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3. Februar

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
Eine Blume treibt die Niederländer um, Mainz verliert seinen berühmtesten Sohn, das moderne Japan wird geboren

Erstellt: 03.02.2015, 10:39 Uhr
Letzte Änderung: 03.02.2018, 16:41 Uhr



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  • 03.02.2016, 09:03 Uhr
    1637: Ende der Tulpenmanie in den Niederlanden. Mit dem Platzen der Spekulationsblase, die sich beim Tulpenhandel gebildet hatte, wird eine der ersten großen Finanzkrisen der Neuzeit ausgelöst. Was heute mit dem Stichwort „Lehmann Brothers“ verbunden wird, hat in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts seine Entsprechung in der „Tulpenmanie“. Mitte des 16. Jahrhundert war die Pflanze aus dem Osmanischen Reich in die Niederlande eingeführt und dort erfolgreich weiter gezüchtet worden. Aufgrund ihrer Seltenheit entwickelt sie sich zu einem begehrten Statussymbol, es entsteht ein schwunghafter Aktien- und Tulpenhandel, Nachfrage und Preise steigen bald ins Unermessliche. Am 3. Februar 1637 können bei einer Tulpenversteigerung in Haarlem die erwarteten Preise nicht mehr erzielt werden, die Blase platzt und reißt viele Geschäfts- und Privatleute, die auf steigende Tulpenpreise spekuliert hatten, mit ins Verderben.
    von DDB Redaktion
  • 2

    S. M. Mutsuhito, Tenno von Japan. 1871

    Erschienen in: Dreiunddreissig Jahre in Ost-Asien ; Bd. 2
    03.02.2015, 10:40 Uhr
    1867: Mutsuhito wird Kaiser von Japan. Nach seinem posthumen Namen, Meiji-tennō, wird die Meiji-Zeit bezeichnet, in der die Grundlagen für das moderne Japan gelegt werden: In der Mitte des 19. Jahrhunderts stehen die meisten asiatischen Ländern unter europäischer Herrschaft, die Niederlage Chinas im Opiumkrieg (1840) ist ein besonderer Schock für Japan, denn gerade China gilt hier seit über 1.200 Jahren als Großmacht und kulturelles Vorbild. Um dem Ausgreifen der Kolonialmächte etwas entgegenzusetzen, wird Japan, das sich aufgrund seiner geografischen und wirtschaftlichen Randlage für über zwei Jahrhunderte in eine selbst gewählte Isolation begeben hatte, für äußere Einflüsse geöffnet. Die internen Machtstrukturen werden modernisiert (Auflösung aller Fürstentümer, Bildung neuer Präfekturen, Aufhebung der vier Stände), Techniken und Waren (Eisenbahn, Industriemaschinen und Waffen), sowie Institutionen und Systeme (Kalender-, Schul-, Militär-, Währungs-, Verwaltungssystem) werden aus Europa eingeführt. Die von oben verordneten Reformen bewirken in kürzester Zeit eine grundlegende Umwälzung der Gesellschaft, die als gelungen bezeichnet werden kann: Nicht nur gelingt es Japan, sich dem Zugriff der Kolonialmächte (weitgehend) zu entziehen und zum ersten asiatischen Industriestaat zu werden, es steigt in der Folgezeit sogar selber zur Kolonialmacht auf.
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  • 3

    Biblia : [Gutenbergbibel] ; [1-2]. [1], Genesis-Psalmi

    [1454/55, nicht nach 1456.08.24. bzw. 08.15.]
    03.02.2015, 10:40 Uhr
    1468: Johannes Gutenberg stirbt in Mainz, wo er um 1400 auch geboren wurde. Gutenbergs Erfindung, der Buchdruck mit beweglichen Metall-Lettern, kann in ihrer Wirkung auf den Verlauf der Geschichte kaum überschätzt werden. Durch sie wird es in Europa erstmals möglich, Texte in bisher unbekannter Quantität schnell zu vervielfältigen. Die Medienrevolution, die dadurch ausgelöst wird, unterstützt die schnelle Verbreitung neuen Gedankenguts wie zum Beispiel das der Renaissance und – ein halbes Jahrhundert später – das der Reformation. Die Erfindung des Buchdrucks legt außerdem den Grundstein für Massen-Alphabetisierung, die Stärkung der Volkssprachen gegenüber dem Lateinischen und die moderne Wissensgesellschaft, in der Bildung kein Privileg einer kleinen Elite mehr ist. Das Hauptwerk Gutenbergs, die Gutenberg-Bibel, entsteht in den 1450er Jahren in Mainz. Nur ca. 50 Exemplare dieses künstlerischen Gesamtwerks, das heute zu den wertvollsten Büchern der Welt zählt, haben überlebt.
    von DDB Redaktion
URL:
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