Journal article | Zeitschriftenartikel

Vom Persönlichen zum Allgemeinen: Diskursivität und Repräsentativität in Interviews

Interviews sind in einigen Disziplinen der qualitativen Sozialforschung nicht gern gesehen, weil sie als "künstlich", aufwändig und "wenig repräsentativ" gelten. Der Artikel erörtert die Möglichkeiten, diese Nachteile mit einem konsequent diskursanalytischen Ansatz zu "Tugenden" zu machen: Wie lassen sich Interviewtexte im Hinblick auf übergeordnete Diskurszusammenhänge analysieren und damit zu über das einzelne Interview hinausweisenden Verallgemeinerungen heranziehen? Eine zentrale Rolle spielen dabei die Konzepte "Prototyp" und "Position", mit deren Hilfe die Repräsentativität des Datenmaterials gewährleistet werden kann. Voraussetzung dafür ist allerdings zunächst ein Blick auf die kommunikativen Aspekte in Interviews: Welchen Einfluss hat die Interviewsituation auf das Diskursverhalten der Interviewten? Wie verhalten sich die situativen Faktoren und die kommunikative Situation im Interview zu den übergeordneten Diskurszusammenhängen? Diese Fragen werden einerseits allgemein theoretisch und methodologisch diskutiert, zum anderen aber anhand von Beispielen aus Interviews zum Thema "deutsche Identität" auch in der praktischen Anwendung illustriert. Diese Interviews wurden 1995/96 im Rahmen einer 20-monatigen ethnologischen Feldforschung in Berlin mit führenden Politiker(inne)n, Journalist(inn)en und Kulturschaffenden durchgeführt.

Weitere Titel
From Personal to General: Discursivity and Representativity in Interviews
De lo personal a lo general: Discursividad y representatividad en las entrevistas
ISSN
1438-5627
Umfang
Seite(n): 18
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Status: Veröffentlichungsversion; begutachtet

Erschienen in
Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 3(3)

Thema
Sozialwissenschaften, Soziologie
Forschungsarten der Sozialforschung
Bundesrepublik Deutschland
Diskursanalyse
Journalist
Kommunikation
Diskurs
Forschungsprojekt
empirische Sozialforschung
Berlin
Politiker
Interview
qualitative Methode
Repräsentativität
Situation
nationale Identität
Grundlagenforschung
Theorieanwendung
anwendungsorientiert
Methodenentwicklung

Ereignis
Geistige Schöpfung
(wer)
Schneider, Jens
Ereignis
Veröffentlichung
(wo)
Deutschland
(wann)
2002

URN
urn:nbn:de:0114-fqs0203233
Letzte Aktualisierung
21.06.2024, 16:27 MESZ

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Objekttyp

  • Zeitschriftenartikel

Beteiligte

  • Schneider, Jens

Entstanden

  • 2002

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