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Kiel - Thaulow-Museum

weitere Objektbezeichnung: Zeitschriftenillustration eines Holzstiches
Thaulow verstand es, für sein Museumsprojekt die Menschen zu begeistern. Die Stadt Kiel ein Grundstück und die "Gesellschaft freiwilliger Armenfreunde zu Kiel" 3000 Mark für das erste Jahr in Aussicht. Nach nur einem Monat sagte die Provinz am 3.November 1875 zu, ein Haus zu erstellen. Der Kieler Architekt und Semper Schüler Heinrich Moldenschardt übernahm den Entwurf und Bau. Er entwarf eine zweistöckige Villa, die im Stil der Zeit historisierend war und Stilelemente der italienischen Renaissance aufnahm. Die Renaissance musste es sein, weil sie damals als die Stil prägende Epoche galt. Den Zeitplan sowie auch das Budget von 150000 Mark hielt der Architekt genau ein. Schon während des Baus sah er die Erweiterung der Villa vor. Ursprünglich als Gewerbemuseum geplant, auf Moldenschardts Plänen noch mit der Inschrift "Schleswig-Holsteinisches Kunstmuseum" bezeichnet, eröffnete das neue Haus schließlich am 10.August 1878 als "Thaulow-Museum". Die Erweiterung geschah 1911 und nach 1920 wurde es dann zum Landesmuseum. Der Museumsbestand wurde auf Veranlassung von Direktor Ernst Sauermann 1941/42 ausgelagert. Am 5. Januar 1944 wurde der Moldenschardt-Bau durch Bomben zerstört und 1948 die Ruine abgerissen. 1947 entschied man sich, das Landesmuseum nicht in der neuen Landeshauptstadt Kiel wieder aufzubauen, sondern nach Schleswig ins Schloss Gottorf zu verlegen. Der Erweiterungsbau von 1911 blieb erhalten, wurde jedoch anderweitig genutzt und dann 1970 wegen eines Kaufhausneubaus abgerissen. Abbildung aus: "Deutsche Bauzeitung. Verkündigungsblatt des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine, Kommissions-Verlag von Ernst Toeche, Berlin Achtzehnter (18.) Jahrgang 1884, Nr. 94, S. 561."

DE-MUS-076111, Kiel IV Ac 11 | Rechtewahrnehmung: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung

Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International

Standort
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Inventarnummer
Kiel IV Ac 11
Weitere Nummer(n)
LH 5-1990 (alte Inventarnummer)
Material/Technik
Papier; Holzstich; Druckverfahren
Inschrift/Beschriftung
Signatur: Wo: oben Was: No. 94. DEUTSCHE BAUZEITUNG. 561
Signatur: bezeichnet Wo: u. l. Was: Nach einer photogr. Aufnahme.
Signatur: bezeichnet Wo: u. r. Was: P. Meurer X.A., Berlin.
Signatur: betitelt und bezeichnet Wo: u. M. Was: Das Thaulow-Museum in Kiel. Architekt H. Moldenschardt.

Klassifikation
Zeichnung/Grafik (Sachgruppe)
Zeitungen/Zeitschriften (Sachgruppe)
Bezug (was)
Ikonographie: Museum
Ikonographie: Entwurf, Plan eines Gebäudes
Bezug (wo)
Kiel

Ereignis
Herstellung
(wann)
1884

Geliefert über
Rechteinformation
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Letzte Aktualisierung
29.04.2025, 11:17 MESZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Grafik

Entstanden

  • 1884

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