicestelle der DDB und die Fachstellen  ihre Unterstützung an, um das jeweils vorhandene Format auf eines der zugelassenen Lieferformate abzubilden.

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Wie funktioniert die Transformation in das interne Format?

Die Metadaten werden mittels XSLT-Stylesheets (Transformatoren) in das interne Format der DDB konvertiert. Dies nennt sich technisches Mapping. Die Transformatoren werden in Form von Konkordanztabellen erstellt, in denen Entitäten eines zugelassenen Eingangformats Entitäten des Zielformats zugeordnet werden.

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Aus welchen Softwarekomponenten besteht die DDB?

Im zentralen Kernsystem werden die gespeicherten Daten verwaltet, die über einen Suchmaschinenindex zur Recherche aufbereitet werden. Das Kernsystem besitzt Schnittstellen zum Importieren von Daten und zum Zugriff darauf. Als Import-Werkzeug für Metadaten und Derivate digitaler Objekte fungiert der Augmented SIP Creator (ASC). Dieses Werkzeug nimmt Metadaten und Binärdaten (Vorschaubilder usw.) aus den Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen entgegen (über FTP oder OAI-PMH), überführt sie in das Format des Submission Information Package (SIP) und übergibt sie über den so genannten Ingest Multiplexer an das Kernsystem zur Speicherung und Weiterverarbeitung (Ingest). Das SIP für ein Objekt enthält Daten im intern verwendeten EDM-Format sowie Kurzansichten als XHTML-Snippets. Das Portal schließlich stellt die Benutzerschnittstelle bereit und kommuniziert über ein API mit dem Kernsystem. Neben dem Kernsystem zur internen Speicherung der Metadaten und Binärdateien gibt es weitere Komponenten, in denen beispielsweise Nutzer-Accounts und Nutzerdaten (Favoritenlisten, Kommentare usw.) gespeichert werden.

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