Wohnhaus

Wohnhaus; Berlin, Steglitz-Zehlendorf

In der Glockenstraße Nr. 19 an der Einmündung zur Blücherstraße steht ein auffallend weiß verputztes Einfamilienhaus. Bauherr war 1934 der Bankdirektor Hermann Kaiser, für den der angesehene Architekt Heinrich Schweitzer das Haus entwarf. Im eingeschossigen Vorbau befinden sich der Eingangsbereich und die Küche. Die Fassade wird durch ein Wechselspiel zwischen weiß verputzten Wandflächen und den flach in die Wand geschnittenen Fensteröffnungen rhythmisiert. Anleihen bei der sogenannten Ersten Moderne eines Mies van der Rohe oder Adolf Loos sind spürbar. Die vom Ornament befreiten Formen des Baukörpers treten in reizvollen Kontrast zum umgebenden, baumbestandenen Naturraum. Das völlig unveränderte Haus ist Zeugnis für die gewandelten Repräsentationsvorstellungen einer Oberschicht, deren Villen eine Generation zuvor ohne ein gehöriges Maß an Stilarchitektur nicht auskamen.

Urheber*in: Heinrich Schweitzer; Carl Schmidt; Hermann Kaiser / Rechtewahrnehmung: Landesdenkmalamt Berlin

Urheberrechtsschutz

Standort
Glockenstraße 19, Zehlendorf, Steglitz-Zehlendorf, Berlin

Klassifikation
Baudenkmal

Ereignis
Herstellung
(wer)
Entwurf: Schweitzer, Heinrich
Ausführung: Schmidt, Carl
Bauherr: Kaiser, Hermann
(wann)
1934

Letzte Aktualisierung
04.06.2025, 11:55 MESZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Wohnhaus

Beteiligte

  • Entwurf: Schweitzer, Heinrich
  • Ausführung: Schmidt, Carl
  • Bauherr: Kaiser, Hermann

Entstanden

  • 1934

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