• Ergebnis 1 von 1

Militärbefehlshaber im Generalgouvernement (Bestand)

Bestandssignatur:
BArch, RH 53-23
Kontext:
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945 >> Reichsheer und Heer >> Wehrkreiskommandos
Bestandslaufzeit:
1939-1945
Bestandsbeschreibung:
Bestandsbeschreibung:
Der Stab Militärbefehlshaber im Generalgouvernement ist nach dem Überfall auf Polen hervorgegangen aus der am 6. September 1939 aufgestellten "Armeeabteilung A" und dem am 13. September 1939 aufgestellten Stab "Militärbefehlshaber Krakau". Am 13. Oktober 1939 wurden Teile des Stabes der Armeegruppe A nach Krakau verlegt und aus diesen zusammengelegten Teilen wurde das "Grenzabschnittskommando Süd" gebildet. Am 14. Mai 1940 wurde dieser Stab in "Oberbefehlshaber Ost" und am 15. Juli 1940 in "Militärbefehlshaber im Generalgouvernement" umbenannt. Ab 1. September 1942 trug der Stab die Bezeichnung "Wehrkreisbefehlshaber im Generalgouvernement" und ab 22. September 1944 hieß er "Befehlshaber im Heeresgebiet Generalgouvernement". Ihm oblagen wie den anderen Wehrkreiskommandos u.a. Leitung des Ersatzwesens, Vorbereitung der Mobilmachung, Betreuung und Einsatz der Landesschützen-Bataillone (hauptsächlich Kriegsgefangenenbewachung), Überwachung der Ausbildung der unterstellten Truppen, Sicherung des Befehlsbereichs bei inneren Unruhen und im Kriege gegen feindliche Unternehmungen sowie Hilfe bei Notständen aller Art.
Außer den Divisionen unterstanden dem Militärbefehlshaber im Generalgouvernement:
General z.b.V. beim Militärbefehlshaber (ab 15.6.1942, 5.8.1944 aufgelöst),
Oberfeldkommandantur 225 Warschau,
Oberfeldkommandantur 226 Krakau,
Oberfeldkommandantur 365 Lemberg,
Oberfeldkommandantur 372 Kielce (1942/43 Lublin),
Oberfeldkommandantur 379 Lublin (bis Winter 1942/43),
Oberfeldkommandantur 603 Kielce (seit 1943).


Inhaltliche Charakterisierung:
Die Überlieferung des Militärbefehlshaber im Generalgouvernement und der zugeteilten bzw. unterstellten Dienststellen ist zu großen Teilen verlorengegangen oder wurde befehlsgemäß vernichtet.
Neben der Reihe Stammtafeln (9 Bde.) liegen in nennenswertem Umfang lediglich die Kriegstagebücher des Militärbefehlshaber Krakau (1939, 10 Bde.), des Militärbefehlshaber im Generalgouvernement (1940-1945, 25 Bde.), des Oberquartiermeisters beim Militärbefehlshaber (1940-1944, 10 Bde.), Tätigkeitsberichte des Armeeintendanten (1939-1941, 8 Bde.) sowie einige Sektionsberichte (6 Bde.) der Pathologisch-anatomischen Untersuchungsstelle im Wehrkreis vor. In den Akten thematisiert wird u.a. die Unterbringung, Kriegsgefangenenangelegenheiten, organisatorische Fragen über fremdvölkische Verbände, Bandenbekämpfung, Ausbau, Besetzung und Verteidigung von Stellungen, erwähnenswert sind ferner die Monatsberichte der Kommandanturen.


Erschließungszustand:
Findbuch, Online-Findbuch


Umfang, Erläuterung:
128 AE


Zitierweise:
BArch, RH 53-23/...
Provenienz:
Militärbefehlshaber im Generalgouvernement, 1939-1945
Umfang:
144 Aufbewahrungseinheiten; 4,9 laufende Meter
Archivalientyp:
Schriftgut
Sprache der Unterlagen:
deutsch
Verwandte Bestände und Literatur:
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv:
RW 23 Rüstungsdienststellen im Generalgouvernement

Literatur:
Stahl, Friedrich-Christian: Generaloberst Johannes Blaskowitz. In: Hitlers militärischer Elite. 2 Bde. Hrsg. v. Gerd R. Ueberschär. Bd. 1. Darmstadt 1998, S. 20-27
Umbreit, Hans: Deutsche Militärverwaltungen 1938/39. Die militärische Besetzung der Tschechoslowakei und Polens. Stuttgart 1977
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.
Letzte Aktualisierung: 24.04.2018, 16:39 Uhr
URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/7IZQ456BZNZ622NIIY6CPODESQ73FQ24