Bestand
D 40 Flurkartensammlung (Bestand)
Form und Inhalt: Der Bestand enthält Tübinger Flurkarten des 19. und 20. Jahrhunderts im Maßstab 1:2500. Es handelt sich durchweg um gedruckte oder anderweitig vervielfältigte Blätter, meist Lithographien oder Lichtpausen, die häufig handschriftliche Einzeichnungen aufweisen. Die einzelnen Blätter ergeben aneinandergelegt eine flächendeckende Karte der Tübinger Stadtmarkung. Der Blattschnitt geht auf die erste exakte württembergische Landesvermessung des frühen 19. Jahrhunderts zurück und hat sich seither nicht verändert. Die einzelnen Blätter wurden immer wieder in unregelmäßigen zeitlichen Abständen überarbeitet und neu aufgelegt. Die vorliegende Sammlung ist nicht vollständig, Eine lückenlose Reihe aller erschienenen Blätter verwahrt in Tübingen nur das Stadtmessungsamt.
Die alte Lagebezeichnung der Blätter geht für ganz Württemberg vom Tübinger Schloss aus, dessen Nordostturm den Nullpunkt darstellt. Um die komplizierte Bezeichnung der Kartenblätter nach ihrer Entfernung vom Nullpunkt zu vermeiden, wurden die Flurkartenfelder in neuerer Zeit von 1 bis 112 fortlaufend durchnumeriert. Diese auch beim Stadtmessungsamt gebräuchliche Nummerierung ist aus einer Übersichtskarte der Stadtmarkung ersichtlich.
Die Flurkarten stellen in vielen Beziehungen ein wichtiges Hilfsmittel der Stadtgeschichtsforschung dar. Ein Aspekt sei hier wegen seiner Bedeutung herausgegriffen: die Verzahnung der Flur- oder Markungskarten (MK) mit den Güterbüchern des 19. Jahrhunderts. Mit Hilfe der in den Güterbüchern angegebenen Parzell- und Markungskartennummern lassen sich heute noch die Lage einzelnder Grundstücke sowie Besitzer und Flurnamen sehr weit zurückverfolgen.
- Bestandssignatur
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D 40
- Umfang
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210 Blätter
- Kontext
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Stadtarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> D: Sammlungen
- Bestandslaufzeit
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19. Jh.-20. Jh.
- Weitere Objektseiten
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Letzte Aktualisierung
- 29.04.2025, 08:21 MESZ
Datenpartner
Stadtarchiv Tübingen. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- 19. Jh.-20. Jh.