Videospielkonsole

Panasonic 3DO

3DO - Der Traum von einem universellen Videospiele-Standard Trip Hawkins, Gründer von Electronics Arts, fasste Anfang der 90er Jahre den Plan, eine eigene Videospielkonsole zu entwickeln. Der Clou bestand darin, dass seine eigens dafür gegründete Firma 3DO dieses System nicht selbst produzieren, sondern lediglich Lizenzen an andere Hersteller vergeben wollte. Diese sollten dann auf der Grundlage des 3DO-Standards eigene Geräte vertreiben. Da sich im Vorfeld bereits Elektronik- und Medien-Giganten wie AT&T, Matsushita, Time Warner u.a. vertraglich an das Projekt gebunden hatten, wurde es mit großer Spannung erwartet. Letztendlich kamen allein Panasonic und später Goldstar mit einer Konsole auf den Markt. Zwar gab es eine breite Palette interessanter Spiele für das leistungsfähige 32-Bit-System, doch war der Preis mit 700 $ nicht gerade gering. Auch wurde es nicht als reine Game-Konsole vermarktet, sondern als zentrale Multimedia-Einheit für das Wohnzimmer. Letztendlich war wohl die Zwitternatur des 3DO dafür verantwortlich, dass es zu einem der größten Flops der Videospiel-Geschichte werden sollte. Aufgrund seines hohen Preises, konnte es sich als Spielkonsole gegen die kurz nach ihr erschienenen CD-ROM-Konsolen Playstation und Saturn nicht behaupten.

Gesamtansicht | Urheber*in: Panasonic Corporation / Rechtewahrnehmung: Computerspielemuseum Berlin

Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International

Standort
Computerspielemuseum Berlin
Sammlung
Spielmaschinen
Inventarnummer
9944

Verwandtes Objekt und Literatur

Ereignis
Herstellung
(wer)
(wann)
1994

Rechteinformation
Computerspielemuseum Berlin
Letzte Aktualisierung
18.03.2025, 13:11 MEZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Videospielkonsole

Beteiligte

Entstanden

  • 1994