Buchbeitrag

Digitalisierung und soziolinguistischer Wandel. Der Fall der digitalen Interpunktion

Der Beitrag diskutiert Interpunktion als ein Teilsystem des Deutschen, an dem das Verhältnis zwischen Sprachwandel und dem gesamtgesellschaftlichen Wandelprozess der Digitalisierung besonders gut ablesbar ist. Der Gebrauch von Interpunktionszeichen im interaktionsorientierten digitalen Schreiben ist gekennzeichnet durch eine distributive Umstrukturierung des Interpunktionsinventars sowie durch Prozesse der Pragmatikalisierung, Syntaktisierung und Ikonizität, die verschiedene Satzzeichen betreffen. In der privaten und öffentlichen metasprachlichen Reflexion zeigen sich eine nicht-binäre Wahrnehmung digitaler Interpunktion und eine Registrierung einzelner Interpunktionspraktiken mit sozialen Gruppen. Die Verlagerung interpersonaler Kommunikation auf digitale Schriftlichkeit führt insgesamt zu einer Ausfächerung des interaktionalen Umgangs mit Interpunktion und zur Herausbildung domänenspezifischer Interpunktionsstile.

Digitalisierung und soziolinguistischer Wandel. Der Fall der digitalen Interpunktion

Urheber*in: Androutsopoulos, Jannis

Urheberrechtsschutz

Sprache
Deutsch

Thema
Digitalisierung
Zeichensetzung
Sprachwandel
Soziolinguistik
Register <Linguistik>
Computerunterstützte Kommunikation
Germanische Sprachen; Deutsch

Ereignis
Geistige Schöpfung
(wer)
Androutsopoulos, Jannis
Ereignis
Veröffentlichung
(wer)
Berlin [u.a.] : de Gruyter
(wann)
2020-05-06

URN
urn:nbn:de:bsz:mh39-98007
Letzte Aktualisierung
06.03.2025, 09:00 MEZ

Datenpartner

Dieses Objekt wird bereitgestellt von:
Leibniz-Institut für Deutsche Sprache - Bibliothek. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.

Objekttyp

  • Buchbeitrag

Beteiligte

  • Androutsopoulos, Jannis
  • Berlin [u.a.] : de Gruyter

Entstanden

  • 2020-05-06

Ähnliche Objekte (12)