Kalenderblatt: 17. Mai
Neuer deutscher Film, neuer deutscher Rock, und ein italienischer Meister der Renaissance ...
Letzte Änderung: 17.05.2017, 21:05 Uhr
  • Aufnahmen der Gründungsfeier der DEFA am 17. Mai 1946 in den ehemaligen Althoff-Ateliers in...

    Pisarek, Abraham (Fotograf), 1946
    1946: Die Deutsche Film AG, kurz DEFA, wird in Potsdam-Babelsberg in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gegründet. Der nach der Staatsgründung der DDR zum volkseigenen Filmunternehmen umgebaute Betrieb produzierte bis zur Wiedervereinigung 1990 hunderte Kino- und Fernsehfilme und synchronisierte tausende weitere Streifen. Links im Bild ist Oberst Sergei Tjulpanow zu sehen, der im Namen der sowjetischen Besatzungsmacht die Lizenz für die „Herstellung von Filmen aller Kategorien“ an Hans Klering, Alfred Lindemann, Willy Schiller, Karl Hans Bergmann und Kurt Maetzig (ebenfalls im Bild, v.l.n.r.) übergab.
  • Laß uns 'n Wunder sein - Auf der Suche nach Rio Reiser

    Udo Lindenberg
    1946: Am selben Tag wird im westlichen Teil Deutschlands Udo Lindenberg geboren. Er gehört heute zu den bekanntesten deutschen Rockmusikern, veröffentlichte bisher Dutzende Musikalben und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen – unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande, den Jacob-Grimm-Preis, den Bambi und den Echo in mehreren Kategorien. Sein besonderer Einsatz galt musikalisch wie politisch der deutsch-deutschen Verständigung. Auf der Basis seines Liedes „Mädchen aus Ostberlin“ entstand 2011 das Musical „Hinterm Horizont“, das im Theater am Potsdamer Platz gespielt wird. 2008 spielte Lindenberg im Film „Laß uns'n Wunder sein – Auf der Suche nach Rio Reiser“ mit.
  • Giuliano de' Medici (1453-1478)

    Malerei
    1510: Sandro Botticelli stirbt im Alter von 65 Jahren in seinem Geburtsort Florenz. Der italienische Renaissance-Maler ist vor allem für seine Portraits bekannt. Bei dem hier gezeigten Bildnis handelt es sich um Giuliano de' Medici, einen Politiker aus dem berühmten Geschlecht der Medici. Giuliano fiel im Jahr 1478 einer Verschwörung zum Opfer und wurde während der Ostermesse ermordet. Das Portrait entstand wohl erst nach dem Tod des Abgebildeten. Es ist neben anderen Werken Botticellis in der Berliner Gemäldegalerie am Kulturforum zu sehen.