Kalenderblatt: 24. Februar
Wilhelm Grimm und Franz Burda werden geboren, Ibsens Meisterwerk Peer Gynt wird in Christiania uraufgeführt...
Letzte Änderung: 23.02.2018, 21:23 Uhr
  • Wilhelm Grimm

    Philologe, Germanist, Bibliothekar, Schriftsteller, Jurist
    1786: Der deutsche Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Märchen- und Sagensammler Wilhelm Carl Grimm wird in Hanau geboren. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Jacob erlangten die „Brüder Grimm“ durch ihre Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ (2 Bände, 1812–1815) große Berühmtheit. Als erste Verfasser des „Deutschen Wörterbuchs“ schufen sie außerdem ab 1838 das größte und umfassendste Wörterbuch zur deutschen Sprache. Es wurde erst 1961, nach 123 Jahren, beendet und umfasst 32 Bände. Wilhelm Grimm war zunächst ab 1831 Bibliothek an der Göttinger Universität und erhielt 1835 dort eine außerordentliche Professur. Als Mitunterzeichner des Protestes der „Göttinger Sieben“ wurde er, wie auch sein Bruder, 1837 durch den König von Hannover seines Amtes enthoben und des Landes verwiesen. Auf Einladung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. ließen sich beide ab 1841 in Berlin nieder und wurden Mitglieder der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Wilhelm Grimm lehrte bis zu seinem Tod 1858 an der Universität Berlin.
  • Ibsen: Peer Gynt

    Bühnenbildentwurf
    1876: Das Theaterstück „Peer Gynt“ wird uraufgeführt. Henrik Ibsen verfasste 1867 auf der Vorlage norwegischer Feenmärchen von Peter Christen Asbjørnsen „Peer Gynt“ als dramatisches Gedicht, das gleichzeitig als eines seiner umstrittensten aber auch erfolgreichsten Werke gilt. Später arbeitete Ibsen das Gedicht zum Theaterstück um. Begleitend zu diesem Stück schuf der Komponist Edvard Grieg die 26-teilige Schauspielmusik „Peer Gynt“, die gemeinsam mit der Uraufführung des Stücks in Christiania, dem heutigen Oslo aufgeführt wurde.
  • Franz Burda

    Verleger, Unternehmer
    1903: Franz Burda, der deutsche Verleger und Gründer des Burda Verlags wird in Philippsburg geboren. 1927 gründete Burda die Zeitschrift „Die Sürag“ in Anlehnung an den Namen der Süddeutschen Rundfunk AG. Als Mitglied der NASDAP profitierte er von der Arisierung und übernahm 1938 die von den jüdischen Brüdern Reiss geführte Druckerei in Mannheim, eine der modernsten und größten in Deutschland. Trotz seiner NSDAP-Vergangenheit durfte Franz Burda nach 1945 verlegerisch tätig sein und druckte für die französische Besatzungszone Briefmarken und Schulbücher. In den Folgejahren baute er das Unternehmen zum Verlagskonzern Burda Holding aus und schuf viele der bis heute erscheinenden Zeitschriften, wie u. a. die Zeitschrift „Das Ufer“, die Vorläuferin der Illustrierten „Bunte“. Seine Ehefrau Aenne Burda baute ab 1949 parallel dazu den Verlag „Burda Moden“ auf, der weltweit größte Verlag für Modepublikationen. Nach dem Tod Franz Burdas 1986 übernahm der Sohn Hubert Burda den Verlag und die Druckerei und baute das Geschäft zu „Hubert Burda Media“, einen der größten Verlags- und Medienkonzerne Deutschlands aus.