Archivbestand
Landesplanungsgemeinschaft Württemberg und Hohenzollern (Bestand)
Überlieferungsgeschichte
Zur Sicherung des Flächenbedarfs für Industrie, Landwirtschaft, Wohnungsbau und andere Zwecke wurde in den 1930er Jahren die 'Landesplanung' eingeführt. Unter Federführung einer 'Reichsstelle für Raumordnung' bildete man in den einzelnen Reichsstatthalterbezirken, die als Planungsräume galten, sog. Landesplanungsgemeinschaften, denen Vertreter aus Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden angehörten. Die dem Reichsstatthalter in Württemberg unterstehende Landesplanungsgemeinschaft Württemberg und Hohenzollern nahm ihre Arbeit am 1. Juli 1936 auf und war bis 1943 tätig. Die im vorliegenden Bestand zusammengefassten Akten dieser Planungsgemeinschaft gelangten über das Regierungspräsidium Tübingen in das Staatsarchiv Ludwigsburg.
Inhalt und Bewertung
Die Aktenbetreffen Belange der Landeskulturplanung einschließlich Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, die gewerbliche Wirtschaft und die Planung von Wasserstraßen und Flugplätzen sowie die politische Raumordnung.
Vorbemerkung: Zur Sicherung des Flächenbedarfs für Industrie, Landwirtschaft, Wohnungsbau usw. wurde in den 1930er Jahren die "Landesplanung" eingeführt. 1935 wurde die "Reichsstelle für Raumordnung" errichtet, der die zusammenfassende, übergeordnete Raumplanung und Raumordnung für das gesamte Reichsgebiet sowie der Aufbau und die Regelung der Rechtsverhältnisse der zu gründenden Planungsverbände in den einzelnen Reichsstatthalterbezirken (als Planungsräumen) oblag. In den Planungsräumen wurden aus Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden ständige Vertretungen und Landesplanungsgemeinschaften zur Durchführung der Planungsvorarbeiten für Reichs- und Landesplanung gebildet. Die Landesplanungsgemeinschaft Württemberg und Hohenzollern nahm ihre Arbeit am 1.7.1936 auf und war - nach Ausweis der Akten - bis 1943 tätig. Sie unterstand dem Reichsstatthalter in Württemberg. Über den Verbleib der Unterlagen der Landesplanungsgemeinschaft Württemberg-Hohenzollern nach dem deutschen Zusammenbruch war nichts bekannt, bis der in der Folge verzeichnete Aktenrest 1984 vom Regierungspräsidium Tübingen an das Staatsarchiv Sigmaringen gelangte und von diesem an das für die Archivierung zuständige Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben wurde. Weitere - auf dieselbe Art hier eingegangene - Akten der Landesplanungsgemeinschaft Württemberg und Hohenzhollern finden sich jetzt als Vorakten im Bestand EL 21/10, Regierungspräsidium Nordwürttemberg (Abt. I Referat P 5): Die Ordnung, Verzeichnung und Verpackung des vorliegenden Bestands besorgte Archivangestellter Erwin Biemann, die Abschlussarbeiten der Unterzeichnete. Kassationen wurden nicht vorgenommen, obwohl manche Büschel (z.B. 11-14) überwiegend nur Kopien von statistischen Unterlagen enthalten. Der Bestand E 140a umfasst 28 Bü = 0,5 lfd. m (in Archivboxen). Ludwigsburg, im Mai 1984 gez. Dr. Schmierer
- Reference number of holding
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 140 a
- Extent
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28 Büschel (0,4 lfd. m)
- Context
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden 1806-um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten und Staatsministerium
- Date of creation of holding
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1936-1943
- Other object pages
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- Rights
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Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
- Last update
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13.11.2025, 2:40 PM CET
Data provider
Landesarchiv Baden-Württemberg. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Bestand
Time of origin
- 1936-1943