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Sozialreformen im Vereinigten Königreich

Im Jahr 1997 trat New Labour im Vereinigten Königreich mit dem Versprechen an, eine neue Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Fürsorge zu schaffen. Eine Modernisierung des Steuer- und Transfersystems sollte sowohl die Arbeitsanreize verbessern und Erwerbschancen für jeden schaffen als auch die erwerbsunabhängigen Familienleistungen ausweiten und die Kinderarmut beseitigen. In der zweiten Amtsperiode hat die britische Regierung den Schwerpunkt von erwerbsabhängigen Transfers hin zu erwerbsunabhängigen Familienleistungen verschoben. Dadurch hat die Ausweitung der Sozialleistungen gleichzeitig die Arbeits- und Leistungsanreize geschwächt. Trotz der beachtlichen Reformen und des Rückgangs der Arbeitslosigkeit, der Sozialhilfeabhängigkeit und der Armut ist die Bilanz deshalb ambivalent. Die Kinderarmut ist nur um knapp ein Viertel gesunken, und die Anzahl der Bezieher von Erwerbsunfähigkeitsleistungen ist weiter gestiegen.

Sprache
Deutsch

Erschienen in
Journal: IW-Trends - Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung ; ISSN: 1864-810X ; Volume: 32 ; Year: 2005 ; Issue: 4 ; Pages: 47-59 ; Köln: Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Klassifikation
Wirtschaft
Thema
Sozialreform
Aktivierende Arbeitsmarktpolitik
Öffentliche Sozialleistungen
Familienleistungsausgleich
Steuervergünstigung
Mindestlohn
Großbritannien

Ereignis
Geistige Schöpfung
(wer)
Peter, Waltraut
Ereignis
Veröffentlichung
(wer)
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
(wo)
Köln
(wann)
2005

DOI
doi:10.2373/1864-810X.05-04-03
Handle
Letzte Aktualisierung
10.03.20252025, 08:09 MEZ

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Objekttyp

  • Artikel

Beteiligte

  • Peter, Waltraut
  • Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Entstanden

  • 2005

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