• Ergebnis 1 von 1

Die Dichterin Elisa von der Recke

Objektbezeichnung:
Malerei/Gemälde
Objektbeschreibung:
Charlotte Elisabeth Constanzia (Elisa) von der Recke (1754–1833), Tochter des Johann Friedrich Graf von Medem und Stiefschwester der späteren Herzogin von Kurland, wurde siebzehnjährig mit dem sächsischen Kammerherrn Georg Peter Magnus von der Recke verheiratet. Fünf Jahre später ließ sie sich scheiden und lebte zunächst bis 1795 in Kurland, danach in Berlin, Leipzig, Dresden, Löbichau und Karlsbad, wo sie Anschluß an die Kreise der Aufklärer fand. Sie befreundete sich mit Anton Graff, der sie zwischen 1784 und 1808 mehrmals zeichnete und malte. Als Dichterin empfindsamer Lyrik und Autorin von Reiseliteratur, vor allem aber mit ihrer 1787 erschienenen, einen Hochstapler entlarvenden Schrift »Nachricht von des berühmten Cagliostro Aufenthalt in Mitau im Jahre 1779 und dessen magischen Operationen« wurde Elisa von der Recke bekannt. Sie war häufig zu Gast im Hause von Christian Gottfried und Minna Körner in Dresden – der Sohn Theodor Körner wurde ihr Patenkind – und bei Friedrich Nicolai in Berlin. Der zwei Jahre ältere Dichter Christoph August Tiedge, Verfasser der poetisch-philosophischen Gesänge »Urania«, wurde 1803 ihr Lebensgefährte. Bei dem in der Nationalgalerie bewahrten, rückseitig mit dem Aufkleber »[…] Anton Graff 1797« versehenen Bildnis handelt es sich wohl um eine leicht veränderte Fassung jenes Werkes (Privatbesitz, Sankt Gallen), das im Tagebuch der Elisa von der Recke am 9. April 1795 erwähnt ist: »Nach Tisch ließ ich mich bei Graff malen«, vier Tage später ergänzte sie: »Mein Bild bei Graff ist vollendet und soll sehr gut geworden sein« (E. von der Recke, Tagebücher, München 1984, S. 315; vgl. E. Berckenhagen, Anton Graff, Nachträge zum Œuvre, in: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft, Bd. 43, 1989, H. 2, Nr. 1131A). Graff hat die 33jährige Dichterin im Freien, gestützt auf ein Mauerstück, dargestellt. Sie trägt ein schlichtes weißes Chemisenkleid mit grünblauem Busenband und gelbem Schal. In Anlehnung an die englische Bildnismalerei verlieh Graff ihr eine Armhaltung, die ihre edel gestimmte Seelenlage verdeutlichen soll. Das Bildnis befand sich in der Sammlung des mit Graff befreundeten Daniel Friedrich Parthey, des ehemaligen Klavierlehrers der Elisa von der Recke und späteren Schwiegersohns von Friedrich Nicolai. 1913 wurde das Gemälde aus dem Besitz der Familie Parthey für die Nationalgalerie erworben. | Birgit Verwiebe
Material/Technik:
Öl auf Leinwand
Maße:
Höhe x Breite: 97,5 x 76 cm (beschnitten)
Rahmenmaß: 108,5 x 94 x 9 cm
Ereignis:
Herstellung
(wann):
1797
Ereignis:
Aktivität
Klassifikation:
Tafelmalerei
Standort:
Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer:
A II 48
Rechteinformation:
Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Letzte Aktualisierung: 14.04.2018, 09:00 Uhr

Medienwiedergabe nicht möglich

Die Mediendatei kann nicht angezeigt werden.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Adobe Flash Player, um dieses Video anzusehen.

Download the latest player from Adobe

Medienwiedergabe nicht möglich

Die Mediendatei kann nicht angezeigt werden.

Die Dichterin Elisa von der Recke
URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/25D5NMOA3KBIJUW7APEYLUYTPCDMHVCU