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Ehrenbrief für Pfalzgräfin Mechthild, Herzogin von Österreich - BSB Cgm 9220

Beteiligte Personen und Organisationen:
Erschienen:
[S.l.] Teil II: Die handschriftlichen Teile Bayern/Österreich : Ende 16. Jh.
Sprache:
Mittelhochdeutsch (ca.1050-1500); Deutsch
Umfang:
Teil I: 6 + CCXXXXI, 4 + LXXXII Blätter; Teil II: II + 208 Seiten
Thema:
Handschrift; Fiktionale Darstellung; Verzeichnis
Anmerkungen:
Sammelhandschrift
Beigebunden: Vorangebunden als Teil I ein zweiteiliger Druck: Rüxner, Georg: Turnier Buch. Frankfurt, 1578.
Inhalt: Teil II, Handschriften: I-29 Jakob Püterich von Reichertshausen: Ehrenbrief für Pfalzgräfin Mechthild, Herzogin von Österreich (VL, Bd. 7, Sp. 920-923). 31-52 Johann Holland: Turnierreime. 52-70 Wiguläus Hundt: Bayerisch Stammenbuch, Vorrede (Teil). 71-19, 83-84, 87-100 Wappen. 107-111, 117-172, 178-190 Namensregister zu I. 194-204 Namensregister zu II.
Ausstattung: Teil I mit zahlreichen kolorierten Holzschnitten. Teil II: Ganzfigurige Porträts von Jakob Püterich (S. I) und Johann Holland (S. 31); 6-10, 37-50, 71-100 zahlreichen Wappendarstellungen; Deckfarbenmalereien.
Einband: Pappband mit Pergamentbezug, ehemals zwei Schließbänder, wohl 17. Jh. Auf vorderem Spiegel zwei Exlibris von Irene und Peter Ludwig. Die handschriftlichen Teile Bayern/Österreich.
Literatur: Beschreibung bei Anton von Euw und Joachim M. Plotzeck, Die Handschriften der Sammlung Ludwig, Bd. 4, Köln 1985, Nr. XV 10.
BSB-Provenienz: Gekauft von Günther, Hamburg (Kat. 5. Handschriften und Miniaturen aus dem deutschen Sprachgebiet. Hamburg 1997), Nr. 42. Akz.-Nr. 10/97/1062.
Kurzaufnahme einer Handschrift
URN:
urn:nbn:de:bvb:12-bsb00104095-9
Identifier:
BSB-Hss Cgm 9220
Standort:
München, Bayerische Staatsbibliothek -- Cgm 9220
Abstract:
Der "Ehrenbrief" ist das einzige von Jakob Püterich von Reichertshausen (um 1400-1469) überlieferte Werk. Es wurde 1462 für die literarisch interessierte Pfalzgräfin Mechthild von Rottenburg verfasst. Der Brief umfasst 148 kunstvolle Titurel-Strophen in der Nachfolge Wolframs von Eschenbach und gliedert sich in drei Teile: Salutatio (Str. 1-29), Narratio (Hauptteil, Str. 30-144) und Conclusio (Str. 145-148). Im Zentrum steht nach einer höfischen Minnehuldigung die Aufzählung der turnierfähigen bayerischen Geschlechter sowie die Bitte um ein Bücherverzeichnis samt Nennung unbekannter literarischer Werke aus Mechthilds Besitz. Es folgt eine Beschreibung von Püterichs eigener, 164 Handschriften umfassender Bibliothek, die Bücher von Autoren des 13. Jahrhunderts, also der Blütezeit der deutschen höfischen Dichtung (Wolfram, Gottfried von Straßburg, Thomasin von Zerclaere), enthält. Der "Ehrenbrief" gilt als wichtiges Dokument für die Wirkungsgeschichte der deutschen höfischen Literatur: Erstmals wird deutsche Dichtung zum Gegenstand von Reflexionen zu ihrer Qualität und Echtheit. Das nur in einer Abschrift überlieferte Werk findet sich an der Spitze des handschriftlichen Teils im hinteren Drittel eines großen Sammelbandes des 16. Jahrhunderts und gelangte 1997 an die Bayerische Staatsbibliothek. // Autor: Peter Czoik // Datum: 2016
Englische Version: The "Letter of Honour" is the only work preserved by Jakob Püterich von Reichertshausen (c. 1400-1469). It was written in 1462 for the Palatine Countess Mechthild von Rottenburg who was interested in literature. The letter comprises 148 artful Titurel verses in emulation of Wolfram von Eschenbach and is divided into three parts: Salutatio (verse 1-29), Narratio (main part, verse 30-144) and Conclusio (verse 145-148). After a homage to courtly love, the focus is on a list of the Bavarian dynasties who are eligible for tournaments as well as the request for a list of books including unknown literary works from Mechthild's possession. It is followed by a description of Püterich's own library, comprising 164 manuscripts, which contains books by 13th century authors, i.e. the heyday of German courtly poetry (Wolfram, Gottfried von Strasburg, Thomasin von Zerclaere). The "Ehrenbrief" is regarded as an important document in German courtly literature's history of influence: for the first time, German poetry becomes the subject of reflections on its quality and authenticity. The work, which has only been preserved in one copy, can be found at the top of the handwritten part in the last third of a large 16th century anthology and was handed over to the Bayerische Staatsbibliothek in 1997. // Autor: Peter Czoik // Datum: 2016
Letzte Aktualisierung: 16.04.2020, 09:51 Uhr

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