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Berlin, Schützenstraße 18 25, Jerusalemer Straße

Denkmalart:
Baudenkmal
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Land:
Berlin
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Ort:
Berlin
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Ortsteil:
Mitte
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Straße und Hausnummer:
Schützenstraße 18 25, Jerusalemer Straße
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Bezeichnung:
Mosse-Haus
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Denkmaltyp:
Verlagshaus
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Beschreibung:
Den größten Teil der Blockrandbebauung zwischen Jerusalemer Straße und Markgrafenstraße nimmt das Mosse-Haus, Schützenstraße 18-25 ein. Einer der erfolgreichsten deutschen Verleger, Rudolf Mosse, der 1867 mit einer kleinen Anzeigenagentur angefangen hatte und ab 1871 die renommierte liberale Tageszeitung "Berliner Tageblatt" herausgab, bezog 1903 das standesgemäße, repräsentative Geschäftshaus und wurde damit zu einem der bedeutenden Mitbegründer des Berliner Zeitungsviertels. Der Entwurf des 1901-1903 gebauten Hauses stammt von dem Architekturbüro Cremer & Wolffenstein. Heute noch abzulesen ist die Aufteilung in ein Eckgebäude für Verwaltung und Redaktionen und ein Druckereigebäude entlang der Schützenstraße, das 1911-12 nach gleichem Entwurf noch einmal erheblich erweitert wurde. Die ursprüngliche abgerundete und turmartig erhöhte Ecke des Hauses mit dem Haupteingang zur Kreuzung Schützen-/Jerusalemer Straße musste zu Beginn der 1920er Jahre erneuert werden, da sie bei den revolutionären Unruhen 1919 durch Beschuss erheblich beschädigt worden war. Die Neugestaltung des berühmten Architekten Erich Mendelsohn kann man als einen völligen Neuanfang der Berliner Geschäftshausarchitektur nach dem Untergang des Kaiserreiches werten. Er strebte nicht eine dekorative, traditionsverbundene Repräsentationsarchitektur an, sondern den Ausdruck einer kraftvollen, schnellebigen, modernen Zeit. Dynamik war sein Schlagwort. (1) Mendelsohns Ecklösung und der Teil des Gebäudes in der Jerusalemer Straße wurden im Krieg zerstört. Der 1995 fertig gestellte Nachbau kann architektonisch nicht überzeugen. Das erhaltene Verlagsgebäude von Cremer & Wolffenstein jedoch ist das letzte der berühmten Großverlagshäuser im ehemaligen Zeitungsviertel. Die historischen Stammhäuser oder großen Firmensitze der Mosse-Konkurrenten Ullstein oder Scherl sind verloren.
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(1) Vgl. BusB IX, S. 137f., 187, 200; o.V., Erich Mendelsohn - Bauten und Skizzen, in: Wasmuths Monatshefte für Baukunst 8 (1924), S. 33-43; o.V., Vom Deckeneinsturz des Mossehauses, in: Deutsche Bauhütte 28 (1924), S. 252; Mendelsohn 1930, S. 81ff. Zum Bau von Cremer & Wolffenstein: o.V., (Geschäftshaus Rudolf Mosse, Jerusalemer Strasse 46-47), in: Berliner Architekturwelt 7 (1905), S. 94f; o.V., (Das Gutenberghaus in Berlin, Ecke der Jerusalemer- und Schützenstrasse), in: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk 17 (1904) 91, Taf. 120; o.V., (Geschäftshaus Rudolf Mosse in Berlin SW, Jerusalemer Strasse 46-47), in: Architektur des 20. Jahrhunderts 4 (1904) 4, S. 4-5, Taf. 7.
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Ereignis:
Entwurf
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(wann):
1900
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(wer):
Mendelsohn, Erich [Entwurf]
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(wer):
Cremer und Wolffenstein [Entwurf]
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Ereignis:
Datierung
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(wann):
1901-1903
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Ereignis:
Umbau
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(wann):
nach 1921
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Ereignis:
Umbau
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(wann):
um 1960
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Rechteinformation:
Landesdenkmalamt Berlin
Letzte Aktualisierung: 24.03.2021, 08:13 Uhr

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