Bestand
Ephoralarchiv Hannover-Neustadt (Bestand)
Kurzbeschreibung: Bei
Ordnungsarbeiten an den Ephoralarchiven Pattensen und Hannover-Limmer
zwischen 1985 und 1988 wurden die Generalakten der Inspektion
Hannover-Neustadt ausgesondert und diesem Bestand wieder beigefügt.
Gleiches geschah mit den restlichen Spezialakten, die sich auf Kirchen
der ehemaligen Inspektion bezogen, die inzwischen zu anderen
Kirchenkreisen gekommen waren. Auch sie wurden wieder diesem Bestand
beigefügt. 1989 wurde der Gestamtbestand neugeordnet und das folgende
Findbuch angelegt. An dem Bestand hervorzuheben sind die Kirchen- und
Schulberichte der Ephorie (Nr. 6-31). Als Ersatz für die älteren
Generalkirchenvisitationen eingeführt, gewähren sie einen sehr
präzisen Einblick in das kirchliche und schulische Leben der einzelnen
Gemeinden zwischen 1760 und 1832.
Kurzbeschreibung: Um die drei
altstädtischen Gemeinden, die unter einem geistlichem Ministerium
zusammengeschlossen waren, und die Schloßkirche legte sich von
1642-1851 - einem Kranz vergleichbar - die Inspektion
Hannover-Neustadt. Das starke Anwachsen der beiden Städte Hannover und
Linden zwang um 1850 zu einer neuen Einteilung der Inspektionen. Die
Landgemeinden um Hannover wurden zu einer Inspektion
zusammengeschlossen, deren Superintendent von 1851 bis 1859 in
Hainholz und danach in Limmer seinen Sitz hatte. Aus dieser lnspektion
entstand später der Kirchenkreis Hannover-Limmer. Neben der Inspektion
Limmer wurde 1868 die Inspektion Hannover mit dem Superintendentursitz
an der Schloßkirche gebildet. Sie umfaßte die Vorortgemeinden der
Garten- und Christuskirche sowie Linden und Ricklingen. Damit war die
Inspektion Hannover-Neustadt aufgehoben. Vermutlich wurden schon bei
der Bildung der Inspektion Pattensen 1794 einige Generalakten aus dem
Ephoralarchiv Hannover-Neustadt nach Pattensen abgegeben; in jedem
Fall wurden bei Gründung der Inspektion Hainholz/Limmer die
Spezialakten der einzelnen Kirchengemeinden und einige Generalakten
dorthin abgegeben. Der Rest der Ephoralakten verblieb im Pfarrarchiv
der Neustädter Kirche. Das Pfarrarchiv der Neustädter Kirche überstand
die Bombardierung Hannovers im 2. Weltkrieg fast unbeschädigt. Dafür
gingen im Leinehochwasser 1946 große Teile des Pfarrarchivs verloren,
da sie nach der Flutung unsachgemäß getrocknet wurden; diese wurden
bei den 1950 beginnenden Ordnungsarbeiten teilweise kassiert. Ob sich
darunter auch Teile des Ephoralarchivs befanden, ließ sich nicht mehr
feststellen. 1950 bis 1952 ordnete Archivordner Pastor i.R. Fritz
Garbe das Neustädter Pfarrarchiv. Dabei sonderte er die Akten des
ehemaligen Ephoralarchivs aus und bildete daraus einen eigenen Bestand
im Stadtkirchenarchiv Hannover. Das Stadtkirchenarchiv wurde im Turm
der Neustädter Kirche untergebracht. Einen Bericht über die
Ordnungsarbeiten gab Fritz Garbe in seiner Publikation "Inventare der
Archive des Kirchenkreises Hannover I", Göttingen 1959 (= Inventare
kirchlicher Archive Niedersachsens, H. 15).
- Bestandssignatur
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H 9
- Kontext
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Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> H - Kirchen und kirchliche Einrichtungen in der Stadt Hannover (Stadtkirchenarchiv)
- Bestandslaufzeit
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1663-1855
- Weitere Objektseiten
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Letzte Aktualisierung
-
01.04.2025, 13:47 MESZ
Datenpartner
Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- 1663-1855