Bestand | Urkunden
Reichsstadt Nürnberg, Augustinerkloster, Urkunden (Bestand)
Vorwort: 1. Geschichte Das Augustinerkloster wird erstmals um 1265 urkundlich erwähnt. Nach der Klostertradition wurde es 1218 oder 1223 gegründet, jedoch lässt sich dies nicht mehr erhärten. Seinen ursprünglichen Standort hatte es vor dem Neutor, jedoch wurde es bereits einige Jahre später, nach einem Brand kurz vor 1265, in die Nähe des Weinmarkts in der Sebalder Altstadt verlegt. Altarweihen der Klosterkirche St. Veit sind 1278 und 1279 belegt. Ein spätgotischer Neubau der Kirche erfolgte um 1479 (Altarweihe 1486). Mehrere Kupferstiche mit Außen- und Innenansichten der Klosterkirche sowie 1833 angefertigte Grundrisszeichnungen (heute im GNM) belegen das spätmittelalterliche Aussehen der Gebäude. Unter Prior Wolfgang Volprecht, der am 13. August 1524 als erster dem Rat die Übergabe des Klosters gegen Versorgung anbot, nahm vom Konvent der Augustiner die Reformation in Nürnberg ihren Ausgang. Nach Auflösung des Klosters wurden die Gebäude vom Stadt- und Landalmosenamt genutzt. Nach dem Übergang der Reichsstadt an das Königreich Bayern wurde die Klosterkirche St. Veit 1816 auf Abbruch verkauft, 1872 wurden auch die übrigen Klostergebäude abgetragen. Die Nachfolgebauten gingen im Zweiten Weltkrieg unter, so dass die heutige Bebauung - u.a. mit einem Parkhaus - nicht mehr an das einstige Kloster erinnert (zumal die Augustinerstraße nach 1945 verbreitert wurde). Ein besonders bedauerliches Schicksal erlitt die Kreß'sche Doppelkapelle, die einst an den Kreuzgang angebaut und ein spätgotisches architektonisches Kleinod war: Sie wurde in das 1852 gegründete Germanische Nationalmuseum (ehem. Kartäuserkloster) transloziert. Nach schweren Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg trug man im Zuge des GNM-Neubaus durch Sep Ruf die Kreß'sche Kapelle völlig ab. 2. Bestandsgeschichte Die im Staatsarchiv Nürnberg vorhandenen 15 Urkunden (zzgl. 1 Nummer als rückseitige Beschriftung) des Augustinerklosters in Nürnberg (bzw. nach 1529 wohl der Provenienz Stadtalmosenamt?) sind nur ein kleiner Bruchteil der einstigen Überlieferung. Im Stadtarchiv Nürnberg befinden sich im Urkundenselekt (dort Bestand A1) Archivalien des Klosters. Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts zur Retrokonversion archivischer Findmittel wurde das Urkundenrepertorium im Jahre 2010 von Dr. Daniel Burger in die archivische Datenbank eingegeben und Orts- und Personenregister neu angelegt. 3. Literaturhinweise Baier, Johann: Das ehemalige Augustinerkloster in Nürnberg, 1905. Rosenthal-Metzger, Julie: Das Augustinerkloster in Nürnberg, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 30 (1931) S. 1-106. Diefenbacher, Michael / Rudolf Endres, Rudolf (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, 2. verbesserte Aufl. Nürnberg 2000.
- Bestandssignatur
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Reichsstadt Nürnberg, Augustinerkloster, Urkunden
- Umfang
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17
- Sprache der Unterlagen
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ger
- Kontext
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Staatsarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Nürnberg >> I. Altbestände (Territorien und Institutionen des Alten Reichs) >> Reichsstadt Nürnberg >> Klöster, Spitäler, Stiftungen und Stiftungsverwaltungen (reichsstädtischer Zeit) - siehe auch Ämterrechnungen >> Augustinerkloster
- Verwandte Bestände und Literatur
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Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel vorhanden; Digitalisate online vorhanden
- Bestandslaufzeit
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1412-1565
- Weitere Objektseiten
- Provenienz
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Reichsstadt Nürnberg, Augustinerkloster, Urkunden
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Letzte Aktualisierung
- 23.05.2025, 09:30 MESZ
Datenpartner
Staatsarchiv Nürnberg. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Bestand
- Urkunden
Entstanden
- 1412-1565