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Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana) nach 1807 (Bestand)

Bestandssignatur:
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 81 Florenz/T
Kontext:
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik) >> STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 >> Auswärtige und Bundes-Angelegenheiten >> Auswärtige Angelegenheiten
Bestandsbeschreibung:
Behördengeschichte

Auf das Gesuch des Jacob Ludwig Salomon Bartholdy (1779-1825), zum preußischen Generalkonsul für ganz Italien ernannt zu werden, reagierte Staatskanzler Hardenberg zunächst ausweichend. Am 12. Oktober 1814 erklärte er ein solches Generalkonsulat zwar für wünschenswert, wollte es jedoch "bis nach Beendigung des [Wiener] Congresses und meiner Rückkehr nach Berlin auf sich beruhen lassen"(GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz, Toskana, Nr. 1, unpag., Hardenberg-Bartholdy, 12.10.1814). Auch auf einem neuerlichen Gesuch wich Hardenberg zunächst unter Hinweis auf den nicht möglichen Zugriff auf Akten in der Registratur des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten aus (GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz, Toskana, Nr. 1, unpag., Hardenberg-Bartholdy, 31.03.1815). Endlich aber beauftragte er Bartholdy damit, die wichtigsten Seehäfen zu bereisen und detaillierte Berichte vor allem über Handel und Seefahrt an den Staatskanzler zu senden. (GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz, Toskana, Nr. 1, unpag., Hardenberg-Bartholdy, 30.04.1815. Weitere Regelungen zur Berichterstattung an Staatskanzler Hardenberg finden sich in GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 11.)
Nach dem Aachener Kongress (November 1818) wurde Bartholdy Geschäftsträger in Florenz, kurz nachdem er Ehrenbürger von San Marino geworden war. Erst am 27. Juli 1821 erfolgte Bartholdys offizielle Akkreditierung. Bartholdy war für seinen Kunstsinn und als Mäzen bekannt. In seinem Palazzo in Rom (heute: Palazzo Zuccari), wo er zeitweilig wohnte, sammelte er zahlreiche Kunstgegenstände und ließ dort u.a. Szenen der Josephsgeschichte malen. Diese Fresken wurden 1867 von der Familie Zuccari an die Alte Nationalgalerie in Berlin verkauft, wo sie auch heute noch besichtigt werden können. Sie gelten als Hauptwerk der Nazarenischen Kunst.
Bartholdys Gesundheitszustand verschlechterte sich allerdings und er wurde in Ruhestand geschickt. Ab 1. Januar 1825 übernahm der Turiner Gesandte Truchsess zu Waldburg die Geschäftsführung in Florenz (GStA PK, I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett jüngere Periode, Nr. 12963). Er war allerdings selten in der Toskana, so dass ein Nachfolger benötigt wurde. Dieser fand sich in François Marquis von Lucchesini (1787-1867). Wegen einer Erkrankung seines Vaters hatte er sich nach Italien versetzen lassen und wartete dort auf eine frei werdende Stellung. Am 6. November 1825 wurde er Legationssekretär und Geschäftsträger in Florenz (GStA PK, VI. HA Nl Saring, Nr. 46, Heft 2, S. 10. Vgl. auch GStA PK, I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett jüngere Periode, Nr. 12933). Seine Amtszeit endete infolge des Eintreffens des neuen Gesandten Martens am 10. Februar 1828.
Bevor Friedrich von Martens (1778-1857) nach Florenz kam, hatte er bereits in Lissabon Erfahrungen sammeln können. In Turin wollte ihn die dortige Regierung aus unbekannten Gründen zunächst nicht annehmen, doch erhielt er an Weihnachten 1827 die Akkreditierung für die toskanische Hauptstadt (GStA PK, VI. HA Nl Saring, Nr. 46, Heft 2, S. 11). Ende Oktober 1829 wurde er zusätzlich für Lucca akkreditiert. Am 30. März 1830 beförderte ihn der König von Preußen zum Oberst, seinen sächsischen Freiherrntitel anerkannte er ein Vierteljahr später (GStA PK, III. HA MdA, ZB Nr. 844). Seit Martens' Amtszeit existierte auch eine Gesandtschaftskapelle, über die sich in den politischen Berichten gelegentlich Notizen finden. Nach seiner Abberufung nach Konstantinopel (sein letzter Bericht aus Florenz datiert vom 15. Oktober 1832) zeichnete ihn der König mit dem Roten Adler-Orden IV. Klasse aus (vgl. Johann Peter Struckmann: Preußische Diplomaten im 19. Jahrhundert. Biographien und Stellenbesetzungen der Auslandsposten 1815-1870. Berlin 2003, S. 219).
Als Nachfolger wurden fortan regelmäßig nur noch Geschäftsträger ernannt. Der österreichische Geschäftsträger Frank von Negelsfürst vertrat bis zum Eintreffen eines Nachfolgers 1832/33 die Amtsgeschäfte und nahm auch Visierungen von Pässen vor (GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz, Toskana, Nr. 3). Carl Gotthard Leopold Graf von Schaffgotsch (1794-1865) bat nach dem Tod seiner ersten Frau um Wiederanstellung als Geschäftsträger an einem kleinen italienischen Hof unter Aufsicht des Gesandten in Turin (GStA PK, III. HA MdA, ZB Nr. 977). Dies wurde ihm auch am 11. November 1832 genehmigt und zwar für Florenz und Lucca (Eine Abschrift der Ernennung zum interimistischen Geschäftsträger vom 20. März 1833 befindet sich in GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3). Zunächst bezog er allerdings nur eine außergewöhnliche Renumeration, erst ab 1836 erhielt er eine ordentliche Besoldung von 1.000 Talern jährlich.
Eine Kabinettsordre vom 13. November 1840 bestimmte ihn in die Funktion als Ministerresident, worauf auch bald die Akkreditierung erfolgte (GStA PK, VI. HA Nl Saring, Nr. 46, Heft 2, S. 4 und 12). Sein Sprengel umfasste Florenz, Lucca, Modena (ab 28. Juni 1845) und Parma (ab 10. Januar 1846). Nach der Abtretung Luccas an die Toskana durch Herzog Karl II. Ludwig fiel für Schaffgotsch dieses Amt im Mai 1847 fort. Zum 1. Januar 1849 wurde Schaffgotsch auf Wartegeld gestellt. König Friedrich Wilhelm IV. hatte damals zunächst geplant, Florenz, Parma und Modena durch den Gesandten in Rom, Graf von Usedom, betreuen zu lassen. Der Plan wurde jedoch nicht umgesetzt, stattdessen übernahm Legationsrat Alfred von Reumont (1808-1887) als Geschäftsträger unter Aufsicht des Gesandten von Usedom die Leitung der diplomatischen Vertretung in Florenz.
Reumont war der Vertretung bereits lange Jahre verbunden gewesen. Als Privatsekretär des Gesandten von Martens lebte er zwischen Winter 1829 und Herbst 1835 häufig in Florenz, war sogar von 1831 bis Oktober 1832 inoffizieller Geschäftsträger, als Martens beurlaubt war. Er ging nach Konstantinopel mit, kehrte jedoch nach der Promotion zum Dr. phil. in die Toskana zurück. Seit Juli 1836 übte er die Funktion eines Geheimen expedierenden Sekretärs bei der preußischen Vertretung in Florenz aus. Seit 1837 pendelte er in verschiedenen Funktionen wiederholt zwischen Rom und Florenz hin und her. 1847 war er Reisebegleiter des Königs Friedrich Wilhelm IV. Reumont vertrat nach 1851 zeitweilig auch Turin. Für seine Bemühungen beförderte ihn der König zum Wirklichen Legationsrat (30. Juli 1854) und wurde zusätzlich Geschäftsträger in Modena und Parma. 1856 stieg er zum Ministerresidenten auf (GStA PK, I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett jüngere Periode, Nr. 12939). Von Juli 1858 bis April 1859 begleitete er erneut den König durch Italien. Im Oktober 1859 wurde er zum Geheimen Legationsrat befördert, allerdings nicht einmal ein halbes Jahr später am 28. März 1860 abberufen (vgl. Struckmann, a.a.O., S. 219). Als die Toskana an Italien angeschlossen wurde und sich der Regierungssitz von Turin nach Florenz verlagerte, übernahm der Turiner Gesandte auch die Aufgabe, preußische Interessen beim Königreich Italien zu vertreten.

Außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister
(nach Grypa, S. 489)

1815-1827 von Turin aus betreut (Truchseß zu Waldburg)
1827-1832 Friedrich (ab 1830: Freiherr) von Martens
1832-1840 von Turin aus betreut (Truchseß zu Waldburg)
1849 Carl Georg Ludwig Guido von Usedom
1851-1853 von Rom aus betreut (Usedom)

Minister-Residenten

1840-1848 Carl Gotthard Leopold Graf von Schaffgotsch
1856-1859 Dr. Alfred von Reumont

Geschäftsträger

1818-1825 Jacob Ludwig Bartholdy
1825-1832 Francesco Marchese Lucchesini
1832-1840 Carl Gotthard Leopold Graf von Schaffgotsch
1851-1854 von Rom aus betreut (Reumont)
1854-1856 Dr. Alfred von Reumont

Gesandtschaftsprediger

1827-1829 Auguste Colomb
1829-1831 Charles François Gabriel Recordon
1831-1834 Emile De Mole
1835-1850 Moïse Droin
1851-1857 Auguste Colomb
1857-1860 Albert Schaffter
1860-1862 Charles Berthoud
1862-1866 James Franel


Literatur:

- Grypa, Dietmar: Der diplomatische Dienst des Königreichs Preußen (1815-1866). Institutioneller Aufbau und soziale Zusammensetzung. Berlin 2008 (Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte; 37).
- Struckmann, Johann Caspar: Preußische Diplomaten im 19. Jahrhundert. Biographien und Stellenbesetzungen der Auslandsposten 1815-1870. Berlin 2003.


Bestandsbeschreibung:
Bestandgeschichte Unter Bartholdy und Trucheß-Waldburg (1815-1827) wurde das Schriftgut der Gesandtschaft nach dem Chef der Gesandtschaft lediglich chronologisch geordnet. Möglicherweise gab es bereits eine Unterscheidung zwischen Politischen Berichten und sonstigem Schriftgut. Um 1828/29 wurde die Altregistratur durch den neuen Gesandten Martens neu geordnet und geheftet. Die Schriftstücke vor 1827 blieben auch ordnungsmäßig getrennt und bildeten die Hauptgruppe I der Altregistratur, alle Stücke danach bildeten die Hauptgruppe II. Diese laufenden Akten bildeten auch nach Einführung eines Aktenplans 1832 eine lose Blatt-Sammlung (vgl. auch die verschiedenen Aktenverzeichnisse der Registraturen bis zum Ende der Gesandtschaft Martens in GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3). Der Aktenplan, der nur für Hauptgruppe II gültig war, sah folgende Struktur vor: Ia. Reskripte und Berichte politischen Inhalts Ib. Erlasse und Berichte allgemeinen Inhalts II Besondere Aufträge; Besorgungen, Kunst u. Wissenschaft IIIa. Verwendungen für Preußische Untertanen IIIb. Verwendungen im Allgemeinen IVa. Angelegenheiten des evangelischen Gottesdienstes IVb. Allgemeine Dankangelegenheiten, Gesandtschaftsarchiv IVc. Gehälter, Amts-Auslagen IVd. Miszellanea Va. Passangelegenheiten Vb. Legalisationsangelegenheiten VI. Konsulatsangelegenheiten VII. Ceremonial- und Notifikations-Korrespondenz VIII. Gerichtliche Requisitionen IX. Geschäftsjournal, Chiffre. (Registr. Pläne s. IV b) X. Handelsangelegenheiten XI. Korrespondenz mit dem Herrn Missions-Chef Später wurde noch eine Rubrik XII. Personalia (Privatpersonen) eingeführt, der die Angelegenheiten von "Prinzen und höchsten Herrschaften" zugeordnet wurden. Es ist unklar, wann dies geschah. Dem Altfindmittel ist lediglich der Hinweis zu entnehmen, dass es sich um eine spätere Ergänzung handelt. Beim Weggang Martens' nach Konstantinopel sah sich der Gesandte mangels einer Bestimmung über das Archiv der Gesandtschaft veranlasst, alle Papiere, Wappen, Siegel usw. in einer mit dem Gesandtschaftssiegel versiegelten Kiste beim schwedischen Ministerresidenten zwischenzulagern (GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3, Martens an Außenminister Ancillon, 13.10.1832). Einige Papiere, die er zunächst mit nach Konstantinopel genommen hatte, sendete er Anfang 1833 zurück. Darunter befand sich auch eine Druckplatte zur Herstellung von Pässen (vgl. GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3, Schaffgotsch an Ancillon, 13.07.1833). Vom Lagerungsort des Archivs selbst scheint Schaffgotsch erst verspätet erfahren zu haben, denn er beklagte sich, dass weder Konzepte noch Abschriften von politischen Berichten, noch das Gesandtschaftssiegel aufzufinden waren (Ebd.). Auch aufgrund einer allgemeinen Kritik des Außenministers Ancillon über den Zustand von Gesandtschaftsarchiven setzte Schaffgotsch einige Neuerungen in der Schriftgutverwaltung um (GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3, Zirkular des Außenministers Ancillon an die Missionschefs, 24.06.1833). So ließ er bei seinem Amtsantritt 1832 ein Geschäftsjournal einführen, in dem alle vorhandenen Vorgänge verzeichnet sind. Die Bearbeiter vermerkten seit den späten 1830er Jahren auch regelmäßig eine Journalnummer auf den einzelnen Dokumenten. Das Journal endet mit der Ernennung Schaffgotschs zum Ministerresidenten im Herbst 1840, während die Vermerke von Aktenplanpositionen auf den Einzeldokumenten beibehalten werden (GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 4). In welchem Zusammenhang beide Ereignisse stehen, ließ sich aus der Überlieferung nicht ermitteln. Bereits seit 1833 sind auf den politischen Berichten Betreffsangaben vermerkt. Außenminister Ancillon forderte am 18. September 1833 auf, "auf der Kehrseite des letzten Blattes eine ganz kurze aphoristische Angabe des wesentlichen Inhalts" beizufügen (vgl. GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3). Waren die Berichte vor 1848 in der Regel in französischer Sprache, so wurden sie ab 1848 weitgehend in deutscher Sprache verfasst. 1843 wurden vom Außenministerium Richtlinien für den Umgang mit politischen Berichten erlassen (vgl. GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3, Außenminister Bülow an Schaffgotsch, 16.12.1843). Demzufolge durften Duplikate oder Konzepte von politischen Berichten verbrannt werden, die Vernichtung musste protokolliert und dem Außenminister persönlich angezeigt werden. Privatansprüche preußischer Untertanen und Unterlagen, die zum Abschluss oder zur Modifikation von Verträgen führten, sollten eingeschickt werden. Das Schriftgut der preußischen diplomatischen Vertretung in Florenz ging als Altregistratur in den Besitz der preußischen Gesandtschaft beim Königreich Italien mit Sitz in Florenz über (siehe Bestand GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Königreich Italien)). Bei der Verlegung der Gesandtschaft nach Rom wanderte zunächst auch das Schriftgut mit. Aber bereits im Juli 1870 gab die preußische Gesandtschaft in Rom, nunmehr als Vertretung des Norddeutschen Bundes, die überlieferten Altregistraturen von Florenz, Turin und Neapel an das preußische Geheime Staatsarchiv im Berliner Stadtschloss ab. Bei dem Florentiner Bestandteil handelte sich vornehmlich um Akten aus der Zeit nach 1851 (vgl. GStA PK, VI. HA Nl Gottlieb Friedländer, I, Nr. 13). 1882 und 1923 erfolgten weitere Abgaben, die dem Bestand hinzugefügt wurden (vgl. Acc. 160/[18]82 und Acc. 171/[19]23). Im Geheimen Staatsarchiv fanden nach dem Umzug zur Klosterstraße offenbar auch noch Kassationen statt: So wurden die Inhalte der oben aufgeführten Gruppe VII. Ceremonial- und Notifikations-Korrespondenz ebenso kassiert wie die Gesetzessammlung, ein Zirkularschreiben sowie Privatangelegenheiten einiger Personen. Das genaue Verzeichnis liegt in GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3. Georg Winter erstellte das alte Findmittel (vgl. Ernst Müller/Ernst Posner, Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem. Band 1: I. Hauptabteilung, Leipzig 1934 (Mitteilungen der Preussischen Archivverwaltung; Heft 24), S. 82. Vgl. auch den eigenhändigen Hinweis Winters vom 19. Februar 1925 auf dem Vorblatt der Akte GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. 3). Im Umfeld des Umzugs von der Klosterstraße nach Dahlem erfolgte im Oktober 1923 eine Revision. 1943 wurde das Archivgut in den Salzbergwerken in Schönebeck und Staßfurt ausgelagert, wo es bei Kriegsende durch die Rote Armee beschlagnahmt und nach Moskau abtransportiert wurde. Im Juni 1955 gab die Sowjetunion den Bestand an die DDR zurück. In Merseburg erfolgte dann die erneute Revision. Das Findbuch wurde 1962 sicherungsverfilmt. Infolge des deutschen Einigungsvertrags wurde 1993 das Archivgut von Merseburg nach Dahlem rücküberführt. Bis heute haben die Akten der preußischen Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana) damit mehr als 6.200 Kilometer Weg durch ganz Europa hinter sich gebracht. Der Bestand wurde 2008 aufgrund des Provenienzprinzips geteilt, so dass die Akten bis 1860 die preußische Gesandtschaft in der Toskana, die Akten nach 1860 die preußische Gesandtschaft beim Königreich Italien umfassen (Bestand: GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Königreich Italien)). Bei der 2012 erfolgten Neuverzeichnung wurde das Fehlen einer Akte Nr. 26 Alt-Findmittel festgestellt. Der Bestand wurde zudem neu klassifiziert und ist nun analog zu anderen Gesandtschaftsarchiven übersichtlicher geordnet. Die Akten folgen nun numerus currens. Letzte vergebene Signatur _______ Bestellt wird GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz (Toskana), Nr. … Zitiert wird GStA PK, I. HA Rep. 81 Gesandtschaft Florenz (Großherzogtum Toskana), Nr. … Dr. A. Becker Archivassessor 08.08.2012

Findmittel: Findbuch, 1 Bd.
Sprache der Unterlagen:
deutsch
Rechteinformation:
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Letzte Aktualisierung: 18.04.2018, 17:20 Uhr

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