Amazonas-Schutz und Freihandel : das EU-Mercosur-Abkommen steht auf der Kippe

Zusammenfassung: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach im Juni 2019 von einem "historischen Augenblick", als sich die EU und die vier Staaten des Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) nach 20 Jahren grundsätzlich über ein Freihandelsabkommen verständigt hatten. Drei Monate später steht das Abkommen jedoch unter massivem Druck der Öffentlichkeit und von zumindest vier EU-Mitgliedstaaten: Angesichts der Brände im Amazonas-Gebiet und der konfrontativen Haltung von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro drohen die Regierungen Frankreichs, Irlands und Luxemburgs wie auch das österreichische Parlament damit, das Abkommen nicht zu ratifizieren. Auch im Europäischen Parlament artikuliert sich massiver Widerstand, Boykott-Androhungen überschatten die geplante Öffnung des europäischen Marktes für Agrarprodukte aus dem Mercosur. Doch das Regionalabkommen eignet sich kaum dafür, Konflikte mit nur einem Partner auszutragen. Zweckmäßiger wäre es vielmehr, die Schwachpunkte beim Arten- und Waldschutz mit effektiven Überwachungsverfahren zu beseitigen und die Schutzpolitik mit bestehenden Instrumenten zu vertiefen

Standort
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Umfang
1 Online-Ressource (4 Seiten)
Sprache
Deutsch

Erschienen in
SWP-Aktuell / Stiftung Wissenschaft und Politik ; Nr. 51 (Oktober 2019)
SWP-aktuell ; Nr. 51 (Oktober 2019)

Klassifikation
Politik
Schlagwort
Mercosur
Europäische Union
Europäische Union
Mercosur
Freihandel
Freihandelsabkommen
Völkerrechtlicher Vertrag
Ratifikation
Vorbehalt
Klimaschutz
Brandrodungsfeldbau
Wald
Widerstand
Brasilien
Deutschland
Argentinien
Brasilien
Paraguay
Uruguay

Ereignis
Veröffentlichung
(wo)
Berlin
(wer)
SWP
(wann)
[Oktober 2019]
Urheber
Maihold, Günther
Beteiligte Personen und Organisationen

DOI
10.18449/2019A51
URN
urn:nbn:de:101:1-2023112321322742603475
Rechteinformation
Der Zugriff auf das Objekt ist unbeschränkt möglich.
Letzte Aktualisierung
15.08.2025, 07:33 MESZ

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Beteiligte

Entstanden

  • [Oktober 2019]

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