Kalenderblatt: 3. Mai
Ein Massaker wird zur Inspiration für ein Kunstwerk, „For he being dead, with him is beauty slain“, Amtsantritt der Iron Lady
Letzte Änderung: 02.05.2017, 22:47 Uhr
  • Die Erschießung von Straßenkämpfern am 3. Mai 1808 in Madrid

    Gemälde
    1808: Französische Soldaten richten 40 Beteiligte des Madrider Aufstands öffentlich hin. Das Ereignis während der Napoleonischen Kriege dient Francisco de Goya sechs Jahre später als Vorlage für eines seiner bekanntesten Bilder: „Die Erschießung der Aufständischen“ („El tres de mayo de 1808 en Madrid“). Das heute im Prado ausgestellte großformatige Ölgemälde, das durch seine Komposition und Farbgebung die Hilflosigkeit der Aufständischen betont, wird als eines der ersten Meisterwerke der modernen Kunst betrachtet. Im 20. Jahrhundert wird Picasso für sein Werk „Guernica“ von der „Erschießung der Aufständischen“ inspiriert.
  • William Shakespeare

    Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Schauspieler
    1616: „He was not of an age, but for all time“: William Shakespeare, der wohl bedeutendste Schriftsteller der europäischen Moderne, stirbt. Er hinterlässt der Nachwelt über 30 Theaterstücke, über 150 Sonette und viele Fragen: Wie wird der Sohn eines Handschuhmachers aus der Provinz (Stratford-upon-Avon) zum literarischen Giganten? Gab es „Shakespeare“ überhaupt oder ist der Name ein Pseudonym, hinter dem sich ein Unbekannter verbirgt? Wer ist die „Dark Lady“, um die es in 26 seiner Sonette geht? Auch sein Tod gibt Rätsel auf – so ist Shakespeares Todesursache nach wir vor unbekannt. Und warum vermacht er seiner Frau Anne sein „zweitbestes Bett“?
  • Margaret Thatcher

    Politikerin, Regierungschefin, Chemikerin, Rechtsanwältin
    1979: Margaret Thatcher wird Premierministerin. Sie ist die erste und bislang einzige Frau, die dieses Amt in Großbritannien bekleidet. Bis 1990 bleibt die „Iron Lady“ im Amt – länger als jeder andere britische Premierminister seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Den Spitznamen „Eiserne Lady” verdankt sie unter anderem ihrer Finanzpolitik, die auf die Entmachtung der Gewerkschaften, die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Deregulierung der Finanzmärkte zielt.