Kalenderblatt: 9. April
Dietrich Bonhoeffer wird hingerichtet, Johann Crüger wird geboren, und die Deutsche Bank öffnet in Berlin ihre Pforten ...
Letzte Änderung: 26.01.2021, 12:50 Uhr
  • Bonhoeffer - Die letzte Stufe

    Szene aus "Bonhoeffer - Die letzte Stufe"
    1945: Dietrich Bonhoeffer wird im KZ Flossenbürg ermordet. Der Theologe und engagierte Vertreter der Bekennenden Kirche wurde auf direkten Befehl Adolf Hitlers kurz vor Kriegsende hingerichtet, nachdem er bereits 1943 verhaftet worden war. Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, mit dem er durch seine Mitgliedschaft in einem Widerstandskreis indirekt in Verbindung gebracht worden war, wurde er in das Gefängnis der Gestapo-Zentrale in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße verlegt und kam von dort über Buchenwald ins bayerische Flossenbürg. Dort wurde er gemeinsam mit Wilhelm Canaris, Ludwig Gehre, Hans Oster, Georg Elser und Karl Sack erschossen. Die Evangelische Kirche in Deutschland und viele andere Kirchen verehren Bonhoeffer heute als Märtyrer.
  • Johann Crügers Erneuertes Gesangbüchlein: Darinnen fürnemlich deß Herrn Lutheri, wie auch anderer...

    Crüger, Johann. - Wust: Franckfurt am Mayn, 1670
    1598: Johann Crüger wird geboren. Der Lehrer und Musiker mir sorbischen Wurzeln gehört zu den bekanntesten deutschen Komponisten von Kirchenliedern und wirkte die meiste Zeit seines Lebens als Kantor in der Berliner Nicolai-Kirche. Dort arbeitete er seit 1643 zeitweilig mit dem lutherischen Theologen und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt zusammen und vertonte zahlreiche seiner Texte. Viele der in Berlin entstandenen Lieder stehen noch heute im Evangelischen Gesangbuch und werden in Gottesdiensten gesungen – etwa das Adventslied „Wie soll ich dich empfangen“.
  • Berlin, Mauerstraße 25 26 27 28 29 30 31 32 39 40 41 42, Behrenstraße 9 10 11 12 13, Französische...

    Deutsche Bank
    1870: Die neu gegründete Deutsche Bank nimmt ihren Geschäftsbetrieb auf. Gemeinsam mit dem weltläufigen Politiker Ludwig Bamberger hatte der Unternehmer und Bankier Adelbert Delbrück die Idee entwickelt, ein großes Bankhaus in Deutschland zu schaffen, und scharte dafür zahlreiche Gleichgesinnte um sich, mit denen er das Projekt in die Tat umsetzte. Nach der Erteilung der Konzession durch die preußische Regierung Anfang März bezog die neu gegründete Bank zunächst Geschäftsräume in der Französischen Straße. Wenige Jahre später verlegte sie ihre Zentrale in den hier abgebildeten Gebäudekomplex an der Behrenstraße, den sie von der aufgekauften Deutschen Union-Bank übernahm und in den folgenden Jahrzehnten fortwährend erweiterte. Der Hauptsitz der Deutschen Bank blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin und ist seither in Frankfurt am Main.