Kalenderblatt: 5. Mai
Karl Marx kommt auf die Welt, Napoleon Bonaparte stirbt, und in Hamburg beginnt eine Jahrhundertkatastrophe ...
Letzte Änderung: 04.05.2017, 23:11 Uhr
  • Grabmal Kaiser Napoleon I. auf Insel St. Helena: allegorische Erscheinung, eine Schar Truppen und...

    1825, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 703 Militärhistorische Bildsammlung
    1821: Napoleon Bonaparte stirbt in seinem Exil auf der Insel St. Helena. Der ehemalige französische Kaiser wurde 1815 auf das Eiland im südlichen Atlantik verbannt, nachdem er von seinem ursprünglichen Exil auf Elba kurzzeitig auf die weltpolitische Bühne zurückgekehrt war und sich als Befehlshaber einer mehr als 100.000 Mann zählenden Armee bei Waterloo in Belgien eine Schlacht mit den neu formierten alliierten Truppen Preußens und Großbritanniens lieferte. Das Intermezzo dauerte nur rund hundert Tage, war den Alliierten aber Grund und Anlass genug, den ehemaligen europäischen Herrscher diesmal an einen etwas entlegeneren Winkel der Erde zu verbringen – mit Erfolg: Der Verbannte verließ die Insel bis zu seinem Tod nicht mehr. Die hier gezeigte Lithografie zeigt das Grabmal Napoleons auf Helena, über dem – in Wolken gehüllt – eine allegorischen Erscheinung zu sehen ist: eine Schar Truppen und Offiziere.
  • Karl-Marx-Haus

    Wohnhaus
    1818: Karl Marx wird in diesem Wohnhaus in Trier in eine wohlhabende bürgerliche Familie hinein geboren. Es war das etablierte Bürgertum, das – aus einer Perspektive des Klassenkampfes – zum Ausgangspunkt der Marx'schen Kritik an der bestehenden Gesellschaftsordnung wurde. Der Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und Ökonom gehörte zu den einflussreichsten Vordenkern und Wegbereitern der Arbeiterbewegung in Deutschland und weltweit. Sein dreibändiges Hauptwerk „Das Kapital“ wird noch heute kontrovers diskutiert und gehört neben der gemeinsam mit Friedrich Engels verfassten Programmschrift „Manifest der Kommunistischen Partei“ aus dem Revolutionsjahr 1848 zu seinen bekanntesten Werken. Seine Theorien wurden in den real-existierenden sozialistischen und kommunistischen Staaten zur Ideologie verklärt. So gehörte das Fach Marxismus-Leninismus (kurz: ML) in allen universitären Studiengängen in der DDR zum Pflichtprogramm. Denkmäler und nach Marx benannte Straßen durften in kaum einer sozialistischen Stadt fehlen. Und 1953 wurde sogar die sächsische Bezirksstadt Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt.
  • Objekt nicht mehr vorhanden

    1842: In einem Hamburger Wohnhaus bricht kurz nach Mitternacht ein Feuer aus, das nicht eingedämmt und dessen Übergreifen auch benachbarte Häuser und Wohngebiete nicht verhindert werden kann. Das entstehende Großfeuer, der so genannte „Hamburger Brand“, wütete anschließend volle drei Tage lang und konnte erst am 8. Mai vollständig gelöscht werden. Der Stadtbrand vernichtete die Altstadt der Hansestadt zu großen Teilen und zerstörte neben ca. 1.700 Wohnhäusern auch drei Kirchen – unter ihnen die St. Nicolai- die und die St. Petri-Kirche. In den kommenden Jahrzehnten wurde die Hamburger Innenstadt nicht nur wiederaufgebaut, sondern auch grundlegend umgestaltet.