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Nachlass Fürst Gottfried (*1897, +1960) (Bestand)

Bestandssignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, La 145
Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Langenburg >> Nachlässe
Bestandsbeschreibung:
Inhalt und Bewertung
Gottfried wurde am 24. März 1897 in Langenburg geboren. Nach der Schulausbildung im elterlichen Schloss sowie in Dresden und Coburg meldete er sich 1915 freiwillig für den Militärdienst. 1919 schied er aus der Armee aus und studierte zwei Semester Volkswirtschaft an der Universität Heidelberg. Es folgten eine kaufmännische Lehre in Berlin (1920-1921) und ein Volontariat bei einer Münchner Bank (1922-1923). In den folgenden Jahren arbeitete der Erbprinz bei verschiedenen internationalen Unternehmen und Banken.
1931 vermählte sich Gottfried mit Prinzessin Margarita zu Griechenland und Dänemark, mit der er ab 1933 dauerhaften Wohnsitz auf Schloss Langenburg nahm. Er begann, sich in die Verwaltung des Stammbesitzes einzuarbeiten, bis er 1935 offiziell die Leitung der Domänenkanzlei und die Generalvertretung für seinen Vater Fürst Ernst II. übernahm. Darüber hinaus engagierte er sich in verschiedenen Vereinen und Verbänden (v.a. ab 1937 als Landesführer für Württemberg-Hohenzollern in der Deutschen Adelsgenossenschaft) sowie in nationalsozialistischen Organisationen (v.a. NS-Reichskriegerbund). Im Zweiten Weltkrieg befand sich Gottfried in führenden militärischen Positionen vornehmlich an der Ostfront im Einsatz, bis er 1944 aus dem Heer entlassen wurde.
Nach dem Krieg wurde er von der amerikanischen Militärregierung als kommissarischer Landrat in Crailsheim eingesetzt, jedoch bereits nach 3 Monaten wieder aus dem Amt entfernt. Im folgenden wandte sich Gottfried wieder seinen Ehrenämtern in Vereinen und Verbänden (v.a. als Kommendator der Württemberg-Badenschen Genossenschaft des Johanniterordens, Vorsitzender der Vereinigung des Adels in Württemberg und Präsident des Automobil-Clubs von Deutschland) sowie in der Evangelischen Kirche (als Abgeordneter auf württembergischen Landeskirchentagen) zu. 1950 beerbte er seinen Vater als Fürst und Inhaber des Stammgutes. Gottfried starb am 11. Mai 1960 in Langenburg.
Gliederung: 1. Persönliches; 2. Familie; 3. Freunde, Bekannte und sonstige Korrespondenzpartner; 4. Ämter, Mitgliedschaften und sonstige institutionelle Beziehungen; 5. Verwaltungsangelegenheiten; 6. Wirtschaftliche Unternehmungen.
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs:
Letzte Aktualisierung: 26.04.2018, 20:01 Uhr
URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/XKMAGEFP2E3GAJSC62AJ556H26U6WTQP