Geldschein / Notgeld
Geldschein / Notgeld, 50 Pfennig, 1920
Vorderseite: in der Mitte Wappen der Stadt Aschaffenburg: Burg mit runden Seitentürmen, im kleeblattförmigen Torbogen der thronende heilige Martin mit Pallium und Mitra, die Rechte segnend erhoben, mit der Linken den Krummstab haltend
Rückseite: in der Mitte Porträt des Malers und Grafikers Matthias Grünewald, darunter Monogramm "MG"
Kontrollnummer: 69349
Erläuterungen: Die Stadt Aschaffenburg in Unterfranken emittierte 1918 eine erste Notgeldausgabe. Diese Gutscheine zu 5, 10 und 20 Mark zeigen das Stadtwappen und das Schloss Johannisburg. Weitere Notgeldausgaben folgten 1920, die zum Teil von dem Würzburger Bildhauer und Grafiker Heinz Schiestl gestaltet wurden. Heinz Schiestl (1867-1940) entstammt einer bekannten Würzburger Bildhauer-Familie. Im Jahr 1916 erhielt er erstmals einen Auftrag zur Gestaltung von Notgeld von der Stadt Lindenberg im Allgäu. Diese Scheine stießen auf große Begeisterung, so dass zahlreiche Aufträge folgten. In Zusammenarbeit mit der Druckerei Schwarz in Lindenberg realisierte Heinz Schiestl Notgeld für 57 Gemeinden im deutschen Reich. Seine Arbeit zeichnete sich durch eine intensive Beschäftigung mit der Geschichte und lokalen Besonderheiten des jeweiligen Ortes aus. Auf dem Höhepunkt der Inflation im Jahr 1923 emittierten neben der Stadt über 20 Unternehmen Notgeldscheine. Sie verwendeten dafür Anweisungen und Schecks verschiedener Banken.
- Originaltitel
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Aschaffenburg, Stadt: Gutschein über 50 Pfennig von 1920
- Alternativer Titel
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50 Pfennig, 1920 Aschaffenburg Aschaffenburg
- Standort
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HVB Stiftung Geldscheinsammlung, München
- Inventarnummer
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DE-BY-63739-V36f-2
- Maße
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Höhe: 63 mm Breite: 91 mm
- Material/Technik
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Papier; Buchdruck
- Verwandtes Objekt und Literatur
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Literatur zum Typ: Hans-Joachim Wirthmann: Notgeldscheine von Heinz Schiestl. Schriften des Geschichts- und Museumsvereins Lohr a. Main Folge 43. Lohr a. Main 2007 Seite/Nr.: 61-68 Wirthmann, Heinz Schiestl, 2007 Seite/Nr.: 61-68 Literatur
Standardzitierwerk: Albert Pick: Das Papiergeld Bayerns - Staatspapiergeld, Banknoten und Notgeld - Geschichte und Katalog. Regenstauf 1989 Seite/Nr.: V.36.f Pick, Papiergeld Bayerns, 1989 Seite/Nr.: V.36.f Literatur
- Klassifikation
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50 Pfennig (Spezialklassifikation: Nominal)
Mark (Spezialklassifikation: Währung/Münzfuß)
Original (Spezialklassifikation: Authentizität)
- Bezug (was)
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Wappen
Notgeld
Mark
Inflation
- Bezug (wer)
- Ereignis
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Geistige Schöpfung
- (wer)
- Ereignis
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Herstellung
- (wer)
- (wo)
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Würzburg (Druckort)
Aschaffenburg (Land)
Würzburg (Münzstätte/Ausgabeort)
Bayern (Region)
- (wann)
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1920
- Ereignis
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Veröffentlichung
- (wer)
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Aschaffenburg (Herausgeber)
- (wann)
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1920
- Geliefert über
- Letzte Aktualisierung
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19.08.2024, 08:35 MESZ
Datenpartner
Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Geldschein / Notgeld
Beteiligte
- Heinz Schiestl (Entwerfer)
- H. Stürtz AG (Würzburg) (Drucker)
- Aschaffenburg (Münzstand)
- Aschaffenburg (Herausgeber)
Entstanden
- 1920