Brief | Korrespondenz

Brief von William Wauer vom Kunsthaus Tempelhof an Hannah Höch. Berlin

Motiv Inhalt: Brief. 1 Blatt, mschr., mit Briefkopf: "KUNSTHAUS TEMPELHOF / Berlin-Tempelhof, den ... / Rumeyplan 39". Mit hs. Anmerkungen von Hannah Höch auf beiliegendem Briefumschlag: "abgegeben Aquarell Frau mit Katze 50 x 60 / dagewesen am 17.3.48 / von Tempelhof S Bahn aus laufen oder auch W-Bahn". "4.3.1948 William Wauer Werte Kollegin! Das KUNSTHAUS TEMPELHOF wird in einer namhaften New Yorker Arts-Galerie eine kleine deutsche Kunstausstellung eröffnen, in der Werke gezeigt werden von deutschen Künstlern, die in wirtschaftlicher Not sind. Die vom KUNSTHAUS TEMPELHOF nach New York geschickten Bilder gelten als »Muster«, unter denen sich amerikanische Kunstfreunde das Bild des Künstlers auswählen können, den sie unterstützen wollen. Man würde in Deutschland so ein Verhältnis eine Patenschaft nennen. Nach amerikanischer Fassung heißen die unterstützenden Kunstfreunde »Mäzene« und die unterstützten Künstler »Klienten«. Wenn Sie ein solcher Klient werden wollen, müssen Sie beiliegendes Formular unterzeichnen. Der zeitlich beschränkte Übergang Ihres Bildes in das Eigentum des KUNSTHAUSES TEMPELHOF ist nötig, um zeitraubende Lizensgesuche zu ersparen. Die Bilder dürfen kein größeres Format haben als 50 x 60 und die Einzelsendung darf nicht mehr wiegen als 4 Pfund. Wenn Sie sich beteiligen wollen, müssen Sie sich am besten mit mir in Verbindung setzen und das Bild vorlegen, das Sie nach New York senden wollen. Es muß natürlich eine Leistung sein, die geeignet ist, Interesse für Sie zu erregen. Die »Deutsche Künstlernothilfe« wird von den amerikanischen Besatzungsbehörden gebilligt und unterstützt. Ich bitte, die Sache diskret zu behandeln, da ich nicht die Möglichkeit habe, mehr als eine gewisse Anzahl Kollegen an der »Deutschen Künstlernothilfe« teilnehmen zu lassen. Ihre Adresse verdanke ich Herrn Dr. Jannasch. Zu allen anderen Auskünften bin ich gern bereit, Also bitte teilen Sie mir mit, was Sie tun wollen. Ich bin mittwochs Nachmittag auf jeden Fall anzutreffen. Mit kollegialem Gruß W. Wauer"
Anzahl Teile/Umfang: 1 Blatt, 1 Briefumschlag

Location
Berlinische Galerie
Inventory number
BG-HHC K 3390/79
Other number(s)
BG-HHE III 48.13
Material/Technique
Papier, maschinengeschrieben, mit Briefkopf
Acknowledgment
Erworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin

Event
Herstellung
(who)
(when)
4.3.1948

Last update
26.09.2024, 12:30 PM CEST

Data provider

This object is provided by:
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Object type

  • Korrespondenz; Brief

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Time of origin

  • 4.3.1948

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