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li wil, unsere karten haben sich gekreuzt...

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Archivalie
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Transkription: 15 2 28 li wil, unsere karten haben sich gekreuzt. leger und flecht waren hier und wir speisten mit klee im goldenen beutel (der meine war leer). die austellung sah ich am samstag in berlin. gut, doch manches sehr foom-und auch brut-al. dekorativ. doch natürlich mit grossem geschmack gestaltet.- sonntag (zuvor manet) in der itten-schule ausstellung otto meyer-amden, keine bilder, farbstiftzeichnungen, bleistift, akte, ca.30 blätter. rösster gegensatz zu leger, natürlich. eine guter verlag interessiert sich für ein sonderheft. ich bin neugierig, wie die berliner kritik reagiert. wenn überhaupt. grop. tritt aus, in breitere öffentlichkeit, nach berlin, privat. hannes als nachfolger vorgeschlagen. das verfahren schwebt z.zt. noch, d.h. die anerkenntnis durch magistrat und kuratorium. jedoch ohne hindernis. diese mehr innerpolitisch: moholy, breuer gehen auch. ich hänge mit einem fädchen, aber ich hänge, d.h. bin gesichert, wenn auch bühne nicht mehr sein soll, oder kann, wegen etatknappheit infolge bauabteilungaufbau. ich soll nun publizistisch, propagandistisch und leider auch pädagogisch-demagogisch auftreten. "mit unsichersten gefühlen", denn es liegt mir nicht. ich mag noch nicht schulmeistern. später.- aber einzige rettung für den moment. frankfurt spielt immer noch und wieder. es wäre wirklich ein vergnügen, wenn wir uns dort wiedersähen. es soll aber streng vertraulich behandelt werden. ich kann deine gefühle gegenüber werbegrafik und buchkunst sehr wol verstehen. es ist mir klar, dass wir so unbehelligkt wie möglich, also auf akadmien gehören. marks in halle ist ein beispiel dafür. "nur donnerstags zu sprechen" und auch da nicht. stellt sich auf den standpunkt, dass die stadt die verd...pflicht hat, ihre künstler zu erhalten und nichts als ihre sache von ihnen zu verlangen. mich frisst das drum und dran hier oft einfach auf. und muss mir die zeit zum arbeiten für mich stehlen. ich fange wieder an, zu malen und hoffe mit energie dabei bleiben zu können. auch hannes ist ziemlich von den krisen und seiner tätigkeit aufgefressen und die erste zeit seines hierseins war die schönste, für mich. wir sehen uns trotz hausnachbarn oder mehr, zimmernachbarn, selten. wenn er diesen ganzen kampf und krampf hier auf sich nimmt, hat er nichts zu lachen. denn es geht of wüst zu. tut rückkehrt ende märz. es geht ihnen da unten bei oberstdorf ausgezeicnet. casca ist wieder in göpp. was geht in stuttgart vor, akademie und kunstgewerbeschule, zusammenlegung etc? mein bruder schickte mir ausschnitte. am sonnt traf ich auch hermann huber im kaffee. du sahst ihn auch, sagte er. dieser glückliche maler. die "dame" wirkt scheints wunder, d.h. jedermann kennt sie. ich wundere mir wusste nicht dass soviel gelesen. "der künstler selbst" gefällt mir nicht. erfurths kohlenwischerei eine fotografenuntugend. du stellst bei flechtheim aus, nächstes jahr. ich gratuliere. was aber sagt nierendorf? has du was in hannover? und euphorionverlagwettbewerb für grafik? wenn du wieder nach frankfurt fährst, dann teile es mir mit. event. komm ich auch geschwind. grüsse alle unterschriebenen und sei es du und margrit herzlich dein Oskar deine monobiogrfie kursiert und erregt debatten.- hannes grüsst. wir verstehen uns bis auf die licht-und kolenrechnung sehr gut. Molzahn-Breslau. Ihm zu wünschen u zu gönnen, denn er war in Magdeburg sehr unzufrieden.
Material/Technik:
Papier; maschinenschriftlich; Tinte
Ereignis:
Herstellung
(wer):
Oskar Schlemmer 1889-1955 (Verfasser)
Willi Baumeister 1888-1943 (Adressat)
(wann):
15.02.1928
Schlagwort:
Archivgut
Inventarnummer:
AOS 2014/1102
Rechteinformation:
Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Oskar Schlemmer
Letzte Aktualisierung: 28.03.2019, 13:28 Uhr

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