Postkarte

Der "Pfälzerwald", größte Maschine der ehemaligen Pfalz. Eisenbahnen.

Enthält: Schnellzuglokomotive, pfälzische P4, Bauart 2'B1'n4v "Pfälzerwald" größte Maschine der ehemaligen Pfalz Eisenbahnen. Schild auf Lokomotive: "Pfälzerwald". Von der pfälzischen P 4 wurden insgesamt 11 Lokomotiven (alle von Maffei) gebaut, welche die Bahn-Nummern 286 bis 305 und die 133 erhielten; vier davon bekamen zusätzlich Namen. Die "Pfälzerwald" (Nr. 289) wurde 1905 unter der Fabr.-Nr. 2465 gebaut. Im Umzeichnungsplan von 1923 war sie zwar noch als 14 154 vorgesehen, sie wurde jedoch wie ihre Schwestern noch vor 1925 ausgemustert. Retuschierte, brünierte Aufnahme seitlich rechts. Betriebszustand. Die Lokomotive steht auf den Strahlengleisen vor einem Ringlokomotivschuppen. Betriebsnummernschild am Führerhaus kaum zu erkennen. Die Pfalzbahn gehört zu den ältesten Eisenbahnlinien in Deutschland. Bereits im Jahre 1837 regte eine Gesellschaft von Kaufleuten an, eine Bahn zwischen der Rheinschanze und Bexbach zu bauen, aber Jahre vergingen bis endlich am 11 Juni 1847 die erste Teilstrecke der neuen Bahn Ludwigshafen - Neustadt, Schifferstadt-Speyer, in Betrieb genommen werden konnten. Am 2 Juli 1848 erfolgte die Eröffnung der Teilstrecke Kaiserslautern- Homburg und nach Fertigstellung der Gebirgsstrecke wobei 12 Tunnel (der längster der Heiligenberg Tunnel mit 1347 Meter Länge ist) durchbohrt worden sind, erfolgte am 26. August 1849 die Eröffnung der ganzen Linie. Der gewaltige Aufschwung, den die Pfälzische Eisenbahn sei ihrer Entstehung bis zum Übergang an die Bayerische Staatsbahn erfuhr, lässt sich interessant mit einer Gegenüberstellung der Lokomotiven von einst und jetzt vergleichen. Mit 4 Lokomotiven wurde 1847 der Betrieb eröffnet, es waren dies Maschinen N 1 Haardt, N2 Vogesus, N3 Von Denis, N4 Alwens. die alle die Maschinenfabrik E. Kessler in Karlsruhe um den für heute gewaltigen Preis von M. 42.880 pro Stück lieferte und die erst im Jahre 1884 außer Dienst gesetzt wurden. Ende 1908 waren dagegen auf der Pfalzbahn 349 Maschinen im Betrieb. Darunter die 1905/6 von I. A. Maffei in München erbauten Continent, welche per Stück M 89000 gekostet haben und von denen die N 289 auf Anregung des Pfälzer Vereins" Der Pfälzerwald" genannt wurde. Während die erste Maschine" die Haardt" bei 39000 kg Gewicht und einem Fassungsraum des Tenders von 5 cm Wasser und 2 1/2 Tonnen Kohlen eine Zugkraft von 180 Pferdestärke entwickelte resp. 100 Tonnen. d. i. 10 zweiachsige Wagen zog, wiegt dagegen der Pfälzerwald im betriebsfähigem Zustande 122500kg, bei einem Fassungsraum des Tenders von 20 cbm Wasser und 2 1/2 Tonnen Kohlen. An Pferdekräften entwickelte er das 10fache der Haardt (1750Ps) und zieht 500 Tonnen, d. i. 13 vierachsige Durchgangswagen. Die Haardt konnte eine Geschwindigkeit von 60 Km erzielen, während der Pfälzerwald eine solche von circa 130 km erreichte, nach der Betriebsordnung ist aber die Höchstgeschwindigkeit der Züge auf 100 km begrenzt.

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Urheberrechtsschutz nicht bewertet

Standort
TECHNOSEUM Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim
Inventarnummer
AVZ:1989/0897-0012

Bezug (was)
Postkarte
Eisenbahn
Dampflokomotive
Tender
Bezug (Ereignis)
Herstellung (abgebildetes Objekt)
(wer)
J. A. Maffei, München
(wo)
München
(wann)
1905

Rechteinformation
TECHNOSEUM Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim
Letzte Aktualisierung
22.04.2025, 10:13 MESZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Postkarte

Beteiligte

  • J. A. Maffei, München

Entstanden

  • 1905

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