Arbeitspapier | Working paper

Internal and external security in post-Communist Eastern Europe: results of a 10-nation study

'Fragen der Sicherheit haben in Mitteleuropa und Osteuropa in jüngster Zeit eine deutliche Aufmerksamkeitssteigerung dadurch erfahren, daß drei postkommunistische Länder für die Aufnahme in die NATO vorgeschlagen wurden und daß die Diskussion über die Osterweiterung der NATO stark an Tempo gewonnen hat. Der Zusammenbruch des Kommunismus einerseits und die Auflösung des Warschauer Paktes andererseits bewirkten neue militärische Bündnismöglichkeiten und Kooperationschancen im Sicherheitsbereich. Die Transformation dieser Länder in demokratische Gesellschaften brachte es aber auch unausweichlich mit sich, daß die Ansichten und Meinungen der Öffentlichkeit und der Bürger in stärkerem Maße Berücksichtigung finden. In diesem Artikel wird über die Hauptergebnisse einer repräsentativen und longitudinalen Umfragestudie in zehn postkommunistischen Staaten Mittel- und Osteuropas berichtet: Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Rumänien, Bulgarien, Ukraine und Belarus. Diese Studie vergleicht die Einstellungen der Bevölkerungen dieser Region in Hinblick auf die innere und äußere Sicherheit in diesen 10 Staaten in der Periode zwischen 1992 und 1996. Insbesondere wurden die subjektiven Wahrnehmungen und Einschätzungen einer Bedrohung seitens der Nachbarstaaten, seitens Großmächten wie der Russischen Föderation, Deutschland und der USA, seitens nationaler Minderheiten und ethnischer Gruppen sowie ausgehend von Migranten und Immigranten untersucht. In diesem Zusammenhang wurden die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger dieser Staaten zur Mitgliedschaft des eigenen Landes zur NATO analysiert. Diese Länder wurden auch in einer allgemeinen Weise durch die Verwendung eines Bedrohungsindex verglichen, der in einer einzelnen Maßzahl das subjektive Bedrohungsbild einer nationalen Bevölkerung erstmals quantifiziert. Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluß zu, daß die Länder des Gebiets des früheren Jugoslawien einerseits und der mitteleuropäischen Pufferzone andererseits das höchste Niveau an subjektiven Bedrohungsbildern aufweisen. Zugleich sind dies jene Länder, die am stärksten in die NATO als Militärbündnis im Neuen Europa drängen.' (Autorenreferat)

Internal and external security in post-Communist Eastern Europe: results of a 10-nation study

Urheber*in: Haerpfer, Christian; Wallace, Claire

Rechte vorbehalten - Freier Zugang

Weitere Titel
Innere und äussere Sicherheit im postkommunistischen Osteuropa: Ergebnisse aus 10 Ländern
Umfang
Seite(n): 28
Sprache
Englisch
Anmerkungen
Status: Veröffentlichungsversion

Erschienen in
Reihe Soziologie / Institut für Höhere Studien, Abt. Soziologie (20)

Thema
Politikwissenschaft
Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
NATO
ethnische Gruppe
öffentliche Meinung
Sicherheitspolitik
Bedrohung
internationale Sicherheit
Minderheit
Mitteleuropa
innere Sicherheit
Bevölkerung
postsozialistisches Land
Osteuropa
empirisch
empirisch-quantitativ

Ereignis
Geistige Schöpfung
(wer)
Haerpfer, Christian
Wallace, Claire
Ereignis
Veröffentlichung
(wer)
Institut für Höhere Studien (IHS), Wien
(wo)
Österreich, Wien
(wann)
1997

URN
urn:nbn:de:0168-ssoar-222032
Rechteinformation
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Bibliothek Köln
Letzte Aktualisierung
21.06.2024, 14:27 UTC

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Objekttyp

  • Arbeitspapier

Beteiligte

  • Haerpfer, Christian
  • Wallace, Claire
  • Institut für Höhere Studien (IHS), Wien

Entstanden

  • 1997

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