Goldfigur

Goldfigur

Avimorphe Anhänger gehören in der archäologischen Region Gran Nicoya zu den Metallobjekten, die am häufigsten gefundenen wurden. Die inventarisierte Figur scheint die Attribute verschiedener Wesen (Adler, Geier, Tucan, Kolibri, Fledermaus) miteinander zu kombinieren. Obwohl der Kopfschmuck und die Schwanzpartien des Objekts sehr flächig gestaltet wurden, weisen sie keine zusätzlichen Verzierungen auf. Kopf und Körper der Figur gehen fließend ineinander über. Die Gestalt besitzt trotz ihrer formalen Ähnlichkeit zu den Objekten der Veraguas-Chiriquí-Gruppe mehrere technische und gestalterische Besonderheiten. Zu ihnen zählen die Herstellung im Herdguß, der zweigliedrige Schwanz, die begrenzte Anwendung der Wachsfadentechnik, die Position der Zuläufe, die geringe Größe der Figur, der geschlossene Schnabel, die Verkürzung des dargestellten Wesens auf wenige Attribute und die gegenständigen Stege, die am Körper ansetzen. Die aufgezählten Elemente scheinen begrenzte materielle Ressourcen und eingeschränkte technische Fertigkeiten der Hersteller anzudeuten. (Künne 2005)

Standort
Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer
IV Ca 34232
Maße
Gewicht: 4,67 g
Objektmaß: 4,7 x 3,8 x 1,1 cm
Material/Technik
Gold

Ereignis
Herstellung
(wo)
Costa Rica
Guanacaste
Bagaces
La Virgen
(wann)
700 - 1520
Ereignis
Sammeltätigkeit
(wer)

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Rechteinformation
Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Letzte Aktualisierung
06.08.2025, 00:21 MESZ

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Objekttyp

  • Goldfigur

Beteiligte

Entstanden

  • 700 - 1520

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