Gemälde
Plünderung eines Dorfes im Dreißigjährigen Krieg
Eine Szene aus dem Dreißigjährigen Krieg: Soldaten plündern ein Dorf, Frauen und Kinder werden mit verbundenen Händen abgeführt. Tote liegen auf den Straßen. Die Häuser, ja sogar die Kirche brennen. Durch den dichten, schwarzen Rauch wird der Abendhimmel verdunkelt. Das Motiv des Gemäldes beruht auf einem Stich von Jacques Callot (1592-1635) aus der berühmten Serie "Les Grandes Misères de la guerre", die im Jahr 1633 herausgegeben wurde: Blatt Nummer 7, "Pillage et incendie d'un ville", ist in Hinblick auf die Gestaltung des Dorfes mit seiner prominent brennenden Kirche die Vorlage für den unbekannten Maler. Freilich gibt es auch Unterschiede, allerdings nur kleine. So fehlt etwa auf dem Gemälde das Kreuz neben der Kirche. Im Bildvordergrund rechts malte der Maler anstelle eines weiteren brennenden Gehöfts, aus dem die Tiere gejagt werden, einen Baum, unter dem Ochse, Esel und Schafe ruhen. Eine kleine, aber doch auffällige Verschiebung. Das Gemälde wurde im Jahr 1992 aus dem Kunsthandel angekauft.
- Location
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Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt
- Collection
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Gemälde und Grafiken
- Inventory number
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0064-1992
- Measurements
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61,50 x 92,40cm
- Material/Technique
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Öl auf Leinwand
- Subject (what)
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Krieg
Dreißigjähriger Krieg
Kopie
- Subject (who)
- Event
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Herstellung
- (where)
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Heiliges Römisches Reich
- (when)
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Nach 1633
- (description)
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Gemalt
- Rights
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Bayerisches Armeemuseum
- Last update
- 10.12.2025, 8:26 AM CET
Data provider
Bayerisches Armeemuseum. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Gemälde
Time of origin
- Nach 1633