Gedenkstätte

Rosa-Luxemburg-Gedenkstele; Berlin, Friedrichshain-Kreuzberg

Vor der südwestlich gelegenen Weinstraße 1-2 wurde 1977 innerhalb eines in den siebziger Jahre entstandenen Wohngebiets eine Gedenkstele zur Erinnerung an Rosa Luxemburg errichtet. An dem durch die Stele gekennzeichneten Ort - gegenüber des Eingangs einer nach Rosa Luxemburg benannten Grundschule - befand sich einst das "Königlich-Preußische Weibergefängnis", in dem die Mitbegründerin der "Gruppe Internationale" (Spartakusbund) von Februar 1915 bis Februar 1916 inhaftiert war. Eine runde Inschriftplatte informiert über die Geschichte des Ortes. Das Eisengitter der Rosa-Luxemburg-Gedenkstele, die der Bildhauer Günther Junge schuf, verweist in skulpturaler Weise auf Gefängnisstäbe. (1) Nachdem das in der DDR langjährig diskutierte Vorhaben, zu Ehren Rosa Luxemburgs eine repräsentative Großplastik auf dem zentralen Rosa-Luxemburg-Platz aufzustellen, aus politischen Gründen gescheitert war, wurde statt dessen dieses einfache Gedenkzeichen in der Weinstraße eingeweiht. ° ________________° (1) Vgl. Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I, S. 441; Berlin-Friedrichshain, S. 17, 67; Endlich /Wurlitzer, S. 238; Erhalten, zerstören, verändern, S. 38.

Urheber*in: Günther Junge; Rat des Stadtbezirks (Herstellung) / Rechtewahrnehmung: Landesdenkmalamt Berlin

Urheberrechtsschutz

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Standort
Weinstraße, Friedrichshain, Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin

Klassifikation
Baudenkmal

Ereignis
Herstellung
(wer)
Entwurf: Junge, Günther
Bauherr: Rat des Stadtbezirks
(wann)
1977

Letzte Aktualisierung
17.12.2025, 09:01 MEZ

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Objekttyp

  • Gedenkstätte

Beteiligte

  • Entwurf: Junge, Günther
  • Bauherr: Rat des Stadtbezirks

Entstanden

  • 1977

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