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Nachlass Fürstin Leopoldine (*1837, +1903) (Bestand)

Bestandssignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, La 141
Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Langenburg >> Nachlässe
Bestandslaufzeit:
(1846) 1847-1903 (-1911)
Bestandsbeschreibung:
1. Zur Biographie der Fürstin Leopoldine zu Hohenlohe-Langenburg:
Fürstin Leopoldine Wilhelmine Pauline Amalie Maximiliane zu Hohenlohe-Langenburg wurde am 22. Februar 1837 als dritte und jüngste Tochter von Markgräfin Elisabeth, geb. Herzogin von Württemberg, und Markgraf Wilhelm von Baden in Karlsruhe geboren. Dort verbrachte sie auch ihre Jugend, bis sie 1862 den Fürsten Hermann zu Hohenlohe-Langenburg (1832-1913) heiratete, der die Standesherrschaft zwei Jahre zuvor übernommen hatte. Das Ehepaar verbrachte den größten Teil seiner gemeinsamen Lebenszeit auf Schloss Langenburg, wo sich Hermann der Verwaltung der hohenlohischen Stammgüter widmete, während Leopoldine vornehmlich mit der Erziehung ihrer Kinder Ernst, Elise und Feodora befasst war. Daneben trat sie öffentlich wenig in Erscheinung, abgesehen von ihrem Engagement im karitativen Bereich, das sich unter anderem in der Gründung des für die Armenfürsorge gedachten Leopoldinen-Vereins (vgl. dazu HZAN La 142, Nachlass Fürst Ernst II. zu Hohenlohe-Langenburg, Nr. 313) und in ihrer Leitung des Sanitätswesens in Langenburg und Weikersheim während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 zeigte.Fürst Hermann wurde 1894 vom Kaiser zum Statthalter der Reichslande Elsass-Lothringen berufen und nahm zusammen mit Leopoldine seinen Wohnsitz fortan in Strassburg. Die Fürstin hielt sich auch in der neuen Umgebung eher im Hintergrund, übernahm vorwiegend repräsentative Aufgaben und betätigte sich weiterhin in der Wohlfahrtspflege, indem sie unter anderem den Vorsitz im Strassburger Zweig des Vaterländischen Frauenvereins und die Schirmherrschaft für eine Anzahl weiterer Vereinigungen ausübte.Nach einem längeren Herzleiden verstarb Leopoldine am 23. Dezember 1903 in Strassburg, woraufhin ihr Leichnam nach Langenburg überführt und im neu gebauten Mausoleum beigesetzt wurde.

2. Zum Nachlass und seine Bearbeitung:
Der Nachlass der Fürstin Leopoldine besteht größtenteils aus Korrespondenzen (vor allem innerhalb der Familie) und Tagebüchern sowie nur wenigen weiteren persönlichen Schriftstücken, während zu ihren verschiedenen Tätigkeiten im Rahmen karitativer Einrichtungen kaum Unterlagen überliefert sind. Weiterhin zählen zu diesem Bestand mehrere bei der Domänenkanzlei entstandene Akten, die sich auf die Privatvermögensverwaltung der Fürstin beziehen (vgl. auch HZAN La 160, Rechnungen, Nr. B 3292 ff.). Die Unterlagen wurde wohl im Laufe der 1960er und 70er Jahre, zum Teil vermischt mit Archivalien anderer Provenienz, an das Hohenlohe-Zentralarchiv abgegeben und dort grob sortiert.Der Bestand La 141, Nachlass Fürstin Leopoldine, wurde im Februar 2005 von Archivassessor Thomas Kreutzer im Rahmen eines durch die Kulturstiftung Baden-Württemberg geförderten Projekts geordnet und verzeichnet. Er umfasst 2,5 lfd.m. Akten und Tagebücher in 128 Faszikeln bzw. Bänden mit einer Laufzeit von (1846) 1847-1911.Neuenstein, im April 2005Thomas Kreutzer

3. Literatur::
Paul Zinsmaier, Leopoldine Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg, in: Badische Biographien 6, hrsg. v. A. Krieger/R. Obser, Heidelberg 1935, S. 785f.Zum Lebenslauf vgl. auch Materialien in La 142 Nachlass Fürst Ernst II. zu Hohenlohe-Langenburg, Nr. 168.
Umfang:
128 Bü (2,5 lfd. m)
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs:
Letzte Aktualisierung: 26.04.2018, 20:01 Uhr
URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/BBM5HA5L5RHE25J5JYEWXYGQHNW2YWWW