Archivbestand
Wolfgang Fikentscher (1928-2015), Materialsammlung (Bestand)
Bestandsbeschreibung: Zur Person
Wolfgang Fikentscher wurde am 17.5.1928 in Nürnberg geboren. Er studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Ann Arbor, Erlangen und München und legte 1951 das Erste und 1956 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Zusätzlich promovierte er 1952 in München und erwarb 1954 den Master of Law. 1957 habilitierte er sich in München. 1958 bis 1965 war er Lehrstuhlinhaber an der Westfälischen Wilhelms-Universität in München, 1965 bis 1971 war er in Tübingen Professor für Bürger -, Handels-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht, sowie internationales Privatrecht. 1971 wechselte er auf den Lehrstuhl für Bürgerliches und Handelsrecht, Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht sowie Privatrechtsvergleichung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, den er bis zu seiner Emeritierung 1996 innehatte. Danach forschte er auf dem Gebiet der Rechtsanthropologie.
Wolfgang Fikentscher starb am 12. März 2015 in München.
Zum Bestand:
Der Hauptnachlass von Wolfgang Fikentscher befindet sich im Archiv der Ludwig-Maximilians-Universität München. Auf Wunsch der Familie wurde die Tübingen betreffende Materialsammlung aus der "Krisenzeit", d.h. den Zeiten der Studentenunruhen, die Fikentscher in Tübingen verbracht hat, an das Universitätsarchiv Tübingen gegeben.Trotzdem finden sich in den Unterlagen auch Angelegenheiten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Studentenwerk) (UAT 806/1) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (UAT 806/16). Auch Material aus Marburg und Frankfurt ist vorhanden, das Wolfgang Fikentscher dem entsprechenden Themenkomplex zugeordnet hatte.
Zur Bearbeitung:
Im März 2017 wurde der Bestand durch zwei Praktikantinnen des Universitätsarchivs Tübingen erfasst, die Erfassung wurde von Dr. Regina Keyler im Sommer 2017 für das vorliegende Findbuch überarbeitet. Dabei wurden lediglich die wichtigsten Drucksachen innerhalb der einzelnen Schatullen erfasst und das Metall entfernt, die innere Struktur blieb jedoch unangetastet in der Ordnung, die Wolfgang Fikentscher angelegt hat. Zwei Schatullen (ohne Beschriftung) mit geringem Umfang wurden aufgelöst und der Inhalt auf die passenden Einheiten verteilt.
Fikentschers Beschriftungen der Schatullen (Krise I - XVII) wurden in Anführungszeichen im Titel übernommen, die Abkürzungen wurden aufgelöst. In den Schatullen befinden sich zum Teil Mappen mit eigenen Überschriften, die in den Enthält-Vermerk übernommen wurden. Im Darin-Vermerk sind - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - die wichtigsten Druckschriften, Hefte und Flugblätter verzeichnet.
Bei künftigen Ordnungsarbeiten müsste das Material aus den Originalschatullen herausgenommen und abschließend konservatorisch behandelt werden. Sinnvolle Untereinheiten müssten noch gebildet werden. Außerdem sollten umfangreiche Druckschriften herausgenommen werden und ein Abgleich mit den Flugschriftensammlungen des Universitätsarchivs (UAT S 3 und S 4) in Erwägung gezogen werden.
Auf Wunsch des verfügungsberechtigten Sohnes wurde auf die Sperrfrist nach § 6 (2) LArchG verzichtet. Persönlichkeitsrechte und Urheberrechte bleiben von diesem Verzicht unberührt.
Der Bestand umfasst nun 19 Verzeichnungseinheiten und 2,0 lfm.
Tübingen, 15. August 2017
Dr. Regina Keyler
- Bestandssignatur
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UAT 806/
- Umfang
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1,70 lfm
- Kontext
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Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> N Nachlässe und kleinere Erwerbungen >> Ne Nachlässe F >> Wolfgang Fikentscher (1928-2015)
- Verwandte Bestände und Literatur
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Attempto 17/18 (1965), S. 95
UAT 126a/114
- Indexbegriff Sache
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Nachlass
- Indexbegriff Person
- Bestandslaufzeit
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1963-1974
- Weitere Objektseiten
- Letzte Aktualisierung
- 17.12.2025, 09:03 MEZ
Datenpartner
Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- 1963-1974