Bestand

Hochschule Albstadt-Sigmaringen (Bestand)

Überlieferungsgeschichte
Zugang 2014/6
Geschichte (nach Wikipedia, Stand 7.7.2016)
Die Schwerpunkte der Hochschule liegen auf vier Gebieten:
Fakultät 1: Engineering in Albstadt
Fakultät 2: Business Science and Management an beiden Standorten
Fakultät 3: Life Sciences in Sigmaringen
Fakultät 4: Informatik in Albstadt
Die Hochschule ist Mitglied der 2005 gegründeten Hochschulregion Tübingen-Hohenheim mit der Universität Hohenheim und der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie den Hochschulen Nürtingen-Geislingen, Hochschule Reutlingen und Rottenburg. Das Ziel dieser Vereinigung ist, bei Projekten in der Infrastruktur, Verwaltung, Forschung und Lehre enger zu kooperieren.
Neben der Möglichkeit eines herkömmlichen Studiums bietet die Hochschule auch ein kombiniertes Studium in den Bereichen "Maschinenbau" und "Kommunikations- und Softwaretechnik" an, wobei mit Unternehmen aus der Region kooperiert wird (sogenanntes "Albstädter Modell": 2 Jahre verkürzte Berufsausbildung, 2 1/2 Jahre verkürztes Bachelor-Studium). Im Bereich "Betriebswirtschaft" besteht am Standort Sigmaringen eine ähnliche Kooperation mit der Hohenzollerischen Landesbank Kreissparkasse Sigmaringen.
Die Hochschule ist seit mehreren Jahren Mitglied im Verbund Internationale Bodensee-Hochschule und bietet derzeit an beiden Standorten zusammen 19 Studiengänge mit Bachelor und Master -Abschlüssen an. Derzeit nehmen 3.021 Studenten das Angebot wahr.
1971 wurde die Staatliche Ingenieurschule für Haushalts-, Ernährungs- und Bekleidungstechnik in die Fachhochschule Sigmaringen umgewandelt. Der damalige Diplomstudiengang war "Bekleidungstechnik". Es folgte der Diplomstudiengang "Ernährungs- und Hygienetechnik". In den Jahren 1985/86 stellte sich der damalige Fachbereich "Haushalts- und Ernährungstechnik" die Aufgabe, das Studienangebot der Fachhochschule in Sigmaringen zu verbreitern, um den Bedarf der Wirtschaft gerecht zu werden und um den Standort zu stärken.
In Sigmaringen wuchs der Studienbetrieb in rasantem Tempo, sodass die einstige "Landfrauenschule mit Internat" in der Anton-Günther-Straße bald zu eng wurde und im Laufe der nächsten Jahre weitere Gebäude angemietet werden mussten, darunter die Betriebsgebäude der Firmen Cahof (1981) und Albmilch (1983).
Standort Albstadt, Neubau
Der Antrag der Fachhochschule auf die Einrichtung des Studienganges "Pharmatechnik" wurde durch Unternehmen der Pharmaindustrie unterstützt, zum Wintersemester 1987/88 wurde er an der Fachhochschule Sigmaringen erstmals in Deutschland angeboten. 1988/89 wurde Albstadt zweiter Standort und es entstand die Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen. Die Bekleidungstechnik wurde nach dort verlegt. Weitere Studiengänge kamen in den Folgejahren hinzu. In Sigmaringen wurde mit der Betriebswirtschaft (BWL) ein neuer Fachbereich eingerichtet. Im Zuge der 2004 beginnenden Umstellungen vom Diplom zu Bachelor und Master wurde aus der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen schließlich die heutige Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Beide Standorte bildeten ein differenziertes Studienangebot heraus: In Albstadt entstanden 1989 zusätzlich der Diplomstudiengang "Technische Informatik" und kurz danach "Maschinenbau". 1995 kam der Diplomstudiengang "Wirtschaftsingenieurwesen" dazu. Im Jahr 1999 gingen aus der "Technischen Informatik" die beiden Diplomstudiengänge "Wirtschaftsinformatik" und "Kommunikations- und Softwaretechnik" hervor. Ab Anfang 2005 wurden sämtliche Studiengänge von Diplom auf Bachelor umgestellt. Ein Jahr später entstand mit "Management and Information Systems" ein neues Masterangebot, gefolgt von einem Master-Studiengang "Systems Engineering". Neu am Standort Albstadt ist seit dem Wintersemester 2009/2010 der Bachelor-Studiengang "Technische Textilien".
In Sigmaringen kam 1998 der Diplomstudiengang "Betrieb swirtschaft", im Sommersemester 2000 der Masterstudiengang "Biomedical Engineering" und im Wintersemester 2000/2001 der Diplomstudiengang "Facility Management" hinzu. Zeitgleich mit der Umstellung in Albstadt wurde auch am Standort Sigmaringen das bisherige Studienangebot auf Bachelor umgestellt. Seitdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen am Standort Sigmaringen die Bachelorstudiengänge "Betriebswirtschaft", "Lebensmittel, Ernährung und Hygiene", "Pharmatechnik" und "Facility Management" an. Neu hinzugekommen sind hier seit 2008 Masterstudiengänge in "Betriebswirtschaft und Management", "Facility Design and Management" sowie "Biomedical Engineering".
Beide Standorte sind bei der Zahl der Studierenden annähernd gleich groß, zeigen jedoch unterschiedliche bauliche Bilder.
In Albstadt verteilen sich die Studiengänge auf drei nah beieinander liegende Gebäude, unter anderem eine umgenutzte ehemalige Textilfabrik, sämtlich unmittelbar am Rand der Altstadt des Kernortes Ebingen gelegen. Der Hochschulstandort Sigmaringen zeigt hingegen eine klare Campus-Struktur, gelegen auf einer Anhöhe außerhalb der Stadt.
Der Landkreis Sigmaringen, Bauträger des Hochschulneubaus in Sigmaringen, erhielt von der Architektenkammer Baden-Württemberg 1995 die "Auszeichnung für Beispielhaftes Bauen". Mit dem zweiten Erweiterungsbau ist ein klar strukturierter, heller und funktionaler Baukörper in Nord-Süd-Richtung mit 100 Metern Länge entstanden. Zusätzlich zum Erd- und Obergeschoss gibt es ein Hanggeschoss über die Hälfte der Gesamtlänge. Der Hauptzugang führt durch das jetzige Hauptgebäude, den so genannten ersten Erweiterungsbau aus dem Jahr 1995. Es schließt in Erdgeschoss und Obergeschoss an den Neubau an. Der nördliche Ausgang führt auf den Campus, der südliche Eingang zu dem um 66 Plätze erweiterten Parkplatz.
Bereits die Gesamtplanung für die Fachhochschule Anfang der 1990er Jahre sah einen zweiten Anbau vor. Von April 2007 bis März 2009 wurde ein Erweiterungsbau mit 1.980 Quadratmeter Nutzfläche errichtet. Die Baukosten wurden bei der Genehmigung 2002 auf 7,5 Millionen Euro gedeckelt. Für die Innenausstattung stand der Hochschule eine weitere Million Euro zur Verfügung. Bauherr war das Land Baden-Württemberg. Die Planung und Durchführung hat das Architekturbüro Glück und Partner aus Stuttgart vorgenommen. Am 8. April 2009 wurde der Neubau feierlich durch Ministerpräsident Günther Oettinger für die Fakultät Life Science übergeben.
Literatur:
25 Jahre Fachhochschule. Festschrift zum 25jährigen Jubiläum der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen 21. Juni 1996. Herausgeber: Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen. Verlag Rudolf Eith GmbH Albstadt, 1996 (Signatur C 862)
Inhalt und Bewertung
Gebhard Füßler bewertete die Akten und die Literatur aus der Anfangszeit der Fachhochschule im Jahr 2015, kontrollierte, verbesserte und erweiterte die Titelaufnahmen der Behörde und fertigte die Klassifikation. Der Bestand muss noch entmetallisiert und verpackt werden.

Bestandssignatur
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Wü 102/1 T 1

Kontext
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Südwürttembergische Bestände >> Kultus >> Hochschulen >> Hochschule Albstadt-Sigmaringen

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Rechteinformation
Letzte Aktualisierung
03.04.2025, 08:37 MESZ

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