Kalenderblatt: 8. April
Der Vesuv spuckt 1905 schon seit Tagen Feuer und Asche und bricht nun endgültig aus, die Venus von Milo wird 1820 von einem griechischen Bauer gefunden und der deutsche Lyriker Johann Christian Günther wird 1695 geboren.
Letzte Änderung: 26.01.2021, 12:48 Uhr
  • Ausbruch des Vesuvs

    Schulwandbild Geografie (Ad. Lehmann's geogr. Charakterbilder)
    1905: Seit nunmehr vier Tagen befindet sich der Vulkan Vesuv in der italienischen Region Kampanien, nur neun Kilometer von der Stadt Neapel entfernt, im Ausbruch. Am 8. April erreicht das gefährliche Naturschauspiel seinen Höhepunkt: Asche wird über einen Kilometer in die Höhe geschleudert, die Spitze des Berges verliert über 200 Meter an Höhe. Bei dem seit 1631 schwersten Vulkanausbruch des Vesuvs, der noch weitere zwei Wochen andauert, kommen mehr als 100 Menschen ums Leben.
  • Venus von Milo, griechische Abteilung, Museum Louvre

    Foto
    1820: Der Bauer Giorgos Kentrotas findet auf der griechischen Insel Milos bei der Suche nach Baumaterial unweit des Ortes Tripiti die Venus von Milo. Die etwa zwei Meter hohe, halbnackte Statue der Göttin Venus entstand gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. und war in dem früher am Fundort befindlichen antiken Theater in einer Wandnische aufgestellt.
  • Johann Christian Günther

    Schriftsteller, Lyriker, Librettist
    1695: Der Schriftsteller und deutsche Lyriker Johann Christian Günther wird geboren. Zunächst studiert Günther zwischen 1715 und 1717 in Frankfurt an der Oder und in Wittenberg Medizin. Bis 1719 lebt er in Leipzig und versucht mit Gelegenheitsgedichten seinen Unterhalt zu verdienen. Erfolglos versucht er in den folgenden Jahren eine bürgerliche Existenz als Arzt aufzubauen und verarmt zunehmend. Trotzdem verfasst er zahlreiche Gedichte, die allerdings erst nach seinem frühen Tod am 15. März 1723 veröffentlicht werden. Johann Christian Günther gilt heute als bedeutendster deutscher Lyriker des frühen 18. Jahrhunderts.