Mietshaus

Mietshaus; Berlin, Mitte

Die Mietshausanlage Torstraße 138 gehört zu den wenigen Häusern entlang der Torstraße, die ihre originale Fassadengestaltung bewahrt haben. 1904-05 im Auftrag des Futtermittelhändlers August Ulrich von dem Maurer- und Zimmermeister C. Eichholtz errichtet, haben die Vorderhäuser entsprechend ihrer Ausrichtung nach den unterschiedlichen Straßenräumen an der Linienstraße vier und an der Torstraße fünf Geschosse. Dort erhält die Fassade durch den dreigeschossigen Erker mit seitlichen Balkonen und dem darüber liegenden Giebelvorbau eine starke Plastizität. Durch eine Rustika bis zum ersten Obergeschoss besitzt das Haus eine hohe Sockelzone. Kräftige Gesimse fassen das zweite und dritte Obergeschoss zusammen und setzen diese damit von den übrigen Geschossen ab. Die aus stilisierten Blumenmotiven sowie Grotesken gebildeten Reliefs zwischen den Fenstern sowie die Köpfe an den Lisenen des Erkers gehören zum Formenrepertoire des Jugendstils.° Die Hoffassaden beziehen ihre Wirkung aus dem Kontrast der hellen Putzflächen mit dem gelben Klinker, in dem das Erdgeschoss und die Gesimse, Sohlbänke und Fensterrahmungen in den oberen Geschossen ausgeführt wurden.

Urheber*in: C. Eichholtz (Entwurf); / Rechtewahrnehmung: Landesdenkmalamt Berlin

Urheberrechtsschutz

Standort
Torstraße 138 / Linienstraße 83A, Mitte, Berlin

Verwandtes Objekt und Literatur

Klassifikation
Baudenkmal

Ereignis
Entwurf
(wer)
Entwurf: Eichholtz, C.
(wann)
1904
Ereignis
Ausführung
(wer)
Ausführung: Eichholtz, C.
Bauherr: Ulrich, August
(wann)
1904-1905

Letzte Aktualisierung
17.12.2025, 09:02 MEZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Mietshaus

Beteiligte

  • Entwurf: Eichholtz, C.
  • Ausführung: Eichholtz, C.
  • Bauherr: Ulrich, August

Entstanden

  • 1904
  • 1904-1905

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